Video Fundstück: 14-Footer per Vollkontakt

Von Bord gezerrt

Das Video Fundstück von einer 14-Footer Regatta zeigt eine klassische Ausweichsituation nach der Luvtonnenrundung. Vorwind-Boot und Amwind-Fahrer kommen sich ins Gehege. Der eine Steuermann baumelt plötzlich in der Luft.

Zwei Regeln spielen eine Rolle. Natürlich der Klassiker Regel 10 Backbord vor Steuerbord. Der 14 auf der Kreuz ist demnach ausweichpflichtig. Aber in dieser Situation kann man auch noch über die Existenz der Regel 15 sprechen. Wenn ein Boot Wegerecht erlangt, muss es dem anderen Raum zum Freihalten geben. Hat der 14 Footer also lange genug Kurs gehalten? Hat das Amwind-Boot keine Anstalten einer Reaktion gemacht?

Dann gibt es auch noch die 16.1. Wenn das Wegerecht-Boot seinen Kurs ändert muss es dem Gegner ebenfalls die Möglichkeit zum Auweichen geben. Kommen diese Regeln bei diesem Fall in Betracht? Die freundlichen SR-Leser Regelfüchse sind gefragt.

Tipp: Tobias Breithaupt

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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18 Kommentare zu „Video Fundstück: 14-Footer per Vollkontakt“

  1. avatar T.K. sagt:

    Der vermeintlich ausweichpflichtige Amwindsegler hatte gar keine Chance auszuweichen! Der Andere ist beim Aufziehen des Gennakers langsam immer weiter abgefallen. Klare Sache: Fehler beim Boot mit Gennakker, da nützt auch der Backbordbug nix!!

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    • avatar R18 sagt:

      Mummfitz

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      • avatar T.K. sagt:

        Na dann erklär doch mal Deine Sicht der Dinge! Ich lasse mich gerne belehren, aber nur dumpfbackenmäßig Mummfitz zu schreiben bringt die Sache nicht weiter.

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        • avatar R18 sagt:

          Man kann schlichtweg nicht erkennen, wie stark des luvwärtige Skiff beim Setzen des Gennakers abfällt, welchen Kurs das Amwindskiff hat. Oder warst Du dabei und hast mehr Informationen (Zitat: “klare Sache”)?

          Solche Klugscheißer mag ich auf der Regattabahn: Zu Allem und jeden sofort eine Meinung, aber von nichts ne Ahnung 😉

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          • avatar T.K. sagt:

            tztz

            Welches Mummfitzkraut hats Du denn geraucht?
            Ein wenig Baldrian täte Dir gut!

            Zu Deiner Info:
            1. Wurde hier um dieses Thema eine Diskussion angeregt und daran habe ich mich mit meiner eigenen Meinung beteiligt. Das ist kein Klugscheissen. Das kannst Du besser!.
            2. Wir befinden uns hier nicht auf der Regattabahn sondern vor dem Bildschirm.
            3. kann man sehrwohl auf dem Film erkennen, dass der Gennakkersegler bis kurz vor den Bug des Amwindseglers abfällt. Wie soll der dann noch reagieren?
            4. Du schreibst schlicht: Mummfitz!;-)

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  2. avatar rolf albert sagt:

    also… am meisten beeindruckt der kanadier, der da hintenraus aus dem nirvana der linken kreuzeite förmlich mit weit offenen schoten richtung luvfass fliegt… schätze, der wäre bei nicht-verpeilen-der-layline bzw. krassem überstehen derselben ganz weit vorne gewesen.
    ansonsten : blöd gelaufen für beide. regeln hin oder her, bißchen besser die äuglein auf beim gennacker setzen bzw. auf den letzten metern der kreuz nicht schon gedanklich die tonne runden…und alles wäre gut.
    Aber : am bildschirm sehr, sehr schön mit nem schmunzeln anzuschauen. eswerfe der den ersten stein, der nicht ähnliches schon erlebt hat.

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    • avatar Breithaupt sagt:

      Bei welcher minute ist dass mit den kanadiern? ich kanns nicht entdecken.

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      • avatar rolf albert sagt:

        mit verlaub…du könntest grad einer der beiden bremser…ähm, steuermänner sein… ein bißchen blind…;-)
        mach halt die augen auf. irgendwo bei 3/4 des filmchens…

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  3. avatar Breithaupt sagt:

    seh ich richtig dass das boot mit dem blauen spi ein T-foil am ruder hat? (bei 00:32) wurde das bei dem kleinen wellengang, einen nicht langsammer machen? oder darf man das nicht ab machen?

