Verbrechen: Anklage nach Katamaran-Notruf – Hat Skipper seine Frau auf dem Gewissen?

Sollte Untergang Straftat verschleiern?

Der Skipper eines 37-Fuß-Katamarans soll seine Frau auf dem Meer ermordet haben. Dann versuchte er, das Schiff zu versenken und ließ sich retten.

Der gesunkene Katamaran, auf dem das Verbrechen erfolgte. © US coastguard

Der gebürtige Australier Lewis Bennet (41) ist angeklagt, seine amerikanische Frau auf einem Katamaran 70 Meilen vor der Küste von Florida getötet zu haben. Laut Staatsanwalt hat der inzwischen in Miami inhaftierte Skipper den leblosen Körper über Bord geworfen, dann eine Treibgut-Kollision mit folgendem Wassereinbruch gemeldet.  und  lassen.

Bennett ließ sich schließlich von der Küstenwache aus einer Rettungsinsel bergen  als der 37-Fuß Katamaran “Surf Into Summer” sank. Später gab er an, unter Deck geschlafen zu haben, als die Kollision erfolgte und das Schiff durchkenterte. Der Kat habe unter Autopilot gesegelt. Seine Frau war danach verschwunden. Sie hätte aber eine Rettungsweste getragen, als er sie das letzte Mal sah.

Aber schnell waren Zweifel an seiner Version des Vorfalls laut geworden. Untersuchungen des FBI ergaben schließlich, dass die Rümpfe durch zwei von innen zugefügten Lecks Wasser aufnahmen aber das Sinken durch das Öffnen von Notausstiegsluken erfolgt war.

Gestohlene Münzen gefunden

Der Immobilienmakler war mit seiner Frau drei Monate nach der Heirat auf Hochzeitsreise und befand sich auf dem Weg von St. Maarten in der Karibik über Puerto Rico und Kuba nachhause. Offenbar hatte er zuvor auf einer Yacht Gold- und Silbermünzen im Wert von 100.000 US Dollar gestohlen hatte. Das Diebesgut war auf dem Schiff sichergestellt worden und für diese Tat ist Bennett zu sieben Monaten Haft verurteilt worden. Nun folgt der Mordprozess.
 
Bennett machte sich verdächtig, weil er etwas schnell darauf drängte, einen Totenschein für seine Frau ausgestellt zu bekommen, die nach seinen Angaben von Bord gefallen war. Es habe immer noch Hoffnung gegeben, seine Frau lebend zu finden. Ihre Angehörigen hatten sogar eine Facebook-Seite (“FindIsabella“) aufgesetzt und wollten nicht, dass die Suche abgebrochen wird.

Die Ermittler werfen dem Skipper vor, er habe so schnell wie möglich Zugriff auf das  Haus seiner Frau in Florida so wie auf die Bankkonten haben wollen. Das sei auch das Motiv für den Mord gewesen. Der Untergang mit dem Katamaran habe diese Absicht verschleiern sollen.
 
 
 

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Verbrechen: Anklage nach Katamaran-Notruf – Hat Skipper seine Frau auf dem Gewissen?“

  1. avatar Backe sagt:

    Schade dass es die ZDF-Küstenwache nicht mehr gibt. Da hätte ich das sofort als Drehbuch unterbekommen.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

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