Unfall: Eine Segelyacht kollidiert vor Toulon mit dem Flugzeugträger “Charles-de-Gaulle”

Flaggschiff übersehen

Am Freitagmorgen ist gegen 7.30 Uhr eine 10-Meter-Segelyacht mit dem Flugzeugträger “Charles-de-Gaulle” kollidiert. Das Unglück geschah etwa 40 Seemeilen vor Toulon, südöstlich von Hyères. Dabei ist der Mast gebrochen. Der polnische Einhandskipper blieb unverletzt und erlitt aber einen Schock.

Die polnische Yacht nach dem Zusammenstoß mit dem Flugzeugräger. © Premarmed

Nach Angaben der Préfecture Maritime de Méditerranée (Premarmed) befand sich das Flaggschiff der französischen Flotte auf einer Übungsfahrt vor Toulon. Die Crew habe die Segelyacht zu spät bemerkt. Zum Zeitpunkt des Vorfalls soll etwa 25 Knoten Wind geherrscht haben.

“Trotz eines Ausweichmanövers der “Charles de Gaulle’ hat der Skipper der Segelyacht keine Reaktion gezeigt und es ist zur Kollision gekommen”, so heißt es in einer Mitteilung der Préfecture Maritime.

Der 261, 5 Meter lange französische “Charles de Gaulle”, der seit 20 Jahren in französischen Diensten steht. © wiki

Daraufhin schickte die Schiffsführung des 261 Meter langen Trägers, auf dem 1750 Menschen ihren Dienst verrichten, ein Hilfsteam zum Havaristen und stellte Funkkontakt mit dem Skipper her.

Die Yacht nach dem Mastbruch. © Premarmed

Das beschädigte Boot wurde schließlich Freitagabend von einem Hilfsschiff der französischen Marine gut sieben Stunden lang in den Hafen von Hyères geschleppt. Die Umstände, die zu dem Unfall führten, sind nicht bekannt. Es wurde eine technische Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände dieses ungewöhnlichen Zusammenstoßes zu klären.

Der Havarist im Schlepp auf dem Weg nach Hyères. © Premarmed

Ein Tag zuvor war die “Charles de Gaulle” am 11. November bei schwierigen Wetterbedingungen mit bis zu 30 Knoten Wind einer Segelyacht vor Toulon zu Hilfe gekommen, dessen Besatzungsmitglied  über Bord gegangen war.

Ein Dauphin-Hubschrauber der an Bord des Flugzeugträgers stationiert ist, hatte den Schiffbrüchigen aus dem Wasser geborgen und in das Krankenhaus Sainte-Anne in Toulon gebracht.

Tipp: André Mayer

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