Seenotrettung: Unbemanntes Rettungsboot in Spanien vorgestellt

Autonomer Helfer

An der galicischen Küste könnte bei schwierigen Rettungsmissionen schon bald ein unbemanntes Mini-Boot zum Einsatz kommen. Am Wochenende wurde der Prototyp vorgestellt.

Das Rettungsgerät im Testeinsatz. © Max Systems

Darin, dass unbemannte Fahrzeuge zukünftig Rettungseinsätze auf dem Wasser unterstützen sollen, ist man sich vielerorts einig. Unter anderem in Deutschland und in Großbritannien wurden zum Beispiel bereits Rettungsdrohnen erprobt. In Galicien hat das lokale Unternehmen Max Nautics nach drei Jahren Entwicklungszeit nun einen schwimmenden unbemannten Retter präsentiert.

Das etwas mehr als 1,5 Meter lange orangefarbene Fahrzeug wird aus bis zu zehn Kilometern Entfernung von Land oder einem Schiff aus gesteuert und ist mit Batterien ausgestattet, die einen Betrieb von 12 Stunden ermöglichen sollen. Neben Kameras, Nachtsichtgeräten, Mikrofonen und einem Ortungssystem ist auch ein Alarmsystem an Bord, das aktiviert wird, wenn das Rettungsboot eine in Not geratene Person lokalisiert hat. Daduch können dann bemannte Boote in der Nähe gegebenenfalls ebenfalls zum Einsatzort fahren. Hinzu kommt ein Rettungsring, mit dessen Hilfe das schwimmende Gerät eine schiffbrüchige Person auch direkt selbst an Land ziehen kann.

Besonders bei der lokalen Fischereiflotte soll das Rettungsgerät auf große Zustimmung gestoßen sein und es gibt zahlreiche Bestellungen. Aber auch spanische Rettungsorganisation sind interessiert.

Das Boot mit Rettungsring an Bord, der ferngesteuert ausgelöst werden kann. © Max Systems

Konzipiert wurde der Helfer vor allem für schwer zugängliche Bereiche, etwa im Umfeld von Felsen, und besonders gefährliche Einsätze. „Dieses Boot ist für felsige und schwierige Stellen gemacht. Er kann bei schlechtem Wetter Stöße aushalten und ist stabil“, erklärten die Entwickler bei der Vorstellung ihres neuen Rettungsgeräts, an der unter anderem Vertreter der galicischen Küstenwache teilnahmen. „Man kann es einsetzen, um eine Person zu retten, ohne eine andere zu gefährden.“ Tests bei 30 Knoten Wind und drei Meter hohen Wellen soll der kleine Retter bereits problemlos überstanden haben.

 

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