USA: Schmutziger Trennungsstreit um eine Beneteau Oceanis 35

Versteckt

In New York macht der verworrene Rosenkrieg eines Seglerpaares Schlagzeilen. Gegenstand ist unter anderem die gemeinsame Yacht, die die Frau nach der Trennung gestohlen haben soll.

Die „Islander“ von Michael Fortinberry und Jessica Gates © Sailing Islander NYC

Im August hatte der langjährige Segler Michael Fortinberry seine Ex-Partnerin Jessica Gates verklagt und behauptet, dass sie nach ihrer Trennung im Januar mit der gemeinsamen Beneteau Oceanis 35 verschwunden sei. Ohne sein Wissen hätte Gates das Boot an einen unbekannten Ort verlegt, diesen nicht verraten und damit „den wichtigsten Vermögenswert“ des gemeinsamen Unternehmens „Sailing Islander“ gestohlen, so der Vorwurf. Zudem sei er von ihr aus der besagten Firma ausgeschlossen worden, ohne den ihm zustehenden Anteil zu erhalten.

Gekauft hatten die beiden die „Islander“ im Dezember 2019 für 155.500 Dollar (rund 136.000 Euro), um mit ihr Segeltörns rund um New York anzubieten. Eine zweistündige Abend-Tour war für umgerechnet knapp 570 Euro zu haben. Nach Angaben der New York Post wurden die Kosten zur Anschaffung der Yacht damals gerecht geteilt. Gleichzeitig soll Gates im Sommer gegenüber der Boulevardzeitung allerdings gesagt haben: „Ich habe ein Boot und es läuft auf meinen Namen. Es gehört mir, und ich habe es bezahlt.“

Das Paar bot auf seiner Yacht unter anderem Skyline-Touren an © Sailing Islander NYC

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass nun auch Gates Klage gegen Fortinberry eingereicht hat. Laut Gerichtspapieren wirft sie ihrem Ex in dem immer absurder werdenden Streit etwa vor, sie bestohlen, ihr Schulden hinterlassen und Bootsausrüstung für ein neu gegründetes Konkurrenzunternehmen mit der gemeinsamen Kreditkarte bezahlt zu haben.

Während Fortinberry der Meinung ist, das Segelunternehmen unter anderem mit seiner Erfahrung und weiteren Investitionen zum Erfolg geführt zu haben, ist seine Ex-Freundin außerdem überzeugt, von ihm zur finanziellen Unterstützung und zur Anhäufung von Vermögenswerten benutzt worden zu sein. Dieses Verhalten habe er schon in früheren Beziehungen an den Tag gelegt und sei deswegen auch bereits in Rechtsstreitigkeiten verwickelt gewesen.

Gates und ihre Firma Nicely Making Way LLC fordern laut US-Medien jetzt unter anderem 500.000 Dollar Schadenersatz, Fortinberry wiederum will 480.000 Dollar. Die Beneteau Oceanis 35 scheint derweil weiter „verschwunden“.  

2 Kommentare zu „USA: Schmutziger Trennungsstreit um eine Beneteau Oceanis 35“

  1. avatar christian1968 sagt:

    Übrigens ist in China gerade ein Sack Reis umgefallen…

    11

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

zwanzig − siebzehn =