470 EM: Starke Mixed-Premiere für Dahnke/Cipra – Frauenteam besteht im Olympia-Feld

Silber für Deutschland

Theres Dahnke und Matti Cipra haben bei der ersten Europameisterschaft der neuen olympischen 470er Mixed-Disziplin die Silbermedaille gewonnen. Auch die anderen drei Teams im Medalrace konnten sich verbessern.

Theres Dahnke und Matti Cipra feiern mit EM-Silber einen Erfolg nach der Olympia-Enttäuschung. © Ferreira – Osgar

Die drei Medalraces bei der 470er EM im portugiesischen Vilamoura fanden bei Leichtwind unter acht Knoten statt. Die Aussetzung der Regel 42 , markiert durch die Oscar Flagge, kam damit nicht zum Tragen. Das war allerdings nicht der Grund dafür, warum sich Theres Dahnke und Matti Cipra, die neu formierte Crew vom Plauer Wassersportverein beim finalen Rennen der Top Ten einigermaßen entspannen konnten. Vielmehr hatten sie mit 26 Punkten Vorsprung zu Rang drei die Silbermedaille schon sicher und es bestandnoch eine kleine Chance auf Gold.

Dafür mussten sie allerdings die führenden Israelis abwehren. Die versuchten per Zweikampf-Modus ein zu schnelles Fortkommen der deutschen Gegner zu verhindern damit sich nicht sechs Boote zwischen sie schieben.

Dahnke/Cipra parierten die Angriffe im Vorstart souverän und erwischten den besseren Start. Kurz sah es sogar so aus, als wenn sie das Wunder schaffen könnten. Denn die Israelis segelten dem Feld hinterher. Aber schließlich sackten die Deutschen doch noch zurück und kamen als Siebte einen Rang vor den neuen Europameistern ins Ziel. Silber war gesichert.

Daniel Göttlich und Anna Markfort, stark auf Platz 5 bei der ersten 470er Mixed EM als Olympiaklasse. © Ferreira – Osgar

Ein schöner Erfolg nach der Enttäuschung im vergangenen Monat. Dahnke verpasste als WM-Zehnte hauchdünn die Olympiaqualifikation und auch Cipra musste die 470er-Männer-Kampagne als WM-17. beenden, ohne das Ticket nach Enoshima gelöst zu haben. Umso erfreulicher für beide, nun diese Medaille feiern zu können.

Damit erarbeitet sich das Duo auf Anhieb eine starke Position schon für die nächste Olympiakampagne. Das gilt aber auch für Daniel Göttlich und Anna Markfort, die sich mit Platz zwei im Medalrace noch auf Rang fünf vorschoben.

Allerdings ist es noch nicht sicher, ob bei Olympia tatsächlich mixed gesegelt wird. Es besteht nun auch die Möglichkeit, dass die Klasse 2024 wieder mit getrennten Frauen und Männercrews segelt, wenn die Offshore-Disziplin durchfällt.

Kräftemessen vor Tokio

Ganz nahe dran am olympischen Medaillentraum sind Louise Wanser und Anastasiya Winkel, für die es in Vilamoura um ein weiteres Abtasten mit der Olympia-Konkurrenz ging. Dabei gelang es dem NRV-Team durchaus, in dieser Woche schon mal ganz oben anzuklopfen. Gesamtplatz acht offenbart, dass der Rückstand nicht so groß ist. Wie viel dieses Ergebnis wert ist, kann sich aber erst in Japan zeigen, wenn dort alle Teams mit ihrem Olympia-Schiffen segeln. Viele Crews haben ihr bestes Material schon nach Japan verschifft.

Louise Wanser und Anastasiya Winkel segeln vor Olympia als Achte auf Schlagdistanz zu den besten der Welt. © Ferreira – Osgar

Simon Diesch und Philipp Autenrieth gelang mit Rang neun bei der EM ein versöhnlicher Abschluss ihrer Olympia-Kampagne. Mit einer soliden Serie bestätigten sie ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze konnten aber in den Kampf um die Medaillenvergabe nicht eingreifen.

Dort zeigten die fünf ersten Teams, dass es bei den Männern im Kampf um die Medaillen besonders eng werden wird. Das gilt aber auch für die Frauen. Im 470er sind besonders die Franzosen und Spanier stark vertreten wie auch die Briten.

Die voerst letzten gemeinsamen 470er-Bilder von Diesch/Autenrieth. © Ferreira – Osgar

Philipp Autenrieth barfuß im Trapez. © Ferreira – Osgar

Ergebnisse 470er EM 2021

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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