Röttgerings Computer Tipp für den Navigations Backup

So bastele ich mir einen Ersatz-Navi-Rechner...

Von Uwe Röttgering

Maxsea Navigationssoftware auf dem Laptop von Weltumsegler Uwe Röttgering.

Die Navigation und die Kommunikation per Satellitenhandy erledige ich bei mir an Bord mit einem Notebook älteren Baujahres. Und weil Redundanz ein wichtiger Punkt ist, habe ich mir bei Ebay für wenig Geld noch ein baugleiches Gerät gekauft.

Nun hat die Installation von Navigations- und Wettersoftware, die Konfiguration der Schnittstellen und des Email-Programms bei mir Unmengen an Zeit gebraucht. Bis alles so funktionierte, wie es sollte, war eine Woche vergangen (in der ich um ca. drei Wochen gealtert bin).

Auch wenn ich jetzt in diesen Fragen einiges schlauer bin, würde ich bestimmt noch einen ganzen Tag brauchen, bis mein Backuprechner so wie das Hauptgerät konfiguriert ist. Zudem müsste ich jede Änderung am Hauptgerät manuell beim Backupnotebook nachvollziehen, damit beide Rechner auf dem gleichen Stand sind und man beim Ausfall eines Gerätes nahtlos weiter arbeiten könnte.

Das Problem bei Navi-PCs ist demnach weniger die Sicherung von Daten, die mittels USB Stick ja schnell gemacht ist. Das Problem ist die Konfiguration des Rechners, die sich mit herkömmlicher Backup-Software nicht sichern und auf einen anderen Rechner übertragen lässt.

Gibt es eine Alternative zur Neuinstallation der Programme auf dem Backup-Rechner? Ja – die Lösung des Problems heißt Festplatte spiegeln. Beim Spiegeln wird eine 1 zu 1 Kopie einer Festplatte erstellt. Dabei wird auch das Betriebssystem nebst allen Einstellungen und der bereits installierten Software kopiert.

Die Festplattenkopie ist auf einem baugleichen Rechner sofort lauffähig (allerdings „merken“ manche Programme, wenn sie auf einem anderen Rechner laufen und verlangen nach der Original CD. Bei mir war dies bei meinem Web-Editior der Fall. Windows XP und MaxSea 12.6 und alle übrigen Programme und Treiber klappten problemlos).

USB Festplattenadapter mit angeschlossener Backup Platte © U. Röttgering

Was ich bislang für eine Angelegenheit von Computerfreaks gehalten habe, ist einfacher als gedacht und auch für Normalsterbliche zu machen. Man braucht dazu nur einen USB-Festplattenadapter, die aus dem Backup-PC ausgebaute Festplatte und ein passendes Kopierprogramm.

Zu beachten ist, dass der USB Festplattenadapter für den entsprechenden Typ Festplatte (z.B.IDE, SATA) geeignet ist. Hier gibt es ein passendes Teil. Als Software habe ich mir für rund 20 Euro das Programm HDClone Basic besorgt.

Dieses Programm kopiert eine Festplatte auch auf eine größere Disk. Wer also eine größere Festplatte in seinem Navi PC braucht, der macht eine 1 zu 1 Kopie von der kleinen internen Platte, auf die größere externe und baut anschließend die größere Platte in den Rechner ein.

So sind Stunden und Tage an Neuinstallationsaufwand und viel Frust gespart. Wer keinen Backuprechner haben will, der kann sich einfach eine (baugleiche) externe Festplatte kaufen, und seine Daten dorthin 1 zu 1 kopieren. Binnen Minuten kann man so sein System wieder herstellen, wenn auf dem Navi-Rechner etwas schief gegangen sein sollte.

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Carsten Kemmling

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5 Kommentare zu „Röttgerings Computer Tipp für den Navigations Backup“

  1. avatar Olli sagt:

    Geht auch ohne Festplattenadapter und hin-und-her schrauben:
    Auf dem einen PC die Platte in ne Sicherungsdatei auf ner Externen kopieren, die externe an den neuen PC packen und von dieser Wiederherstellen. Zum Beispiel mit Acronis

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  2. avatar Marc Bäuml sagt:

    Noch besser: Virtualisieren und das ganze in eine VMware packen. Dann kann man es auf jede beliebige Hardware transferieren.

    Aber ich glaube wie immer gilt, was wenn der Strom ganz weg ist und beide Rechner keinen Saft haben? Dann ist man doch froh noch ein Analog-Navi (=Papierkarte) dabei zu haben.

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  3. avatar Bernd sagt:

    @Marc: Virtualisieren und in VMWare packen? Vieleicht kannst Du mal erklären was das ist und ob die Schnittstelen dann wirklich noch genau auf den zugewiesenen Ports funktionieren.

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  4. avatar O.H. sagt:

    Was auch gehen sollte, wäre das ganze auf einen USB-stick zu packen inkl. Betriebssystem und dann davon booten. ist vielleicht nicht wahnsinnig schnell, sollte aber gehen.
    Ansonsten sind SSDs auf See Festplatten der Wahl auf Gund ihrer robustheit.
    Der Möglichkeiten gibt es viele. Man kann auch von einer externen Festplatte booten, von der man eine Spiegelung vorhält.

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  5. avatar O.H. sagt:

    In der VM sind die Ports immer gleich. Die VM bildet quasi eine Abstaktionsebene zwischen dem BS und der Hardware.

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