Video-Tipp: Andrew McAuley vermisst auf hoher See – Im Kajak nach Neuseeland

Beklemmend

Eine Stunde lang Emotionen. Die dramatische Geschichte des australischen Abenteurers Andrew McAuley, der 2007 mit seinem Kajak unterging, ist von Arte gesendet worden. Sie beschreibt einen Menschen, der den unbändigen Drang zum Abenteuer in sich verspürt.

Andrew McAuley

Der Paddler Andrew McAuley eingecremt zum Schutz gegen die Sonne. Es ist eines seiner letzten Bilder.

“Do you copy? this is kayak one. do you copy, over?
I’ve got an emergency situation
I’m in a kayak about 30 kilometres from Milford Sound.
I need a rescue.
My kayak’s sinking.
Fell off into the sea.
And I’m going down.”

“Ich gehe unter.” Das waren die letzten Worte von Andrew McAuley, die seine Frau und sein Sohn von ihm hörten. Der Australier verlor sein Leben als er versuchte mit dem Kajak die 864 Meilen lange Seepassage von Tasmanien nach Neuseeland zu bewältigen.
Sein Kanu wurde knapp 40 Meilen vor dem Ziel ohne den Paddler gefunden.

Zuvor hatte er allen Widerständen zum Trotz diese Herausforderung gesucht. Und der Betrachter wundert sich, was so einen Mann antreibt. Heulend legt er ab in dem Bewusstsein, dass er Frau und Kind vielleicht nie wiedersieht.

McAuley dreht nach dem ersten Versuch ab, weil er es nicht schafft. Vor dem zweiten Versuch beschlagnahmt die Polizei sein Gefährt. Aber der Abenteurer will unbedingt wieder los. Auch weil zwei Paddler ebenfalls versuchen wollen, erstmals Neuseeland zu erreichen. Die Konkurrenz setzt ihn unter Druck. Schließlich steuert er in einen brutalen Sturm. Er übersteht ihn und schafft es trotzdem nicht. Eine beklemmende, bewegende Geschichte.

Tipp: Uwe Röttgering

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16 Kommentare zu „Video-Tipp: Andrew McAuley vermisst auf hoher See – Im Kajak nach Neuseeland“

  1. Danke für den Tip – Bedrückend, bewundernswert, nachdenklich machend, …

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    • avatar Kauni sagt:

      was ist da bewundernswert????
      Ich hoffe nur er hatte eine gute Risiko Lebensversicherung, so dass wenigstens seine Kinder nicht unter der Dummheit / Ego des Vaters leiden müssen.

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  2. avatar gurkenwasser sagt:

    Das ist eine Sorte Mensch, die mich sehr wütend macht!

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    • avatar Piet sagt:

      Ich glaube ich weis was du meinst.
      Und das war dann auch sicher der grund warum er heulen musste, als er es selbst bemerkt hatte.

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  3. avatar Christian1968 sagt:

    Vielleicht ist es spießig, aber auch mich machen solche Menschen wütend. Wenn man so drauf ist, sollte man keine Kinder in die Welt setzen, die dann im Kleinkindalter ohne Papa da stehen.

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  4. avatar gurkenwasser sagt:

    @Piet, Christian1968

    Genauso hab ich es gemeint.

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  5. avatar dubblebubble sagt:

    Man könnte sich auch vornehmen auf der Luftmatratze zum Südpol zu kommen. Wenns klappt, hat man einen Rekord aufgestellt für den es keine Anerkennung gibt und wenn nicht, ist man tot. Total bescheuert und leider auch tragisch für ihn und seine Angehörigen.

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  6. Ich habe den Beitrag gestern Abend gelesen und habe seitdem eine richtige Trauerstimmung in mir. Ja, irgendwie bin auch ich verständnislos, wütend und all`das Zeug, aber es fällt mir schwer ihn dafür zu verurteilen. Ein bißchen kann ich verstehen, wie er getickt hat. Eine ganz bestimmte Frage stelle ich mir schon den ganzen Tag. Er hat geahnt, dass er draufgeht, sein Leid beim Start zeigt das deutlich. Prozentual lag die Chance sicher bei mehr als 70 Prozent. Warum nur hat er diese Schwelle übertreten???
    Ich bin fassungslos und wirklich in Trauer um diese Familie.
    Ich wünsche der Frau und dem Kind, dass sie ihr Lachen so schnell wie es geht wiederfinden.
    Man, es ist lange her, dass mich etwas so berührt hat.