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    • avatar chenninge sagt:

      Die heutigen 14 Footer sind auf das T-Foil optimiert und haben weniger Auftrieb im Heck. Upwind wie Downwind wirds dann auf Auftrieb gestellt, um die das Heck hochzudrücken und gleichzeitig die Heckwelle zu planieren. Erst bei mehr Wind stellt man Downwind um. Dran ists aber immer.
      Das nur als grober Überblick, je nach Team gibt´s da auch differenziertere Trimmmuster:)

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    • avatar Sven sagt:

      Klar darf man es abmachen. allerdings darfst Du nur ein Ruder pro Regatta vermessen. Tatsächlich hat man mit T-Fopil auch bei leichterem Wind upwind noch Vorteile. Wir fahren immer mit T-foil. Da sich der Anstellwinkel verstellen läßt, kann man ja bei sehr wenig Wind den Widerstand reduzieren.

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  4. avatar x-claim sagt:

    Um was geht es hier eigentlich? Da segeln Leute mit Booten, denen sie offensichtlich nicht gewachsen sind. Schaut Euch um, die Welt ist voll davon.

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    • avatar Sven sagt:

      Du kennst diese Boote wohl nicht, oder? Da gibts einen Wegerechtsvorfall, wie es ihn auf fast jeder Regatta gibt. Diesmal mit Berührung der Boote / Mannschaft (Die Gennackerbergeleine des blauen Spis verhakt sich am Steuermann des anderen Bootes und hebt diesen aus dem Boot).
      Diese boote kentern nur halt leicht. Lassen sich aber ebenso schnell wieder aufrichten.

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      • avatar x-claim sagt:

        Ich weis nicht was das damit zu tun hat, aber ich kenne die Boote eigentlich ganz gut – und sie sind nicht leicht zu segeln. Die Handhabung ihres Bootes nimmt die Segler offenbar sosehr in Anspruch, das sie den Blick für das drumherum verlieren – damit sind sie Überfordert. Passiert überall – sieh dich um – es passiert überall.

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  5. avatar Fix oder Nix sagt:

    Also mal zurück zum Topic 😉

    als erstes mal gelten hier 3 Regeln..

    Regel 10 : ( Bei Booten mit Wind von entgegengesetzter Seite muss sich ein Boot mit Wind von Backbord von einem Boot mit Wind von Steuerbord freihalten.)

    Regel 16.1 : ( Ändert ein Boot mit Wegerecht den Kurs, muss es dem anderen Boot Raum zum Freihalten geben.)

    Regel 24.2 ( Außer wenn es seinen richtigen Kurs segelt, darf ein Boot ein anderes Boot nicht behindern, das eine Strafe ausführt oder sich auf einem anderen Bahnschenkel befindet. )

    Dieses Video ist zwar spannend an zusehen, aber nicht wirklich geeignet um danach zu urteilen…. Da man nicht sehen kann, ob das auf Steuerbord sich der Luvmarke annähernde Boot höher als seinen richtigen Kurs segelt, und somit sich nach Regel 10 und Regel 24.2 freihält…..

    Ebenfalls lässt sich daraus auch nicht erkennen ob das Backbord segelndes Boot nach seinem Abfallen dem auf Steuerbord segelnden Boot Raum zum frei halten lässt ( Regel 16.1)

    Wenn also das Steuerbord segelnde Boot nicht ausreichend Zeugen und eine gute Erklärung bei der Protestverhandlung abgeben kann, gehe ich davon aus das die Jury es sich einfach macht, und das Steuerbord annähernde Boot Disqualifiziert.

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  6. avatar 606 sagt:

    Viel erkennen kann man nicht, aber man kann die Zeit abschätzen von der Tonnenrundung zur Kollision. Man erkennt, dass das führende Boot des Nachfolgende nur gerade eben achtern erwischt hat.
    Üblicherweise fällt man nach passieren der Luvtonne ab.
    Wäre (ganz anders) das nachfolgende Boot in das führende Boot hineingefahren, dann könnte man an Regel 10 denken und wielange das führende Boot wohl Kurs gehalten hat (3 sec oder 5 sec???) und ob damit 16.1. greifen würde oder nicht.
    In diesem Fall aber muß das führende Boot Regel 16.1. verletzt haben. Wie sonst hätte denn das nachfolgende Boot ausweichen sollen?

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    • avatar Fix oder Nix sagt:

      [quote]In diesem Fall aber muß das führende Boot Regel 16.1. verletzt haben.[/quote]

      per definition FREIHALTEN: ( Ein Boot hält sich von einem Wegerechtboot frei,
      (a) wenn das Wegerechtboot seinen Kurs segeln kann, ohne Ausweichmaßnahmen ergreifen zu müssen und )

      bleibe ich dabei, das, das sich der Tonne mit Steuerbord Bord annähernde Boote Regel 10 verletzt hat.

      Spannend wäre mal zu erfahren wie die Jury des 14 Footer Events entschieden hat, da müsste es doch eigentlich eine Eventseite mit “Noticeboard” geben 😉 ? oder liebe Redaktion ?

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