Superyachten: Faszination J Class – Videos vom Traumevent in St. Barth

Atemberaubend

Nach drei Tagen in der Karibik ist die neue Hackordnung bei der J-Class-Rekordflotte erkennbar. Die bewegten Bilder der 140-Tonner sind ein Genuss.

Der erste Showdown der ereignisreichen  2017-Saison für die permanent wachsende J-Class Flotte ist beendet. Bei der St. Barth Bucket Regatta in der Karibik hat Ken Read am Steuer der “Hanuman” das Kunststück fertig gebracht, einen eigentlich aussichtslosen Rückstand noch in einen Sieg umzuwandeln.

Auf dem Sprung. © studio borlenghi

Punktgleich siegte “Hanuman” vor “Velsheda”. “Unser Start war alles andere als gut”, sagt Velsheda Navigator Campbell Field. “Hanuman hat wie erwartet ein wenig mit uns gematcht, dabei mussten wir einfach nur nahe bei ihnen bleiben.”  Schließlich konnte “Hanuman” nur gewinnen, wenn noch zwei Boote zwischen den beiden Kontrahenten liegen würden. Nach der Attacke beim Start passierte aber genau das. “Hanuman” gewann, und “Velsheda” segelte mit Rang vier ihren schlechtesten Platz.

Ergebnisse J-Class St. Barth.

Dabei ist es wahrlich bemerkenswert, dass die Profis schon in der Lage sind, die J-Class-Monster so zu manövrieren, dass sie Duell-Situationen kreieren. Schon im vorletzten Rennen wurde “Velsheda” mit einer Strafe belegt, als sie auf dem Vorwind-Kurs der Hanuman zu nahe kam.

Die Flotte eng beisammen beim Vorwind-Start. © breed

Dass diese engen Manöver längst nicht selbstverständlich sind, zeigen die Probleme der Konkurrenz. So hatte die siegverwöhnte “Lionheart” mit großen technischen Problemen zu kämpfen. Taktiker Bouwe Bekking beschreibt den kritischen Moment, als der Mastbeschlag für den Spinnakerbaum brach. “Der Baum durchstieß schließlich das Großsegel. Wir benutzten einen Ersatzbeschlag, aber auch der brach. Es ist offenbar das falsche Material.”

Die deutsche “Topaz”, der besonders bei leichtem Wind von hinten Vorteile nachgesagt werden  – wegen des großen Volumens im Vorschiff, langer Wasserlinie und kurzem Kiel – zeigt die Schwierigkeiten, das Potenzial dieser riesigen Yachten auszuschöpfen. Mehr als Platz fünf war noch nicht drin.

© studio borlenghi

Steuermann Peter Holmberg sagt: “Das Boot läuft gut und hat viel Potenzial.” Aber das J2 Vorsegel habe für die Bedingungen zu viel Druck aufgebaut, und die Schwierigkeiten seien größer als bei der Konkurrenz gewesen. In Bermuda seien die Kurse noch kleiner und begrenzter. Da werde der Speed noch mehr ausmachen. Es gebe noch viele Verbesserungsmöglichkeiten.

Maximaler Druck in der Karibik-Welle. © studio borlenghi

Vorschiffsmännlein in der Startphase. © studio borlenghi

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5 Kommentare zu „Superyachten: Faszination J Class – Videos vom Traumevent in St. Barth“

  1. avatar Rainer sagt:

    warum macht BreedMedia in ihren Filmen jede schöne Segelszene durch Schnitt kaputt? Eine Zumutung. Da sind die Fotos deutlich besser.

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    • avatar oh nass is sagt:

      Der Schnitt ist das eine Problem. Das andere sieht man leider auch recht häufig: Ein schnell segelndes Boot wird in Zeitlupe gezeigt. Wenn so ein Dampfer auf Geschwindigkeit kommt, dann möchte ich das auch 1:1 sehen. Und keine Zeitlupenstudie.

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  2. avatar Manfred sagt:

    Grausige Schnitte! Wann lernen die Medienleute, bitte schön, das segeln ein Sport ist, wo man lange draufhalten muss, wo die Entwicklung im Feld oder bei Tonnenmanövern einfach dauert und der Betrachter das auch sehen möchte. Auch der Laie.

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  3. avatar Tom sagt:

    jungestümperschneidenJ`s

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