Ungemütliche Hafen-Ausfahrt: Die berüchtigte Passage von Port de Capbreton-Hossegor

Haarsträubende Bocksprünge

Ein Best Off-Video zeigt die härtesten Ausfahrten beim Verlassen des Hafens Capbreton-Hossegor. Die Yachten werden herumgeschleudert, aber die Skipper halten Kurs mit einer speziellen Technik.

Wer mit seiner Yacht im Hafen von Hossegor an der französischen Atlantikküste landet, wird wissen, was ihn erwartet. Denn das kleine Städtchen 20 Kolometer nördlich von Biarritz ist das Surf-Mekka in Frankreich. An keinem anderen Ort im Land gibt es so viele gute Surfspots auf einem Fleck.

Sandbänke ziehen sich kilometerweit den Strand von Hossegor entlang und sorgen zu fast jeder Uhrzeit für gute Bedingungen für Surfer. Bei den richtigen Wetterbedingungen im Herbst türmen sich die Wellen bis zu fünf Meter hoch. Da der Strand vor Hossegor steil abfällt, brechen die Wellen besonders hohl.

Was für Surfer gut sein mag, passt aber nicht unbedingt auch für Segler. Der Hafen ist berüchtigt, weil vor der Ausfahrt eben oft eine starke Brandung steht. Für erfahrene Skipper vor Ort ist das aber kein Hindernis. Das Video zeigt, wie sie sich ihren Weg aufs offene Meer bahnen.

Dabei vollziehen ihre Yachten teilweise haarsträubende Bocksprünge. Sie erwarten die Schläge aber mit Geduld. Dabei hat es sich offenbar durchgesetzt, bei entsprechender Windstärke und -richtung unter Maschine das Großsegel zu setzen. Dadurch erhält das Schiff eine größere Stabilität. Aber Teller und Gläser in den Schränken sollten ordentlich abgepolstert sein.

 

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

3 Kommentare zu „Ungemütliche Hafen-Ausfahrt: Die berüchtigte Passage von Port de Capbreton-Hossegor“

  1. avatar herr zettpunkt sagt:

    Ist doch klar: Mehr Speed durch höhere Geschwindigkeit.

    Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

  2. avatar Calvin sagt:

    Die Ausfahrt! sieht gefährlicher aus, als sie ist. Und das Geschirr sollte auf einem Segelboot ohnehin gut verstaut sein. Die einzige Gefahr ist ein Ausfallen der Maschine. Um dann noch Fahrt zu machen und steuerfähig zu sein, setzt man das Großsegel. Außerdem kann das Großsegel als Stützsegel wirken und so die Bewegungen reduzieren.

    Wie gesagt, eine Ausfahrt ist hier unproblematisch, insbesondere weil man sich vorher andere Yachten bei der Ausfahrt anschauen kann und absehen kann, was einen erwartet.

    Aber bitte nicht auf die Idee kommen den Hafen bei diesem Wetter anzulaufen, wenn man nicht über erstklassige Revierkenntnisse verfügt, da man von der Seeseite eben nicht abschätzen kann, wie sich die Brandung verhält!

    Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *