505er WM: Amerikaner dominieren Starkwind-WM – Hunger/Jess auf Rang sechs

Starkes Erlebnis aber "keine Chance"

505er, WM

Die Weltmeister aus den USA: Mike Martin und der barfüßige Vorschoter Adam Lowry. © Drew Malcolm

Der Amerikaner Mike Martin hat seinen vierten WM-Titel im 505er gewonnen, Vorschoter Adam Lowry den zweiten. Deutsche Liga-Segler segeln in Fremantle nur bei leichtem Wind vorne.

Die 505er WM im berühmt/berüchtigten Perth begann vielversprechend für die deutschen Crews. Nach zwei Rennen lagen im 89 Boote-Feld drei von zwölf deutschen Teams unter den Top vier. Besonders der Düsseldorfer Segel-Bundesliga-Spezialist Jan Philipp Hofmann, der mit Vorschoter Felix Brockerhoff 2018 in Polen 505er WM-Bronze geholt und seinen DYC nach einem fulminanten Endspurt in der ersten Liga gehalten hatte, zeigte als Führender viel Speed und Qualität.

Aber die Ergebnisse zeigten schon, dass sie bei leichteren Winden zustande kamen. Der berüchtigte Fremantle Doctor holte nur Luft. Danach baute sich der thermische Wind wie gewohnt durch die großen Temperatur-Gegensätze zwischen dem Wasser des Indischen Ozeans und der Landmasse des australischen Kontinents auf und beschleunigte die Starkwind-Spezialisten.

Schnellere Segel

Die kommen allesamt aus den USA, und insbesondere Martin/Lowry dominierten schließlich so eindrucksvoll, dass sie beim letzten von neun Rennen nicht mehr starten mussten. Der Vorsprung betrug dennoch 12 Punkte vor den Landsleuten Holt/Smit, die 2017 den Titel in Annapolis holten.

“Die Dienstag-Trainingseinheiten vor dem St. Francis Yacht Club haben sich wirklich gelohnt”, sagt Steuermann Martin mit. “Das bereitete uns auf die harten Bedingungen von Fremantle vor. Fünf unserer Trainingspartner kamen unter die ersten sieben.” Darunter auch Howard Hamlin, der bei seiner 40. WM auf Rang fünf segelte.

505er-Legende Wolfgang Hunger, der mal wieder mit Titelverteidiger Holger Jess an der Vorschot segelte, platzierte sich auf Rang sechs. Er erklärt den Rückstand zum Weltmeister-Team mit unterschiedlichen Segelschnitten, die die Amerikaner entwickelt haben. Sie segeln teilweise mit deutlich mehr Mastfall.

Hat sich die Reise gelohnt? Die deutsche Delegation zieht Bilanz:

Die Top 12 der Fiven-WM 2019. Drei deutsche Teams dabei

505er WM 2019 Ergebnisse

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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Ein Kommentar „505er WM: Amerikaner dominieren Starkwind-WM – Hunger/Jess auf Rang sechs“

  1. avatar Holger Jess sagt:

    also….Julian und Jan-Philip – klares Fazit der WM:
    in 2019 nur mit Vollgas 505ere segeln !!
    Kielboot mit MiniRennen ohne Truim und Tuning das könnt ihr später mal im Leben segeln wenn ihr alt seid.
    Aber jetzt erstmal Technik, Tuning, Speed, Trim alles im Feinschliff
    bei WM 2020 in Schweden muss es dann heissen: 3x GER in TOP5 und davon 2 aufm Treppchen oder am besten so wie bei WM 2013 auf Barbados als GER 1-2-3 hatte

    @SR leider ist das Bild oben falsch…. das sind nicht die Weltmeister (die sind viel größer und schwerer)
    das im Bild ist Mark Stowell der Local aus Fremantle und was man dort sieht mit barfuss segeln ist ein klares no-go und viel zu verletzungsgefährlich und schlechtes Beispiel

    wer Fragen hat zur WM und 505 -. ab Samstag 19. dann in Düsseldorf in Halle15 bei mir gerne

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

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