ACWS San Francisco: Zwischenstand nach 2 Rennen – von 7!

Ben Ainslie kann auch Kat!

Ainslie: Alles eine Frage der richtigen Vorbereitung © Martin-Raget

Ainslie: Alles eine Frage der richtigen Vorbereitung © Martin-Raget

„Nachdem er sich seine fünfte Olympische Medaille bei den Spielen in Weymouth umhängen konnte, macht sich Ben Ainslie auf, den America’s Cup zu erobern!“ So lauteten vor 2 Monaten die Schlagzeilen der großen Tageszeitungen in San Francisco, angeheizt von der AC-Propaganda vor Ort.

Doch ganz so überzeugend war sein Debüt im August dann doch nicht: Zwar schaffte er es im Match-Racing mit seiner „J.P.Morgan BAR“ bis ins Viertelfinale, wo er dann von den AC-Routiniers des Emirates Team New Zealand versägt wurde. Und auch in den Fleet-Races musste er Lehrgeld bezahlen: Rang 10, einen Platz vor den letztplatzierten Chinesen, machte auch nicht so richtig viel her.

Ainslie blieb Profi, analysierte die Regatta bis ins Detail und kam zu dem Schluss, dass nur eines fehlt: Training!

Eng wie beim Laser-Start – nur hier mit 25 kn Speed! © Martin-Raget

Eng wie beim Laser-Start – nur hier mit 25 kn Speed! © Martin-Raget

Was er wiederum bis vor einer Woche konsequent nachholte und gestern mit einem furiosen Einstand in den Fleet Races belegte. Die Ränge 1 und 3 ergeben 21 Zähler im AC-Punktesystem, womit Ainslie aktuell nach 2 von 7 Rennen fünf Punkte vor Jimmy Spithills Oracle Team USA liegt, der das zweite Rennen für sich entscheiden konnte.

„Wir hatten einen tollen Start und duellierten uns über fast den ganzen Lauf mit Artemis und Team NZL. Letztendlich haben wir die Nerven behalten und schließlich mit 17 Sekunden Vorsprung gewonnen!“ freute sich Ainslie über seinen ersten Flotten-Sieg beim America’s Cup. „Es steht und fällt eben doch alles mit der richtigen Vorbereitung!“

“Jetzt sind wir heiß!”

Im zweiten Lauf glänzte er konsequent mit einem 3. Rang und musste sich nur Jimmy Spithill (Oracle) und Terry Hutchinson (Artemis) geschlagen geben.

Spithill auf Oracle will wieder ganz nach vorne, derzeit Rang 2 © Martin-Raget

Spithill auf Oracle will wieder ganz nach vorne, derzeit Rang 2 © Martin-Raget

Spithill, der die August-Serie in San Francisco gewann, war ausgesprochen unzufrieden mit dem ersten Rennen, bei dem er als Achter ins Ziel fuhr. „Mieser Start, noch schlechtere Manöver“ gab er später zu Protokoll. Das dürfte er wohl auch seiner Crew zwischen den beiden Läufen deutlich gemacht haben, denn im zweiten Rennen siegte er furios mit 37 Sekudnen Vorsprung auf den zweitplatzierten Hutchinson.

Dennoch: Ainslie liegt vorne, und geht selbstbewusst in das heutige Fleetrace. „Seit gestern wissen wir, wie sich ein Rennsieg beim AC anfühlt!“, sagte er den lokalen TV-Reportern. „Jetzt sind wir heiß!“

Auch bei den Matchraces war dem Goldmedaillengewinner bisher Fortuna hold: Gegen Luna Rossa Swordfish (Italien) hatten sie keine Probleme, was heute im direkten Viertelfinals-Vergleich gegen Spithill auf Oracle etwas anders werden könnte.

Die heutigen Matchraces beginnen um 16h Ortszeit (bei uns Mitternacht), die Flotte segelt ab 16:50 h. Übrigens: San Francisco erwartet am Wochenende an der Bucht eine der größten Menschenansammlungen in der Geschichte der Stadt. Es werden mehrere Hunderttausend Zuschauer erwartet, die das AC-Renngeschehen mit eigenen Augen sehen wollen. Und wenn’s nur auf den riesigen Leinwänden ist!

Live-Übertragung im Videostream (und danach mehr als 2-stündige Vollübertragung)

Resultate: Zwischenstand ACWS nach Rennen 2 (von 7)

 

 

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Ein Kommentar „ACWS San Francisco: Zwischenstand nach 2 Rennen – von 7!“

  1. avatar andreas borrink sagt:

    Vom doch eher behäbigen Finn auf einen AC45 in acht Wochen umzusteigen und darin auch noch zu gewinnen ist gigantisch. Was für ein Segler! Heute nacht Matchrace; zieh dich warm an, Spuckhügel!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 4

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