Segel-Destination Oman: Sultanat schärft das Profil durch Segelveranstaltungen

OMA im Segel, Sultan an Land

Der Oman erarbeitet sich Aufmerksamkeit durch seine Segelaktivitäten. Zurzeit puscht die Laser WM das Interesse. Dabei zählt das Sultanat nicht zu den bekanntesten Destinations für Segelsport. Das Auswärtige Amt warnt weiterhin vor Piraterie und Kaperungen an der Küste. 

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Endlich ein “Heimspiel” für Segler mit diesem Zeichen © OmanSail

Mit der Ausrichtung der Laser Weltmeisterschaft, die noch bis zum 23. November dauert, findet die erste, große, internationale Meisterschaft einer olympischen Bootsklasse in Oman statt. Austragungsort ist der 2010 gebaute künstliche Hafen im Golf von Oman, die Marina Al-Mussanah Sports City. Die moderne Hafenanlage befindet sich 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt des Landes und 60 Km vom Internationalen Flughafen entfernt.

Der Hafen ist olympiatauglich und besitzt neben einer breiten Slipbahn auch einen 1000 Meter breiten geschützten Strand, über den Jollensegler ins Wasser gelangen. Die Segelbedingungen vor Ort sind perfekt – die Thermik bescherte den 130 Teilnehmer aus 50 Nationen – darunter vier deutsche Lasersegler – hervorragenden Wind zwischen 8-15 Knoten. Bei einer Temperatur von durchschnittlich 20-26 Grad Celsius und 11 Stunden Sonnenschein am Tag einfach ideal! omansail

„Das Segeln hier ist super, super gut!“ schwärmt auch der Schwede Jesper Stalheim nach dem dritten Wettkampftag bei Topwind und –temperaturen – die im Oman zum Alltag gehören!
Mit einer Küste von über 200 Kilometern Länge, 360 Sonnentagen im Jahr und einer unvergleichlich farbenprächtigen Unterwasserwelt, bietet das Land zwischen dem Jemen, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten beste Wassersportbedingungen.

Mehr als 290 Inseln, von denen 85 nicht länger als 200 m sind, zählen zum omanischen Hoheitsgebiet. Seit 2008 fördert Sultan Qaboos ein Programm, das den Segelsport als nationales Erbe – der Oman war früher eine bedeutende Seefahrernation – wieder stärkt.

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Segeln für Jugendliche und Frauen wird gefördert © OmanSail

Auch soll mit dem Segelsport das Image des Wüstenlandes weiter aufpoliert und positive Vorbilder für die Jugend geschaffen werden. Seit Beginn der Kampagne sind bereits nach eigenen Angaben tausende junge Omani zum Segelsport geführt worden.

Neben dem Youth Programm gibt es in dem islamisch geprägten Land auch (Segel)-Entwicklungshilfe für Frauen: 2011 startete Oman Sail das Women’s Sailing Programm, für das sich 150 Frauen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren bewarben (SR berichtete). Zusätzlich entstanden mittlerweile einige Segelschulen im Land. Weitere sollen folgen.

Über die Agentur Seaoman wird der Segelsport im Land vermarktet: auf der Internetseite kann man einen Jolleneinsteigerkurs für 172 Euro (2 Tage) buchen und auch Segelyachten chartern. Eine Dragonfly 28 kostet mit Skipper 290 Euro pro Tag, der Luxus-Kat Fountain Pajot 44 satte 6146 Euro pro Woche! Alles inklusive Skipper und Wasser in Flaschen! Auch bietet Seaoman als einzige Charteragentur in der Golfregion ihre Yachten Bareboat an. Deposit dann knapp 4.000 Euro! – aber kein Hinweis auf mögliche Piraten vor der Küste!

2012 machte im Oman die Extreme Sailing Series Station (SegelReporter berichtete). Die nächste große Meisterschaft in Oman ist die Laser Masters WM vom 25. November – 7. Dezember 2013.

Oman im Porträt

Mit 2,6 Millionen Menschen auf 309500 km² Fläche ist Oman eines der am dünnsten besiedelsten Länder der Erde und zugleich eines der trockensten. Im Land gibt es keine Flüsse! Die Omanis haben ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem entwickelt, das mit Hilfe tausender Kanäle, zum Teil überirdisch das Land mit Wasser versorgen. Und das wird auch dringend gebraucht: im Norden steigen die Temperaturen im Sommer oft auf über 45 Grad, im Süden herrscht ein Monsunklima (sommerfeucht, wintertrocken).
Die Hauptstadt heißt Maskat, sie liegt am Golf von Oman im nordöstlichen Teil des Landes. Hier leben nur 25.000 Einwohner. Das Sultanat ist eine absolute Monarchie und besitzt gleichzeitig eine Verfassung. Die vom Sultan ernannten Minister und die zwei nationalen Parlamente haben nur beratende Funktion. Seit 1970 regiert der absolutistische Herrscher Sultan Qaboos Bin Said das Land.

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