Sturm-Video: Fensterputzen nicht nötig – Brecher schlagen auf Saint Malo ein

Nahe am Wasser gebaut

Sturm Ciara alias Sabine war der erste von drei Stürmen, der über den Nordatlantik jagte. Dann kam Victoria, nun rauscht Wiltrud heran. Die Wucht der Wellen zeigt sich in der Bretagne.

Saint-Malo hat es nicht einfach mit seiner exponierten Lage an Frankreichs Nord-West-Küste. Hie klatschen die Wellen ungebremst auf die historischen Hafenanlagen, wenn es aus der keltischen See mal wieder ordentlich Zunder gibt.

Dazu herrscht hier mit bis zu zwölf Metern einer der größten Gezeitenunterschiede Europas. Wenn Wind und Wellen beim Höchststand der Flut auf die Hafenstadt treffen, dann wird es in einigen Häusern schon mal ziemlich feucht. Zumindest lohnt es nicht die Fenster zu putzen.

Das gilt auch noch für die nächsten Tage, denn mit Wiltrud nähert sich der dritte Sturm in den vergangenen Wochen. Wetterwelt-Meterologe Sebastian Wache erklärt die besondere Situation so:

“Aufgrund der kalten Ausbrüche (Artic Outbreaks) über den USA und Kanada gelangt sehr kalte Luft mit den Westwinden auf den sehr warmen Atlantik und lässt dort ein Sturm-/Orkantief nach dem anderen entstehen.
Im Moment gibt es über Nordeuropa kein blockierendes Hoch, so dass alle Tiefs den Weg direkt zu uns finden.
Am Donnerstagabend nimmt der Wind wieder zu und bringt wieder 8er, teils 9er Böen.
Ab Samstag legt das Tief noch einen drauf. Dann sind mit einer Kaltfront Böen von 10 Bft, vereinzelt auch 11 Bft drin. Bis einschließlich Sonntag hält der Sturm dann wieder an.”

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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