Schwimmhilfe: Restube: Boje statt Weste? – Simple Erfindung wird mit Preisen überhäuft

Trägt nicht auf

Ein junges deutsches Startup ist erfolgreich mit einem aufblasbaren Schlauch. Er soll am Körper getragen werden und Menschenleben retten. Restube kann auch an Bord helfen.

Der Karlsruher Ingenieur Christopher Fuhrhop hat “eine Art Rettungsweste” erfunden, wie es in einer Beschreibung heißt, die die Überlebenschancen im Wasser erhöhen sollen. Ein Luftschlauf wird zusammengefaltet am Gürtel getragen und kann im Notfall automatisch aufblasen werden.

Für diese Idee, die es in kleinerer Form schon länger für Schlüsselanhäger gibt, wurd die junge Firma Restube schon mit dem Gründerpreis 2015 „StartUp und Aufsteiger“ ausgezeichnet und erhielt jüngst auch den Outdoor Industry Award 2015.

Die Juroren überzeugte, dass das Unternehmen „mit seinem einzigartigen, extrem innovativen Produkt zum Leben und Überleben im und am Wasser beiträgt“. Die Preisträger hätten die hohe Relevanz des Themas Sicherheit früh erkannt und attraktiv vermarktet.

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Schwimmen mit der Sicherheit am Gürtel. © Restube

Fuhrhop weist allerdings darauf hin, dass es sich nicht um einen Ersatz von Rettungswesten handelt und tut wohl auch gut daran, um nicht den kollektiven Aufschrei, der Rettungsmittel-Industrie zu provozieren. Er betont, dass er den Einsatz allenfalls eher komplementär sieht.

Den Impuls, der zur Entwicklung von Restube führte, erhielt Fuhrhob durch ein eigenes Grenzerlebnis. Er geriet beim Kite-Surfen in Lebensgefahr, weil er sich aus eigener Kraft nicht mehr über Wasser halten konnte und nur knapp gerettet wurde.

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Trägt nicht auf. © Restube

So tüftelte er an der Rettungsboje, die klein genug ist, immer beim Wassersport getragen zu werden, ohne dabei einschränkend zu wirken. Aber sie muss groß genug sein, um etwa 200 Kilogramm über Wasser halten zu können.

Das 300 Gramm kleine leichte Paket wird am Gürtel getragen und soll kaum zu spüren sein. Erst wenn an einer Lasche gezogen wird, bläst sich der knapp 70 Zentimeter lange  Schlauch mit der Pressluft aus einer Patrone auf.

Inzwischen gibt es vier verschiedene Versionen des Schlauches, die zwischen 59,95 und 124,95 Euro kosten (Online Shop)

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