420er IDM 2013 vor Travemünde

Bayern holen sich den Titel

Die besten 420er Segler und Seglerinnen Deutschlands! © Uniqua Klassenvereinigung

Die besten 420er Segler und Seglerinnen Deutschlands! © Uniqua Klassenvereinigung

Sonnenschein und Sturm zum Auftakt, Flaute zum Abgang: die IDM der 420er am vergangenen Wochenende (2.-6.10.13) vor Travemünde bot wettermäßig eine breite Palette und teilnehmermäßig ein starkes Feld: Insgesamt waren 118 Crews vor Ort! Sieger wurden am Ende nach vier Wettfahrten, die in die Wertung kamen, Maximilian Hibler und Madlen Geisler aus Bayern. Zweiter wurden die Geschwister Borbet vom Duisburger Yacht Club. Bronze ersegelten sich Nils-Henning Hofmann und Til Fernholz aus Düsseldorf.

„Der starke Wind am Donnerstag hat das große Leistungsgefälle im Teilnehmerfeld deutlich gemacht. Nach der Eröffnung sollten die ersten Rennen wie geplant stattfinden, doch wegen des Starkwinds bis zu 7 Bft. wurde die erste gestartete Wettfahrt kurz vor dem Zieleinlauf der ersten Gruppe abgebrochen und fanden keine Wettfahrten mehr statt – sehr zum Ärger der leistungsstarken Crews, die mal wieder den schwächeren Mannschaften Tribut zollen mussten“, analysiert Uta Wöhe, Pressewartin der 420er Klassenvereinigung im Anschluss an die vom Lübecker Yachtclub ausgerichtete Meisterschaft.

Ein nasse Angelegenheit © Uniqua Klassenvereinigung

Für viele war die IDM vor Travemünde eine nasse Angelegenheit © Uniqua Klassenvereinigung

Auch am Freitag, als es „nur noch“ mit 5-6 Bft. über die Ostsee blies, ließen zahlreiche Trainer und Eltern ihre Crews an Land. Am Samstag hatte sich der Wind dann ausgetobt, es blies nur noch ein laues Lüftchen und kam lediglich ein Leichtwindlauf zustande. Am Sonntag war der Wind dann ganz „zu Ende“, es konnte gleich eingepackt werden und ging zur Siegerehrung. „Einen herzlichen Dank an den LYC für die aufwendige Ausrichtung der Regatta, insbesondere an Jens Kath Regattaleiter Meno Bülow, die mit der Durchführung dieser 420er-Meisterschaft keinen leichten Job hatten,“ so die Pressewartin abschließend.

Bemerkenswert am Ende noch das Abschneiden der 420er-Crews aus Mecklenburg-Vorpommern: vier von ihnen landeten in den Top Ten. Punktgleich mit den Drittplatzierten doch aufgrund der schlechteren Einzelplatzierungen auf Rang 4 Felix Lemcke und Erik Pegel aus Schwerin, Schwester und Vereinsskameradin Nele Lemcke mit Birte Winkel an der Vorschot 5., Theres Dahnke und Anna Halle vom Plauer Wassersportverein 6. und 7. wurden Ole Blumenthal und Heinrich Hoder aus Rostock.

ERGEBNISSE

Fetzige 420er-Bilder von der IDM (Alle Fotos: © Uniqua Klassenvereinigung)

Die gesamte Bildergalerie findet ihr auf der Seite der 420er-KV

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5 Kommentare zu „420er IDM 2013 vor Travemünde“

  1. avatar Hinterherfahrer sagt:

    …sehr zum Ärger der leistungsstarken Crews, die mal wieder den schwächeren Mannschaften Tribut zollen mussten…

    Tja das ist wohl das Resultat von der ganzen Spitzenförderung, STG, Kader-Teams, Superkader oder was es sonst noch gibt. Kaum Förderung in der Breite, da das anstrengend und aufwendig ist, dafür fett Geld, Sponsoren und neue Boote für die großen Clubs, das ist gut für die PR Abteilungen der Firmen aber schlecht für den Gesamtsport :-(( Und, so schön die Segel Bundesliga auch ist, es geht genau in die gleiche Richtung, also wundert Euch nicht, wenn irgendwann nur noch 20 Vereine Boote schicken…

    Also, wenn irgend ein Sponsor noch zwei regattaklare 420er mit Doppelstock-Trailer und Segel ausgeben will, ich habe 12 supermotivierte Jugendliche, die auf 1000 Euro Booten trainieren, Kontakt gibt es bei Segelreporter.

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  2. avatar War auch da.. sagt:

    Ich glaube, hier liegt ein Missverständnis vor. Es handelt sich bei der zitierten Aussage nicht nur um leistungsstarke Mannschaften im Hinblick auf Förderung und Sponsoring, sondern einfach um die Tatsache, dass ältere Mannschaften mit einem höheren Crewgewicht, die schon zum Teil mehrere Jahre dieses Boot segeln ( teilweise auch hinterher) auch bei mehr Wind segeln können.

    Endlich ist mal Wind da und schwups wird abgebrochen, weil die leichtgewichtigen, z. T. 12 jährigen Optiumsteiger leider ihr Boot mangels fehlender Übung nicht im Griff haben. Dies ist völlig normal, denn jeder fängt mal an.

    Zur Klarstellung: Die Entscheidung der Wettfahrtleitung abzubrechen, hätte ich unter diesen Bedingungen auch getroffen.

    Was ich nicht verstehe, warum Eltern, Trainer und Segler ihr eigenes Leistungsvermögen zum Teil so schlecht
    einschätzen können, und die “schwächeren “Mannschaften aufs Wasser schicken. Hat auch etwas mit gelebter Seemannschaft zu tun.
    Ich denke, dieser Aspekt ist wohl eher dem ganzen Förderzirkus zu verdanken.

    Vielleicht hätten sich deine motivierten Kids mit den 1000 Euro Booten bei dem Hack gut behaupten können, weil sie gerne bei Wind segeln und auch genügend Gewicht auf die Kante bringen.

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  3. avatar Christian sagt:

    Das Problem der unterschiedlichen Niveaus bei Wind / Starkwind ist nicht neu.
    Wenn junge Crews (Umsteiger) aus dem Binnenland an die Küste kommen und es gibt Wind,
    sind diese meist überfordert.
    Abhilfe? Nur möglich durch Selbstbeschränkung auf die eigenen Fähigkeiten und Training bei Wind und Welle.

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  4. avatar Gilles sagt:

    Liebe 420er Segler,

    Meine Firma möchte gerne einem lokalen Segelclub einen 420er Sponsoren, deswegen würde mich interessieren:
    welche 420er Bootsbauer sind momentan “IN” , respektive welcher Bootsbauer hat das beste Image / Qualität?

    Freundliche Grüsse
    Gilles

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