Video: Solar-Innovation aus Kiel

Sonnen-Segel

Der NDR war bei dem Kieler Solar-Startup FLINsail zu Besuch und hat sich ein System zeigen lassen, das die Anbringung von Solarzellen an Bord völlig neu denkt.

 

Die einzelnen Solarmodule sind durch Leinen miteinander verbunden und lassen sich so im Winkel zur Sonne ausrichten. Screenshot: NDR

Solarpanele an Bord sind nichts Neues und finden sich heute auf vielen Booten. Werden sie allerdings am Mast gesetzt wie ein Segel, erzeugt es wiederum Aufmerksamkeit. So geschah es dem Kieler Elektrotechnik-Studenten Lasse Hochfeldt, als er im Jahr 2019 den Prototypen seines FLINsail genannten Produkts auf der Hamburg Boat Show vorstellte. Das FLINsail besteht aus mehreren übereinander angebrachten Solarpanelen, die in der Mastnut mit dem Großfall hochgezogen werden, und sich durch ein Leinensystem im Winkel zur Sonne verstellen lassen. Mit Hilfe dieser „gestapelten“ Solarpanele sollte sich die Reichweite beim Motoren mit einem Elektromotor bei Flaute steigern lassen. Im Laufe der Entwicklung stellte sich heraus, dass das System auch für Fahrtensegler interessant ist, die einfach nur ihre Bordbatterien für die verschiedenen Verbraucher an Bord wie Kühlschrank, Beleuchtung oder Autopilot laden möchten. Die Kosten für das FLINsail liegen bei circa 1500 Euro für die kleinste Lösung, bestehend aus zwei Modulen. Mittels eines Konfigurators auf der Website des Startups lassen sich je nach Stromverbrauch und Größe des Bootes individuelle Angebote errechnen. Seit September 2020 wird das Startup mit dem Gründerstipendium EXIST des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert, was Hochfeldt und seinem Team die Möglichkeit gibt, sich auf die Weiterentwicklung des FLINsails zu konzentrieren. 

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