AC45 Kat-Cupper erreicht am zweiten Testtag 30 Knoten

Und er wendet doch...

James Spithill beeilt sich bei der Wende auf den neuen Bug zu klettern. © Gilles Martin-Raget/www.americascup.com

Während die America´s Cup Rebellen-Truppe um Ernesto Bertarelli jeglichen Kommentar zu ihrem angeblichen Komplott verweigert, und demnach auch nicht dementiert, wird die Segelwelt von dem Oracle Lager mit Positiv-Nachrichten zum neuen AC45 Flügel Kat versorgt.

So ist der Multihull schon am zweiten Testtag bei 25 Knoten Wind hart am Limit gesegelt worden. Murray Jones, der fünfmalige America´s Cup Gewinner, der von Alinghi zu Oracle wechselte, erklärt: „Wir segelten konstant mit 25 Knoten Geschwindigkeit. Das Boot verhielt sich dabei sehr gut. Vor dem Wind ist es deutlich einfacher, mit dem Gennaker zu segeln als alleine mit dem Flügel.“

Interessante Beurteilungen kommen vom Macher des Sail-World Online Portals Richard Gladwell, der bisher zu den hartnäckigsten Kritikern der Mulithull-Entscheidung für den Cup zählte. Er hatte moniert, dass durch das langsame Drehen Matchracing zum Speed-Wettkampf verkomme. Nun revidierte der Neuseeländer sein Vorurteil als er die Tests in Auckland live erlebte.

„Das war unglaublich. Er wendete schneller als ein Monohull. Nur für knapp eine Sekunde waren beide Rümpfe im Wasser, als das Boot im Wind stand. Dann hob sich der Luvrumpf sofort wieder. Die Halsen waren weniger radikal, aber ich habe den Eindruck gewonnen, dass Matchracing mit dem AC45 durchaus möglich sein sollte.“

Dabei zieht Gladwell allerdings nicht in Betracht, dass durch die höhere Geschwindigkeit auch eine schnelle Wende vergleichsweise viel mehr Weg kostet als bei einem langsamen Boot. Wendeduelle sind in einem Duell also nach wie vor nicht zu erwarten. Ob das für Zuschauer so langweilig ist, wie viele befürchten wird sich wohl erst nach den ersten Rennen zeigen.

Zur Geschwindigkeit sagt Gladwell: „Am Wind erreichte der Kat 13 bis 16 Knoten Speed und eine sehr gute Höhe zum Wind, vergleichbar mit einem modernen Kielboot. Vor dem Wind war der Kat bis zu 30 Knoten schnell.“

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „AC45 Kat-Cupper erreicht am zweiten Testtag 30 Knoten“

  1. avatar Nahid sagt:

    na, macht doch spass zu segeln? Geht doch. Sicher auch mit Matchrace. Ich sehe glaenzende Augen 🙂 Das sage Santiago Lange (artemis) vor kurzem…..They are all really enjoing it and having expresions like ” what we have been doing all these years “

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

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