49er Format: Werbung für aufregendes Theatre Style Finale

Segeln vor Tribünen

Die 49er Klasse votiert für drei zehnminütige einfach zählende Medalraces beim Olympia-Finale. Sie hofft, dass ihre Ergebnisse von der ISAF berücksichtigt werden.

Im vergangenen Jahr wurden die Olympiasegler mit zahlreichen verschiedenen Formaten traktiert, die eine größere Öffentlichkeitswirksamkeit erzeugen sollten. Das letzte Rennen wurde noch stärker gewichtet als noch 2012, um die Medaillenentscheidungen nicht zu früh fallen zu lassen.

49er, Theatre Syle

Olympia Vision: 49er im Theatre Style zu Medaillen. © 49er.org

Die ausprobierten Systeme führten zu immer mehr Kritik. Doppelt zählende Medalraces wurden bei Flaute durchgezogen während die ersten Rennen der Serie bedeutungslos wurden. Immer noch ist nicht klar, welches System nun in Rio gesegelt werden soll.

Im Vorfeld einer Entscheidung bei der ISAF hat sich die 49er Klasse nun klar positioniert. Sie absolvierte in der vergangenen Saison eigene Versuche mit dem sogenannten Theatre Style Modus und plädiert jetzt dafür, dieses System auch 2016 in Rio einzusetzen.

87 Prozent für Theatre Format

Dabei präferieren die Segler laut der jüngsten Pressemitteilung drei einfach zählende nur zehnminütige Medalraces der besten zehn Teams zum Schluss einer Serie. Im Annual General Meeting hätten sich 87 Prozent der Delegierten für dieses Format ausgesprochen.

Besonders die Spitzensegler, die voraussichtlich um die Medaillen segeln, stehen nahezu geschlossen hinter dem System. Erik Heil, der 2013 im Theatre Style EM Silber gewonnen hatte (Video der Rennen) betont in einer Video Botschaft die größere Fairness des 49er Formats wie auch die Gold und Silbermedaillengewinner von 2012.

Die Klasse weist darauf hin, dass sich diese Art der Rennen besonders gut für Live Übertragungen eignet, da der Kurs-Korridor mit Schwimmleinen abgegrenzt ist und an den Rändern von Zuschauern eingesehen werden können.

Taktisch bekommen bei diesen Kurzrennen die Starts sowie das Bootshandling eine hohe Priorität. Aber die Spitzensegler sehen darin kein Problem. Sie bewerten die hohe Aufmerksamkeit der Kurz-Kurse und die größere Fairness im Vergleich zum einzelnen doppelt zählenden Medalrace besonders hoch.

Es muss sich zeigen, ob die ISAF den Wunsch der 49er Segler erhört und verschiedene Final-Versionen bei den Olympiaklassen zulässt. Denn bisher war die Skiff-Klasse die einzige, die mit dem Theatre Style experimentierte. Auch für die übrigen Olympiaklassen ist noch nicht klar, nach welchem Format die Medaillen 2016 vergeben werden.

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „49er Format: Werbung für aufregendes Theatre Style Finale“

  1. avatar Peter Sorowka sagt:

    Für die Zuschauertauglichkeit – nicht nur live, sondern auch per Video – ist das sehr zu begrüßen. Sehr kurzweilig, sich mal eben ein 10 Minuten-Rennen anzusehen.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

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