470 Europameisterschaft: Silber und Bronze für die Frauen – Winkel/Cipra 3. in EM-Wertung

Frauen-Power nach starkem Endspurt

Frederike Löwe und Anna Markfort haben in Bulgarien die EM-Silbermedaille gewonnen und Bronze geht an die Team-Kolleginnen Nadine Böhm mit Ann-Christine Goliaß wie auch an die Männer Winkel/Cipra. Die deutschen Teams behielten im Medalrace die Nerven.

Frederike Löwe (r.) und Anna Markfort haben einen starken Endspurt hingelegt.

Eine Europameisterschaft im fernen Bulgarien ist nicht gerade dazu angetan, Rekordzahlen an die Startlinie zu bringen. Und das hat auch die 470er-Klasse nicht geschafft. Vom Trainingsstützpunkt in Kiel aus muss man für die 2400 Kilometer-Strecke gut 24 Stunden auf der Straße veranschlagen. Insofern stand eine logistische Meisterleistung vor dem EM Start am Schwarzen Meer. Aber das German Sailing Team hat gleich sechs Boote zu dem ausgefallenen Renn-Ort geschafft, und es hat sich gelohnt. Gleich zwei Medaillen wurden eingesammelt.

470er EM

EM-Silber für Frederike Löwe und Anna Markfort. ©Nikos Alevromytis

Allen voran Frederike Löwe und Anna Markfort, die erst seit 2014 zusammen segeln. In einem spannenden Medalrace, das noch für vier Teams Silber und Bronze bringen konnte, segelten die Berlinerinnen wie schon in der gesamten Woche kontrolliert und konstant die Medaille nach Hause. Platz fünf reichte aus, um noch die Israelinnen zu überholen, die vorletzte wurden.

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Nach starkem Medalrace noch Bronze gesichert: Nadine Böhm und Ann-Christine Goliaß ©Nikos Alevromytis

Böhm/Goliaß ©Nikos Alevromytis

Und diese Schwächephase nutzten auch Nadine Böhm mit Ann-Christin Goliaß für einen späten Angriff auf das Treppchen. Mit Rang drei im doppelt zählenden Finale schoben sie sich an Israel aber auch noch an den Italienerinnen vorbei, um sich mit einem Punkt Vorsprung Bronze zu sichern.

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Fabienne Oster und Anastasiya Winkel sichern sich mit einem Sieg das Medalrace, werden dort aber 10. ©Nikos Alevromytis

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Constanze Stolz und Anna Reinsberg erreichen nicht das Niveau der Teamkolleginnen und haben auf Rang 26 nur drei Boote hinter sich. ©Nikos Alevromytis

Es waren nur 29 Boote am Start, und die Klassenvereinigung muss sich fragen lassen, ob so das richtige Signal gesetzt wurde für die Olympia-Klassen-Entscheidung – die Finn Dinghys präsentierten sich bei ihrer EM medienwirksam im starkwindigen Cadiz – . Und einige der besten Teams fehlten. Aber an der Spitze ist die Luft immer dünn. Und die Erfahrung, dem Druck des Medalraces Stand gehalten zu haben, kann ein sehr positiver Effekt sein.

Winkel/Cipra mit Bronze in EM-Wertung

Das Kunststück einer Medaille gelang auch Malte Winkel und Matti Cipra. Denn nach einem starken Medalrace (5.) erreichten sie punktgleich Rang vier, was aber in der EM-Wertung Bronze bedeutet. Denn auf Rang zwei rangieren McNay/Hughes die Olympia-Vierten aus den USA.

Die Schweriner Malte Winkel und Matti Cipra sind die besten deutschen Männer auf Rang sechs. ©Nikos Alevromytis

Das zweite deutsche 470er Männer-Duo Diesch/Autenrieth segelte in dieser Saison schon besser als Rang 11. Und das Top-Ten-Finale war angepeilt. Aber nach schwachem Beginn endete die Aufholjagd mit einem 21. Platz im vorletzten Rennen und warf sie im 44-Boote-Feld zurück.

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Diesch/Autenrieth verpassen nach schwachem Serien-Start um einen Platz das Medalrace als 11. ©Nikos Alevromytis

Ziele der Saison: Kurz-Interview mit Löwe/Markfort

Ergebnisse 470er EM 2018

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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