49er Worlds: Totale Dominanz der Kiwi-Teams – Jurczock/Lorenz sechste

Glanzlichter

Tag 5 bei Starkwind:

Finaltag:

Bei der 49er WM vor dem französischen Hyères haben die Neuseeländer zwei Gold und eine Silbermedaille geholt. Victoria Jurczok/Anika Lorenz vom VSaW wurden bei der ersten 49er FX Frauen WM starke Sechste.

Victoria Jurczok und Anika Lorenz

Victoria Jurczok und Anika Lorenz belegen bei der ersten 49erFX WM einen starken sechsten Platz. © Whiteout & Glare / Lars Wehrmann

Die Neuseeländer haben sich nach der bitteren America’s Cup Niederlage gegen Oracle bei der 49er WM schadlos gehalten. Sie dominierten die Flotte in der Männer und Frauen-Konurrenz, wo sie jeweils gewannen und bei den Männern auch zweite wurden.

Sieger wurden Peter Burling und Blair Tuke, die schon den Youth America’s Cup gewonnen hatten vor ihren Landsleuten Hansen/Porebski. Auch Artemis Skipper Nathan Outteridge war direkt aus San Francisco angereist, konnte nach vier 49er WM Titeln und dem Olympiasieg diesmal aber mit großem Trainingsrückstand nicht in den Titelkampf eingrefen. Er wurde aber guter sechster.

Für die Glanzlichter aus deutscher Sicht sorgte das Ergebnis der Berlinerinnen Victoria Jurczok und Anika Lorenz. Bei den ersten Leichtwindtagen dominierten sie die Flotte, aber auch im Finale der besten zehn segelten auf Augenhöhe mit den Besten und gewannen sogar eines der drei zehnminütigen Finalrennen.

Wie genau die Ergebnisse zustande gekommen sind, ist selbst nach eingehender Recherche schwer ersichtlich. Offenbar experimentierte die 49er Klasse wieder mit einem neuen Format.

Sicher ist nur, dass Erik Heil und Thomas Plößel nach ihrem starken Bronze Platz bei der EM in Aarhus schon nach fünf Rennen aus den Top 40 geflogen sind und insgesamt 42. wurden. Tim Elsner und Marco Grasse waren die besten Deutschen auf Rang 30. Die Olympioniken Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann belegten bei ihrem Comeback Rang 53.

Erik Heil und Thomas Plößel beschreiben ihren Wettkampf in Hyéres:

Die WM 2013 war ein sehr gut besuchter Wettkampf. Es waren 96 Männerteams und 50 Frauenteams am Start. Somit ein Rekordteilnehmerfeld von 146 Schiffen. Geplant waren 6 Tage Racing mit einem insgesamt sehr schwierigen und unübersichtlichen Format. Um es kurz zu machen: 3 Tage Qualifikation, 3 Tage Finalserie mit jeweils 3-4 Rennen pro Tag.

Die Regatta fing gut an. Wir hatten einen guten Speed und auch in engen Situationen waren wir wach. Nach den ersten zwei Rennen stand ein 10. und ein 2. zu Buche. Leider hatten wir im ersten Rennen einen zu frühen Start und der 10. wurde zu einer Disqualifikation (35.).

Soweit kein Beinbruch… Wir haben ja noch unseren Streicher und damit sind wir zurück im Spiel. Am zweiten Regattatag ging es gut weiter. Wir runden nach einem guten Start die erste Bahnmarke auf Rang 6, fahren zur nächsten Tonne und plötzlich nimmt uns ein entgegenkommendes Team die Vorfahrt.

Es folgt ein heftiger Zusammenstoß. Drei Boote sind in diesen Crash involviert und für einige Minuten verkeilt. Als wir wieder freikommen,  sind wir mit Abstand letzter und können nur noch einen einen 21. Platz in Ziel retten.

Diese Punkte haben uns 23 Plätze im Gesamtklassement gekostet und somit vom Goldfleet ins Siberfleet befördert. Die Polen, der Kollisionsgegner, haben sich natürlich sofort entschuldigt. Sie war aufgrund der großen Auswirkung sehr betroffen.

Immerhin hat der Bootsbauer vom Sailing Team Germany das Boot über Nacht  wieder in Schuss gebracht. So konnten wir versuchen, den Rest der Regatta so konstruktiv wie möglich zu nutzen. Wir haben nach dem Rückschlag auch wieder gut zurückgefunden und sind sogar als Lucky Loser vor dem letzen Tag in die nächst höhere Fleet aufgestiegen.

Nach den super Wettkämpfen in diesem Jahr hatten wir nun etwas Pech. Wir sind natürlich frustriert, dass es uns gerade bei der WM erwischt hat. Aber jetzt müssen wir weiter arbeiten.

Ende Oktober werden wir in Santander auf dem WM Revier 2014 trainieren. Danach gehen wir in den ersten zwei Novemberwochen in Kiel aufs Wasser, schaffen die Grundlagen in unserem Fitnessprogramm und werden Mitte November nach Rio reisen, um das Olympiarevier 2016 kennenzulernen. In Rio wird sich die internationale Spitze versammeln und eine Regatta austragen.

Ergebnisse 49er Men Final

Ergebnisse 49er Women Final

Eventseite 49er WM

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *