Yachtunglück in Kroatien: Motorboot rammt italienische Segelyacht. Zwei Tote

Tragischer Unfall

Die zerstörte italienische 42 Fuß Yacht, auf der ein italienisches Segelpaar den Tod fand.

Ein schwerwiegender Unfall in Kroatien erhitzt zurzeit die Gemüter in der Segelszene. Demnach hat der kroatische Motorbootskipper Tomislav Horvatincic mit seiner 12 Meter Yacht „Santa Marina“ zwei Meilen südlich von Primosten die italienische 42 Fuß Segelyacht
„Santa Pazienza“ mit hoher Fahrt gerammt. Die Segler Salpietro Francis (63) Marinella Patella (61) aus Padua wurden getötet.

Der 63-Jährige Unternehmer soll mit seiner 35-Jährigen Begleiterin Anica Djerdje unterwegs gewesen sein. Die kroatischen Behörden berichten, dass Horvatincic
in einem Abstand von 300 Metern zur Küste mit 20 Knoten gefahren ist, wo nur 5 Knoten erlaubt waren. Die italienische Yacht habe vor Anker gelegen.

Horvatincic gibt an, dass seine Steuerung ausgefallen ist. Er habe versucht, die Segler mit Gesten und Schreien zu warnen. Der Kroate stellte sich der Justiz und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Laut des italienischen Portals Il Piccolo glauben wenige Beobachter aus dem Umfeld an die Version des Kroaten. Sie geben an, dass trotz ausgefallener Steuerung ein Ausschalten des Motors möglicherweise den Aufprall hätte vermindern können. Eine Untersuchungskommission soll die genauen Umstände des Unfalls klären. Hohe Gefängnisstrafen sind möglich.

In der Segelszene ist das Unglück mit Bestürzung aufgenommen worden. Es gilt als traurige Bestätigung der Beobachtung vieler Segler, die mit Sorge das häufige Überschreiten der Geschwindigkeitsvorgaben in kroatischen Gewässern gesehen haben.

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Carsten Kemmling

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9 Kommentare zu „Yachtunglück in Kroatien: Motorboot rammt italienische Segelyacht. Zwei Tote“

  1. avatar Kristof sagt:

    Hm, warum nicht gleich auch noch Adresse und Telefonnumer aller Betroffenen (und die der Angehörigen) angeben?

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 15 Daumen runter 8

  2. avatar markus sagt:

    Hi,

    interessant, das es DEM wieder passiert …. aber ich glaube DEM passiert (wieder ) nichts. Die Untersuchung wird ergeben, daß die Steuerung defekt war und er nichts dafür konnte ….
    Tip: mal gockeln ..

    Ciao M.

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  3. avatar karl mandl sagt:

    Als erfahrerner Bootsführer mus ich mir die Frage stellen warum konnte
    in diesem dramatischem Fall das Abstellen des Vorschubes des Bootes nicht vorgenommen werden um zumindest die Geschwindigkeit zu verringern, wenn schon die Zeit vorhanden war um die Leute auf dem anderen Boot auf die Situation aufmerksam zu machen. Der Zusammenstoss mit dem anderen Boot wäre sicherlich nicht so schlimm ausgefallen. Oder hatte sich etwa der Bootsführer durch die überhöhte Geschwindigkeit in der 300-Meter-Zone auf andere Dinge konzentriert und nicht auf sein Umfeld.
    Leider muss ich sehr oft mitansehen wie unkonzentriert und rücksichtslos
    manche Bootsführer unterwegs sind.

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  4. avatar markus sagt:

    Hi,

    weiss jemand wie das eigentlich ausging? Oder ist es, nicht ganz unerwartet im Sande verlaufen ??

    Fair winds Markus

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  5. avatar segelmeister sagt:

    wieso lassen die auch immer wieder ungelernte Kräfte hinters Steuer bzw. auch Privatleute die nicht segeln können.

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  6. avatar georg sagt:

    Sicherlich wird dem nicht viel passiert sein.
    In Kroatien wird noch geschmiert, was das Zeug hält.

    Der Motorbootfahrer war ein Bauunternehmer aus Zagreb.
    Das sagt schon alles.
    Jeder Unternehmer aus Zagreb ist dort 1000 mal mehr wert als ein Unternehmer von anderswo.
    Diese Leute stecken mit der Politik unter einer Decke.
    Auch wenn Kroatien jetzt in der EU ist, hasst das noch lange nichts.

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