Unfall: Wenn eine Superyacht außer Kontrolle gerät

Segelyacht abgeräumt

Im süditalienischen Hafen von Santa Maria Di Leuca ist es zu einer folgenschweren Kollision gekommen. Eine 48 Meter langes Motorboot hat eine an der Pier vertäute Segelyacht abgeräumt.

Was für ein Horror. Der Bug der Superyacht “Blue Magic” hält auf die Segelyacht zu. Geradezu in Zeitlupe schiebt er sich immer weiter vor. Möglicherweise will der Skipper in der Marina bei Lecce wenden. Er sollte jetzt langsam den Rückwärtsgang einlegen. Das Stoppmanöver kommt nicht.

Es knirscht und knackt, als die Bugspitze in die Riggs kracht. Offenbar knicken gleich zwei Masten ab. Dann knallt der Steven der 466 Tonnen verdrängenden Yacht in den Segler. Gott sei Dank ist niemand an Bord.

Die Segelyacht wird zerstört. Ein Crewmitglied der “Blue Magic” wirft noch die Reste des Riggs über Bord, dann gelingt es offenbar, den Motor zu stoppen.

Die genauen Gründe für den Unfall sind noch nicht bekannt.  Es wird allerdings vermutet, dass auf der Superyacht die Elektronik ausgefallen ist.

Jacuzzi auf dem Oberdeck der “Blue Magic”

Das Schiff ist 1998 von der niederländischen Heesen Werft gebaut und 2017 aufwändig refittet worden. Es kann für 160.000 Euro pro Woche gechartert werden. Neun Crewmitglieder sind an Bord, darunter ein professioneller Masseur. Bis zu zehn Gäste können beherbergt werden. Der Clou ist das Jacuzzi auf dem Oberdeck.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

3 Kommentare zu „Unfall: Wenn eine Superyacht außer Kontrolle gerät“

  1. avatar herr zettpunkt sagt:

    Nett wie der Deckshand den Mast von seinem Bug runter schubst. Was soll der Schrott hier, macht doch nur Kratzer.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

  2. avatar a sailor sagt:

    Das Boot das es da erwischt hat war eh vorher schon Kernschrott, wir lagen vor 3 Wochen genau an der Kaimauer wo jetzt die Kamera war. Dort werden nur die Bootsleichen OHNE Fender angebunden…
    Ab und zu geht auch mal eines auf Tiefe.

    Der Seelenverkäufer im Vordergrund hatte nicht mal mehr Fenster und innen sah es auch wie auf der Müllhalde.

    Daher werden sich die Ansprüche an den Mobokapitain wohl auf 0 reduzieren.
    Allerdings ist es auch schon sportlich da zu wenden….

    Na ja ist dann wohl wieder Sommerlochzeit…

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    • avatar Wasserfahrer sagt:

      die Yacht im Vordergrund macht doch einen recht passablen und nicht so alten Eindruck .. :/

      Schade um die Boote .

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