Rekordsegeln: Wie Gabart den Stürmen ausweicht – Nach 20 Tagen neue Bestzeit bei Australien

Fieser Tiefdruckwirbel

François Gabart ist weiterhin auf Rekordkurs bei seiner Einhand-Weltumsegelung. Aber er geht dem stärksten Wind aus dem Weg und der Vorsprung schrumpft.

Francois Gabart

Die Frisur sitzt. Francois Gabart im Südmeer.

Man musste schon etwas Angst um Francois Gabart bekommen als er nach seinem Fabelrekord am Kap der Guten Hoffnung von einem fiesen Tiefdruckwirbel gejagt wurde. Aber der Mann hat das Glück auf der vielleicht schnellsten “Yacht” der Welt zu sitzen. Er muss nicht warten, bis ihn der Sturm überläuft und der Seegang seinen Trimaran zerschlägt. Er kann einfach wegsegeln.

Nach dem Fabel-Rekord bis zum Indischen Ozean muss MACIF abbremsen, um einen Tiefdruckwirbel durchziehen zu lassen…

Und Gabart hat im trockenen Frankreich seinen treuen und erfahrenen Wetter-Router Jean-Yves Bernot sitzen, mit dem er jeweils die weitere Kurswahl bespricht. Wenn der einem Rekordjäger dazu rät, erstmal langsam zu machen, dann dürfte er schon seine Gründe dafür haben.

Rekord-Router Jean-Yves Bernot an seinem Arbeitsplatz. © Spindrift

Und so schlingert der Einhandsegler im Indischen Ozean bisher suboptimal hin und her, um einen einigermaßen sicheren und dennoch schnellen Kurs zwischen den Stürmen zu finden.

…Die Zickzackfahrt geht weiter tief in den Süden, um dem Sturm weiter auszuweichen…

Dafür musste er in der Folge tief nach Süden abtauchen und sich der Eisbergzone gefährlich nähern. Aber alles ist gut gegangen und am Kap Leuwin hat MACIF immer noch einen Tag Vorsprung auf die Referenzzeit von Thomas Coville.

…MACIF rast vor einer Front her…

Denn seit Dienstag Nacht ist der Speed-Durchschnitt wieder auf 30 Knoten angestiegen, weil sich der Franzose vor ein angemessenes Tiefdruckgebiet setzen konnte. Es brachte ihn in Rekordzeit zur zweite der drei zu rundenden Kaps am Kap Leeuwin.

…und hat am Kap Leuwin immer noch einen Tag Vorsprung auf “Sodebo”

François Gabart on board the MACIF trimaran - photo © Jean-Marie Liot / ALeA / Macif

François Gabart mit MACIF alleine um die Welt. © Jean-Marie Liot / ALeA / Macif

Die neue Rekordzeit beträgt 19 Tage und 14 Stunden. Damit kommt MACIF auf einen Speed-Durchschnitt von 26.5 Knoten und war er einen Tag und zwölf Stunden schneller als Thomas Coville mit “Sodebo”.

Die Speed-Entwicklung beim Rekord-Versuch. Gerade geht wieder die Post ab.

Der Vorsprung schrumpft, bleibt aber immer noch relativ stabil.

François Gabart’s MACIF Tracker

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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