R.I.P. : FSC-Urgestein Hajo Andresen verstorben

Der Kult-Wettfahrtleiter

Ein gutes halbes Jahrhundert lenkte Hajo Andresen für den Flensburger Segel-Club das Geschehen auf dem Wasser. Zusammen mit Claus Otto Hansen bildete er ein eingespieltes Wettfahrtleiter-Duo bei einigen der wichtigsten deutschen Regatten. Nun ist er im Alter von 73 Jahren gestorben.

Hajo Andresen (l.) mit Claus Otto Hansen. 50 Jahre © segel-bilder-de

2019 war die letzte komplette Saison, die Hajo Andresen Schulter an Schulter mit Claus Otto Hansen auf dem auf dem Startschiff „Alpha Tauri“ absolvierte. Das Finale der Segel-Bundesliga bezeichnete einen würdigen Abgang nach gut 50 Jahren als Wettfahrtleiter für den Flensburger Segel-Club. Das Duo stand noch einmal gemeinsam mitten im Geschehen.

Deutsche Meisterschaften, Liga-Regatten, wichtigste Zwölfer-Veranstaltungen (WM und EM) und die alljährliche Fördewoche – Andresen dirigierte mit seiner ruhigen Art auch hochklassigste Rennen auf höchstem Niveau. Er steht für verlässliches, engagiertes Ehrenamt, wovon insbesondere der aufwendig zu organisierende Segelsport abhängig ist.

Andresen sagte bei seinem Abschied im DSV-Interview: “Es war an der Zeit, diesen verantwortungsvollen Posten an Jüngere zu übergeben. Wir wollten nicht in einigen Jahren sanft von unseren Plätzen weggeschoben werden, wissen aber auch, dass man nur Nachwuchs findet, wenn man sich selbst zurückzieht und der nächsten Generation den nötigen Raum gibt, selbst Verantwortung zu übernehmen und eigenständig zu handeln.”

Er betonte weiter “weder den FSC noch den Segelsport hängen lassen zu wollen. Dabei trauerte er den größeren Seesegler-Meldezahlen der vergangenen Jahre hinterher, die insbesondere die Flensburger Fördewoche zu einem Höhepunkt im Regattakalender gemacht haben. Um das wieder zu erreichen müsse man umdenken und die Vielzahl der Eigner regattafähiger Schiffe wieder motivieren, an Regatten teilzunehmen. Es müssen ja nicht immer die großen Crews auf kostenintensive Rennyachten sein. Man solle sich mehr auf kleinere Familiencrews konzentrieren. “Die Freude am gemeinsamen Segeln kommt dann von alleine.”

Andresen war seitdem noch mit seinem Drachen bei den FSC-Mittwochsregatten aktiv. Nun ist er an einem Krebsleiden verstorben.

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