Seelenverkäufer: Amerikaner sieben mal gerettet, aber sie wollen über den Atlantik

"Es gibt schlimmere Orte zum Sterben"

Zwei 71-jährige Amerikaner sind im vergangenen halben Jahr sieben Mal mit ihrer “Nora” gerettet worden. Aber sie sehen keine Probleme. “Wir haben großen Spaß.”

Die "Nora" sieht nicht gerade sehr vertrauenserweckend aus.

Die “Nora” sieht nicht gerade sehr vertrauenserweckend aus.

Bob Weise und Steve Shapiro, gleichaltrige 71-jährige Skipper aus den USA, bereiten den britischen Behörden Kopfzerbrechen seit sie angaben, nun seit Juli schon zum siebten Mal gerettet worden zu sein.

Einer der beiden 71-jährigen Skipper.

Einer der beiden 71-jährigen Skipper.

Sie starteten in Norwegen, um über den Atlantik in die Staaaten nach Maine zu kommen. Und inzwischen bemühten sie die Rettungskräfte aus Norwegen, Dänemark, Schottland, Irland und England.

Fischer aus Cornwall sagten der BBC, dass die beiden keine Ahnung hätten, was sie da treiben. Aber die Veteranen nehmen es gelassen. “Wir haben großen Spaß”, sagt der ehemalige Militär-Pilot Weise aus Idaho. “Überall, wo wir hinkommen, begrüßen uns die Menschen…Seeleute sind immer sehr hilfsbereit, auch wenn sie glauben, dass wir verrückt sind und glauben, wir könnten nicht segeln. Wir haben eine tolle Zeit.”

Bob Weise and Steve Shapiro

Die beiden 71-jährigen Skipper haben trotz vielfältiger Probleme großen Spaß. © Steve Shapiro

Sein Partner Shapiro, ein Autor aus Kalifornien, sagt, die Probleme hätten nichts mit fehlender Seemannschaft zu tun. Sie hätten einfach Pech. Es sei nur die Technik des Bootes, die streike.

Aber Angst haben sie nicht. “Einer der Retter hat gesagt, dass wir sinken könnten. Aber dem habe ich geantwortet, dass es schlimmere Orte zum Sterben gebe als die See. Wir sind 71 Jahre alt. Ich habe alles im Leben gemacht. Ich war Fallschirmspringen, bin Helikopter geflogen, war in Vietnam und Alaska. Für mich ist das hier nur ein weiteres Abenteuer.”

Ihre “Nora” wird jetzt im Hafen von St. Ives repariert. Die Propeller Welle ist gebrochen und die Batterie streikt. Die Küstenwache hat sich in den vergangenen drei Tagen zweimal um die Crew kümmern müssen. Trotzdem sei es nun die Sache der Segler, die Reparaturen zu veranlassen, um eine sichere nächste Etappe ihrer Reise gewährleisten zu können.

Die "Nora" ist trocken gefallen. Einen Anstrich könnte sie gebrauchen.

Die “Nora” ist trocken gefallen. Einen Anstrich könnte sie gebrauchen.

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Carsten Kemmling

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