35. America’s Cup: Wettfahrtleiter Iain Murray führt australisches Cup Team

Gesicht des Cups

Iain Murray, der Regattadirektor des 34. America’s Cups, wird den neuen australischen Herausforderer vom Hamilton Island Yacht Club zum 35. Cup führen. Er könnte den neuen Challenger of Record der Oatley Familie zu einer Macht machen.

America's Cup, Bob Oatley

Australier mit einer Hand am Cup. Boab Oatley, James Spithill und Iain Murray (r) . © ACEA/Martin Raget

Alles andere als die Benennung des 55-Jährigen Murray wäre eine große Enttäuschung für die australischen Bemühungen gewesen. Denn der langjährige Freund der Oatleys, für die er den 100 Fußer “Wild Oats XI” sechs mal zum Sydney Hobart First-Ship-Home-Sieg führte, gilt als Kopf hinter der überraschenden Herausforderung der Australier.

Die Absage des australischen Laser Olympiasiegers und Oracle Strategen Tom Slingsby an die Oatleys warf kein gutes Licht auf das neue Aussie Team. Offenbar traute er dem Syndikat seines Heimatlandes nicht zu, ein siegfähiges Projekt auf die Beine zu stellen. Aber öffentliche Ankündigung, dass Murray die Fäden zieht, bringt die Herausforderer in eine bessere Position.

Ameirca's Cup Wettfahrtleiter Iain Murray

America’s Cup Wettfahrtleiter Iain Murray in Aktion. © ACEA / PHOTO GILLES MARTIN-RAGET

Murray war eines der Gesichter, die dem vergangenen America’s Cup ein Profil verliehen. Seine Unabhängigkeit vom Cup Verteidiger Oracle war vielfach bezweifelt worden, aber in der schwierigen Phase nach dem Artemis Unfall, als er die Sicherheitsbestimmungen ausarbeitete, knickte er nicht unter dem Druck der Teams ein. Er galt als gute Wahl eines objektiven Regattaleiters, weil er die Gratwanderung zwischen den Interessen von Verteidiger und Herausforderer bewältigte.

In Erinnerung bleibt die schmerzhafte Pressekonferenz, bei der er nach dem Tod von Andrew Simpson sichtlich angeschlagen mit zuckender Schulter vor die Kameras musste und Tom Ehman das “The Games must go on” Statement verkündete.

Iain Murray und Tom Ehman

Iain Murray und Tom Ehman bei der Pressekonferenz in San Francisco. © ACEA / Photo Guilain GRENIER

Murray hat  als Co-Designer und Skipper des australischen Cup-Verteidiger-Syndikats Kookaburra 1987 große Reputation in der Szene erlangt. Er nahm an drei America’s Cups teil. 1977 bis 1982 gewann er als 18-Footer Skipper sechs Mal den inoffiziellen WM Titel.

2008 sorgte der Australier für Aufsehen, als er sich im Alter von 50 Jahren für die Olympischen Spiele im Starboot qualifizierte. Aus dieser Zeit verband ihn auch eine Freundschaft des verstorbenen Andrew Simpson, der 2008 Gold im Star gewann.

Murray erklärt: “Wir haben schon gute Gescpräche mit Russell Coutts geführt und arbeiten gemeinsam am Protokoll und der Ausrüstung für den nächsten America’s Cup. Ich freue mich darauf eng mit dem Verteidiger und im Auftrag der Herausforderer u arbeiten, um ein weiteres großartiges Sport-Spektakel auf die Beine zu stellen.

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Carsten Kemmling

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