Superyacht: 58 Meter Cruiser “Ngoni” von Huisman – 16 Knoten Speed mit Sauna und Gym

"Baut mir ein Biest"

Die Superyachten müssen nicht hässlich sein. Die sagenumwobene 58 Meter lange “Ngoni” hat die Werkhallen der holländischen Luxusyacht-Schmiede Royal Huisman verlassen.

In Zeiten, die Superyacht-Designer zu Linien wie “Sailingyacht A” veranlassen, muss der Segelfan froh sein, wenn er einmal wieder rassige Formen geboten bekommt. Kein Wunder, die Auftragsbeschreibung des Eigners an Konstrukteur Ed Dubois lautete: “Baut mir ein Biest. Es soll eine exzentrische, innovative Waffe werden. Schnell und wild.”

Das “Biest” auf dem Weg zum Wasser. © Huisman

Werft und Designer nennen dieses Schiff ehrlich “ihr Traumprojekt”. Diese Yacht sei von dem Kunden inspiriert worden, der nach dem nächsten neuen “Ding” sucht.  Der Eigner sei ein erfahrener Segler und Hochsee-Regattasegler. Er wolle eine Hochleistungsyacht, die überall hinkommt, außergewöhnlich anders aussieht und trotzdem wunderschön gebaut sowie komfortabel ausgestattet ist.

Flaches, schmales Heck. Aus zwei Rudern ist eines geworden. © Huisman

Vor zwei Jahren im Januar begannen die Arbeiten, und nun hat “das Biest”, das auch der Projektname war, erstmals die Werfthallen verlassen. “Ngoni”heißt die Yacht nun offiziell. Sie ist ein Cruieser soll aber auf maximale seglerische Leistungsfähigkeit gegetrimmt sein. Zu diesem Zweck sind sechs Meter lange Rümpfe durch den berühmten Tank der Wolfson Unit in Southampton geschleppt worden. 

Huisman

Transport über Hollands Kanäle. © Huisman

Designer Dubois sagt, Ziel sei es gewesen, für einen geringen Wasser-Widerstand die benetzte Fläche möglichst klein zu gestalten, aber dennoch eine große Stabilität zu erhalten. So ist das Schiff 9,54 Meter schmal geworden, und der Tiefgang beträgt 8,10 Meter. Er kann aber per Hubkiel aber auf 5,30 Meter verringert werden. Die errechnete Rumpfgeschwindigkeit beträgt 16 Knoten.

Denn der Mast wird 71 Meter hoch in den Himmel ragen und mit einem kraftvollen 853 Quadratmeter Großsegel von North Sails bestückt sein. Das Karbon-Rigging liefern die America’s Cup erfahrenen Kohlefaser-Spezialisten Carbo-Link aus der Schweiz. Allein dadurch wird inzwischen im Vergleich zu einem traditionellen Wanten-Material 70 Prozent Gewicht gespart.

Die Einrichtungen, die den Blick stören, sollen dezent versteckt sein. So gibt es einen verborgenen Kran, eine Tender-Garage, Pool, Kraftraum und Sauna. 

Transport vorbei an grünen Wiesen. © Huisman

Tipp: Oliver Thies

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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3 Kommentare zu „Superyacht: 58 Meter Cruiser “Ngoni” von Huisman – 16 Knoten Speed mit Sauna und Gym“

  1. avatar Ulli Jäger sagt:

    Da segel ich doch gerne nach Birkholm, mit der Gewissheit sowas da nicht zu sehen 😇

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 11

  2. avatar Bernd sagt:

    Wie aktuell sind die Aussagen von Herrn Dubois denn? Der gute Mann ist leider vor genau einem Jahr gestorben. Ein schönes letztes Boot hat er da geschaffen! (Hat CarboLink eigentlich auch den Mast geliefert oder nur die Carbon Wanten?

    http://www.sail-world.com/NZ/Noted-racing-and-superyacht-designer-Ed-Dubois-dies-suddenly/143309?source=google.co.nz

    Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 0

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