Recycling Initiative: Neue Festmacher aus alten Flaschen

Leine für das gute Gewissen

Nachhaltigkeit, Recycling und der Schutz der Meere und Gewässer vor Plastikmüll sind aktuell Hauptthemen von Wassersportlern und aktiven Umweltschützern. Tauhersteller Marlow ist in einer interessanten Richtung unterwegs.

Hauptsache, es hält. Tauwerk aus alten Plastikflaschen von Marlow. © Marlow Ropes

Spätestens seit Bilder von in Netzen verendeten Seevögeln, Müllinseln mitten im Pazifik und Flutsäumen an den Stränden voller Unrat weltweit vor allem in den sozialen Netzwerken verbreitet wurden, hat bei vielen Wassersportlern und Verbrauchern ein Umdenken eingesetzt. Der einfachste erste Schritt gegen die hohe Zahl verbrauchter Plastikverpackungen: Gar nicht erst kaufen bzw. verwenden.

Von der Flasche zur Festmacherleine – Nachhaltigkeit im Yachtsport © Marlow

Doch auch wenn sich der Trend zur eigenen Wasserflasche statt eines praktischen Sechserträgers PET-Flaschen  mehr und mehr durchsetzt: Allein in Deutschland werden pro Jahr nach Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe rund 16,4 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht.

Zumindest eine sinnvolle Wiederverwendung durch geschicktes Recycling hat sich Tauwerkhersteller Marlow überlegt. Mit der Blue Ocean Dockline wurde eine Festmacherleine entwickelt, die zu 100 Prozent aus recycelten Plastikflaschen gefertigt wurde.

 Bei der Herstellung der Leinen werden Polyestergarne verwendet, die aus eingeschmolzenen PET Flaschen hergestellt wurden. Dieser Vorgang lässt sich mehrmals wiederholen, so dass auch die Festmacherleinen wieder recycelt werden können. 

Marlow stellte das Produkt schon im vergangenen Jahr vor, und es überzeugte während der Saison. Nun wurde es vom US-Magazin Sail mit dem Green Award ausgezeichnet.

Nette Idee: Die Verpackung der Festmacherleine von Marlow aus recycelten Flaschen erinnert an die erste Verwendung des Materials © Marlow

Die Leinen für das gute ökologische Gewissen gibt es in schwarz und weiß, gespleißt mit einem Durchmesser von 12, 14 und 16 mm und einer Länge von sechs und zwölf Metern. Pro Leinenmeter bei einer Dicke von 16 Millimeter wird das Material aus sieben Plastikflaschen verwendet, die an Stränden angespült oder achtlos in die Landschaft geworfen wurden.

Qualitativ sollen die „Öko-Leinen“ genauso abriebstark, flexibel und langlebig sein wie die konventionell aus neuen Materialien hergestellten Leinen von Marlow. Netter Verkaufsanreiz: Die Leinen werden in einer (natürlich aus Altpapier hergestellten) Pappbox verkauft, die optisch den Eindruck erweckt, sie beinhalte eine Flasche.

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