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    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      ja, das habe ich mich auch gefragt. es war so hart, ihm zuzusehen, wie er sich offenbar extrem quält bei der abfahrt. es treibt ihn irgendetwas brutal an. er muss einfach los. ich finds auch ziemlich unheimlich. aber so sind abenteurer wohl gestrickt.

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      • avatar Kauni sagt:

        Ja der arme – es standen auch 100 Mann mit Gewehren hinter ihm und haben ihn gezwungen. Das war schlicht und einfach eine totaler Egotrip – nicht mehr und auch nicht weniger.

        Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 8 Daumen runter 5

    • avatar jaja sagt:

      Gerade gesehen, dass im April Dein Buch rauskommt! Freue mich!

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    • avatar Kauni sagt:

      Mich hat das genau so wenig berührt wie auch der Sprung von Baumgartner. Wenn diese Typen meinen sie müssen sowas machen – gerne wenn es sie irgendwie befriedigt – nur bitte nicht erwarten dass jetzt die ganze Welt losheult. Mir tut nur die Frau und das Kind leid – aber zumindest die Frau wusste ja worauf sie sich einlässt.

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  7. Es ist immer schwierig, Neuland zu betreten, Grenzen zu überschreiten oder zu verschieben und sicher ist zu Beginn einer solchen Unternehmung auch die Ausrüstung meist nicht genügend und die Mehrheit der Zeitgenossen findet das Unternehmen als total verantwortungslos etc.

    Aber … irgendwann war vieles, was heute “normal” ist, eine Grenzüberschreitung (fliegen, Schifffahrt, Berg- und Brückenbau, Solosegeln, Klettern, …) Nicht alles davon ist notwendig oder “sinnvoll” oder … ” das Risiko wert” aber … diese Menschen haben ihren Traum gelebt, was uns “Normalsterblichen” (im wahrsten Sinne des Wortes) manchmal/oft eben nicht gelingt …

    Für mich ist das Unternehmen auch nicht wirklich schlüssig – aber ich steige auch nicht im Speedstyle und ohne Flaschensauerstoff ( Komforthöhle des 2. Kayaks) auf den Mt. Everest sondern segle nur einen kleinen 6,5m Mini. Aber es gibt inzwischen einige die das machen und können … und damit verschiebt sich eben auch die Wahrnehmung… wie sich auch die Wahrnehmung beim Solosegeln verschoben hat …

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    • avatar dubblebubble sagt:

      Zu Fuss auf den Mount Everest ohne Sauerstoff das ist eine naheliegende Idee und Herausforderung für einen Menschen. Aber mit Rollschuhen zum Beispiel eben nicht. Das fragwürdige an McAuleys Trip ist, daß er in einem ungeigneten Fahrzeug unterwegs war und nicht umsonst hat man versucht seine Fahrt zu unterbinden. Sogenannte Abenteurer müssen sich heutzutage mangels echten fehlenden Aufgaben selbst irgendein beknacktes Ziel zusammenbasteln, damit sie was haben das sie als erste tun. Da kommt sowas wie hier dabei heraus, oder solo auf dem Tretboot nach Brasilien oder man lässt sich aus dem Orbit auf die Erde fallen…usw

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 5 Daumen runter 3

  8. avatar Wuuaastwasser sagt:

    Solo auf dem Tretboot nach Brasilien gibt´s schon lange und hat funktioniert: 1987, Rüdiger Nehberg
    http://www.ruediger-nehberg.de/yanomami.htm

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  9. avatar DocAdler sagt:

    Warum werden hier alle wütend? Der Film zeigt doch die Tragik und die psychischen Besonderheiten der Beteiligten ganz eingängig. Ich denke, es gibt viele Kinder, die weit schlimmere “Lebensentwürfe” ihrer Eltern ertragen müssen. Und er hätte es ja beinahe geschafft. Respekt vor der Leistung des Mannes? Hmm. Aber ganz sicher würde ich ihn nicht verteufeln. Auch nicht in seiner Rolle als Vater. Da gibt’s weit weniger verantwortungsvolle und weniger liebende …

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