Waffen: Affenfaust wird als Totschläger eingestuft

Knoten verboten

Eine Affenfaust wird geknüpft, um das Ende einer Wurfleine zu beschweren. Wie kann man darauf kommen, dass es sich dabei um eine gefährliche Waffe handelt?

Affenfaust

Affenfaust als Schlüsselanhänger.

Das Binden einer Affenfaust gehört zum Einmaleins der Marine-Ausbildung. Der Knoten dient klassisch als Beschwerung am Ende einer dünnen Leine, um sie beim Anlegen an Land zu werfen und dann den schweren Festmacher daran nachzuziehen. Aber das Gebilde sieht auch einfach hübsch aus wird auf Knotenbrettern platziert oder als Schlüsselanhänger benutzt. (So geht es)

Nun steht der Knoten allerdings aufgrund eines aktuellen Feststellungsbescheides des Bundeskriminalamtes auf der Liste verbotener Totschläger-Waffen. Das klingt auf den ersten Blick nach Behörden-Irrsinn, aber offenbar wird die Affenfaust schon seit längerer Zeit als Nahkampf-Waffe eingesetzt.

Affenfaust

Affenfaust als Totschläger

Im Bescheid heißt es: “Durch die Füllung des eigentlichen „Monkey Fist“-Knotens mit Metallkugeln oder anderen schweren Gegenständen entsteht hier ein Gegenstand, bei dem das beschwerte Ende schwungvoll beschleunigt werden kann und damit beim Auftreffen Personen erheblich verletzt werden können, insbesondere bei Kopftreffern.”

In den Knoten werden also offenbar Beschwerungen eingebaut, durch die der Gebrauch als Schlagwaffe über kurze Distanz möglich ist.

Zu groß sollte der Schlüsselanhänger-Knoten also nicht sein, wenn man ihn zum Beispiel bei einer Flughafen-Kontrolle mitführt. Sonst kommt noch jemand auf die Idee, dass es sich dabei um eine Waffe handeln könnte.

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4 Kommentare zu „Waffen: Affenfaust wird als Totschläger eingestuft“

  1. Sorry, aber das ist irreführender Quatsch, den ihr das verbreitet. Nicht der “Knoten” ist als Waffe eingestuft worde, wie ihr im zweiten Abschnitt behauptet, sondern nur das spezifische, im Feststellungsbescheid genannte Produkt. Außerdem ergibt sich aus dem Feststellungsbescheid eindeutig, dass die Begründung für die Einstufung die Füllung mit einer Eisenkugel ist.
    Es wäre angebracht gewesen klarzustellen, dass die Verwendung von Affenfäusten ohne Füllung und als Wurfleine hiervon gar nicht betroffen ist.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 14 Daumen runter 5

  2. avatar Arwed sagt:

    bis auf Einen haben es Alle verstanden.

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  3. avatar Ketzer sagt:

    Soweit ich mich erinnere, hat man schon immer Muttern, Schrauben und was man noch so fand in die Affenfäuste der Wurfleinen eingeknotet, damit sie besser fliegen. Hat jetzt also nicht direkt was mit Waffen zu tun.

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  4. avatar mythor sagt:

    Der Feststellungsbescheid hat ein spezifisches Produkt bewertet, das nur für den Zweck des Schlagens entworfen wurde. Man sollte also nicht beschwerte Wurfleinen im Allgemeinen verteufeln. Meines Erachtens ist auch eine mit einer Stahlkugel gefüllte Affenfaust an einer Wurfleine immer noch keine Waffe, weil sie für etwas ganz anderes gedacht ist. Natürlich kann man damit einen Menschen verletzen. Das kann man aber auch mit einer Glasflasche, wodurch Glasflaschen nicht automatisch unter das WaffG fallen.

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