Superyacht: Ehemalige „Esimit Europa“ erneut bei Sydney Hobart Race am Start

"Black Jack"

Superyacht, Sydney-Hobart, Esimit europa

Bald rast sie wieder über die Meere – nur unter anderem Namen und auf der anderen Seite der Weltkugel: die frühere “Esimit Europa” und jetzige “Black Jack” © trombetta/rolex

Bewegung in der Superyacht-Regattaszene: Ein weiterer 100-Fuß-Bolide wird dieses Jahr beim Sydney-Hobart-Race teilnehmen und den derzeitigen Platzhirschen die Line Honours streitig machen. 

Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen spektakulären Neubau, sondern eher um eine „alte Bekannte“ – die ehemalige „Esimit Europa“, mit der Skipper Jochen Schümann während der letzten Jahre die Europäische Superyacht-Regattaszene aufmischte. 

Superyacht, Sydney-Hobart, Esimit europa

Unter neuen Farben, nach angeblich nur geringen Modifizierungen, wartet die “Black Jack” auf ihren ersten Einsatz © francolini/black jack

Das erste 100-Fuß-Design aus dem Hause Reichel/Pugh-Design wurde bereits 2003 gezeichnet und zeigte schon kurz nach seinem Stapellauf im Jahre  2005 unter dem Namen „Alfa Romeo“ bei einer ersten Sydney-Hobart-Teilnahme mit Rang Zwei sein Können. Später folgten TransPac-Rekorde und epische Duelle mit dem Reichel/Pugh-Design „Wild Oats“. 

2009 schaffte „Alfa Romeo“ den ersehnten Sieg (Line Honours) beim Sydney Hobart Race gegen „Wild Oats”. Kurz darauf wurde das Schiff nach Europa verkauft, wo es unter dem Namen „Esimit Europa“ für den europäischen Zusammenhalt und eine Verständigung unter den Völkern warb und als einzige Yacht der Welt unter Europäischer Flagge fuhr. Mit Skipper Jochen Schümann gelangen bei den namhaftesten Seeregatten im Mittelmeer und der Ostsee Line-Honours und Kursrekorde.

Superyacht, Sydney-Hobart, Esimit europa

Derzeit wird das Großsegel der “Black Jack 100” bei North Sails hergestellt © north sails

Der Australier Peter Harburg, der bereits auf einem VOR-Racer beim Sydney-Hobart erfolgreich war, hatte zu Beginn dieses Jahres die „Esimit Europa“ erworben und unter dem Namen „Black Jack 100“ nach Australien zurückgeholt. Dort wurde sie „kleineren Korrekturen“ und „Aufhübscharbeiten“ unterzogen, um zunächst beim Sydney Gold Coast Race zu starten. Für die Crew, in der die Creme de la Creme (u.a. AC-Teilnehmer und Olympiasieger Tom Slingsby) an den Schoten zieht, dürfte dies eine Art Eingewöhnungsregatta werden. Denn richtig zur Sache geht es dann wohl erstmals bei der Hamilton Island Race Week, wo „Black Jack 100“ wieder auf Erzgegner „Wild Oats“ treffen soll. Der ganz große Showdown wird schließlich Ende des Jahres beim Sydney Hobart Race erwartet. 

„Black Jack“, vormals „Esimit Europa“

Länge: 30 Meter

Breite: 5,3 Meter

Tiefgang: 5,2 Meter 

Crew: bei Regatten 18 Personen

Segelfläche vor dem Wind: 820 qm

Spitzengeschwindigkeiten: ca. 38 Knoten

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