Wetter extrem: Stärkste Bora aller Zeiten – Wie der kroatische Fallwind entsteht

Orkan an der Adria

Am Wochenende wurde Kroatien wieder einmal von der Bora heimgesucht, einem der stärksten Fallwinde der Welt. Es wurde die höchste Geschwindigkeit seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen.

Die Bora ist einer der heftigen Fallwinde, die insbesondere im nördlichen Teil der Adria auftreten. Er tritt entlang der Küste zwischen Rijeka und Split auf bis zur Küste von Montenegro. Und auch die kroatische Inseln bleiben nicht verschont.

Die Geschwindigkeit des Windes kann über 200 km/h erreichen, weil er durch den Düsen-Effekt in den Tälern beschleunigt wird. Und das passiert insbesondere in den Wintermonaten. Am Wochenende rauschte es besonders heftig an der Adria-Küste. Die Bora soll so stark geweht haben wie noch nie seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen. Es gab große Schäden und auch die Yacht-Gemeinde war betroffen.

Die Entstehung der Bora ist auf den Einfluss lokaler, oder kontinentale Kaltluft zurückzuführen, die sich vor allem nachts über den Bergen Kroatiens sammelt. Sie rauscht irgendwann in Form von Böen-Paketen mit rasender Geschwindigkeit Richtung Küste.

Bis zu fünf Mal im Monat

 

Dabei kann dieses Wind-Phänomen in der kälteren Jahreshälfte bis zu 7 Tage lang an der kroatischen Küste wehen. Die Bora kann die Küstenbewohner in Winter bis zu fünf Mal im Monat überraschen.

In den Sommermonaten dagegen tritt der Wind nur selten auf. Wenn doch, dann liegt die durchschnittliche Dauer bei nur etwa 48 Stunden. Von Mai bis September zeigt sich die Bora im Mittel nur ein bis zwei Mal mit einer Geschwindigkeit von etwa 90 km/h.

 

Verantwortlich ist eine bestimmte Großwetterlage einstellen. Zwischen einem Tief über Osteuropa und einem vom Atlantik oder Schottland heranrückenden Hoch stößt Kaltluft von Skandinavien in Richtung Südosteuropa vor.

 

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