49er und 49erFX Weltmeisterschaft in Marseille/FRA

Crash beendet Podium-Träume

Favoriten im Pech: Erik Heil und Thomas Plößel © International 49er Class Association

Favoriten im Pech: Erik Heil und Thomas Plößel © International 49er Class Association

Die deutschen Favoriten bei der Weltmeisterschaft der 49er vor Marseille (21-29.9.2013), Erik Heil und Thomas Plößel, segeln hinterher: Nach ihrem aggressiven Einstieg in die WM, der mit einem BFD endete, kam es am zweiten Wettfahrttag zu einem Crash auf der Bahn – unverschuldet! Das bedeutet für die 7. der WM 2012 und 3. der EM 2013 das frühzeitige Aus im Kampf um die Medaillenplätze.

Hohe Temperaturen und leichter Wind machen den 97 Teams aus 28 Nationen bei der Seiko 49er World Championships das Leben schwer. Schon der erste Tag begann mit Startverschiebungen, lediglich zwei Rennen kamen zustande, unverändert die Bedingungen am zweiten Wettfahrttag. Doch dürften Erik Heil und Thomas Plößel nicht allein das Wetter auf die Nerven gehen, auch ihre Position in der Ergebnisliste nach fünf Wettfahrten: Rang 41 und damit Titelchancen adieu.

Glücklos aber nicht kampflos: Heil/Plößel © International 49er Class Association

Glücklos aber nicht kampflos: Heil/Plößel © International 49er Class Association

Dabei hatte schon die gesamte WM für sie nicht optimal begonnen: ein BFD in der ersten Wettfahrt rüttelte wach: „Wir haben da vielleicht ein bisschen zu viel gewollt und sind zu aggressiv in den Start reingegangen“, analysiert Steuermann Heil. Ein zweiter Platz in der zweiten Wettfahrt machte die berechtigten Top10-Ambitionen des deutschen Teams dann deutlich.

Doch auch an Tag 2 sollte es nicht rund laufen: „Wir waren in der vierten Wettfahrt vorne mit dabei. Doch dann kam es zu einem von uns nicht verschuldeten, massiven Crash mit einem polnischen Konkurrenten“, berichtete Steuermann Heil nach den Rennen. „Unser Gegner sah seine Schuld sofort ein, entschuldigte sich und segelte auch einen Strafkringel. Wir hatten nach dem Zusammenstoß aber keine Chance mehr, uns wieder nach vorne zu arbeiten“, so Heil weiter. Der verpatzten Wettfahrt folgte noch ein guter achter Rang im fünften Rennen. Dennoch reicht es für das deutsche Duo nach zwei Tagen nur für Platz 41. Damit segeln Heil und Plößel in den kommenden Tagen nicht in dem Feld der Top 40, die noch eine Chance haben, sich für das Finale der zehn besten Mannschaften am Sonntag zu qualifizieren. „Das ist ärgerlich, aber nicht zu ändern“, sagte Heil, „wir werden jetzt aber das beste daraus machen.“ Beste deutsche Crew momentan: Philipp Müller und Kilian Holzapfel auf Rang 22.

Traumhafte Kulisse, doch zu wenig Wind © International 49er Class Association

Traumhafte Kulisse, doch zu wenig Wind © International 49er Class Association

Während die WM für Steuermann Heil zu einem Alptraum wird, verläuft sie für Freundin Victoria Jurczok mehr als traumhaft: gemeinsam mit Vorschoterin Anika Lorenz liegt sie bei den parallel vor Marseille ausgetragenen Seiko 49erFX Worldchampionships der Damen nach drei Rennen auf Rang 1 und verweist damit die Seglerinnen aus Singapur, Griselda Khng und Sara Tan, auf Rang zwei. Leonie Meyer und Maren Hahlbrook aus Deutschland kämpften sich nach dem Sieg der dritten Wettfahrt auf Rang 14 des insgesamt 53 Starterinnen zählenden Feldes vor.

Ergebnisse

2013 SEIKO 49er Worldchampionships Day 2

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https://northsails.com/sailing/de/

5 Kommentare zu „49er und 49erFX Weltmeisterschaft in Marseille/FRA“

  1. avatar Super-Spät-Segler sagt:

    Alles nur Ausreden!

    Die haben doch nur wegen des RBYAC ihr Training vernachlässigt und jetzt sehen sie, was sie davon haben!

    In einem deutschen Team für den nächsten America’s Cup, siehe

    http://www.fr-online.de/sport/schuemann–deutschland-kann-im-america-s-cup-bestehen,1472784,24447928.html

    haben derartig unmotivierte Sportler sicher keinen Platz.

    Wer Ironie findet, hat recht

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    • avatar SR-Fan sagt:

      Nee klar, das muss die Rentnerfraktion wieder richten. Die nächsten AC72 kommen mit Rollator. Dann gibts auch wieder mehr Teilnehmer für den LVC 😉

      VG

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  2. avatar Wolke sagt:

    Warum ist denn der 41. Platz so viel erwähnenswerter als die nebenbei erwähnte Führung der Freundin des 41.?

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  3. avatar Ballbreaker sagt:

    Ist halt der Nachteil von dem neuen Regattaformat – mal wieder!

    BFD im ersten Lauf gestrichen, dann 2, 18, 21 und 8.

    Ich denke nach wie vor, dass das neue Format den Glück/Pech Faktor zu stark gewichtet. In einer normalen Serie – von mir aus mit Medalrace – würden sich solche Ausreißer eher rausrechnen!

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  4. avatar Holger sagt:

    was für ein Jammer das die internationale Klassenorga ziemlich blind die WM an ein völlig ungeeignetes Revier
    wie dort in Marseille vergeben hat…. entweder ballert dort Mistral wie verrückt oder es ist Leichtwindmurks hinter Hügel in der zu sehr geschlossenen Bucht.
    Dabei hat FRA doch mit LaRochelle und Quiberoin tolle Locations mit guten Orga Teams.
    Nun ist so ne Murksrevier WM da der Zielwettkampf für die Kader Teams und eine Ansage vorher mit der EM in Aarhus auf einem bekannten Allroundrevier mit bekannt zuverlässiger Leituing dort wäre deutlich cleverer gewesen und hätte das Risiko minimiert das mal zu viele Teams patzen oder zu viel passiert und schiefgeht wie jetzt gerade……
    na ja nun isses wie es ist….

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