Alsterglocke 2015: Vom Steg aufs Boot, vom Boot auf den Steg – bierselig sportlich

Rauf und runter

Alsterglocke, fliegender Wechsel, Traditionsregatta

Hektisch und eng geht’s am Steg zu © pepe hartmann

Die Segler sprangen hoch, fielen öfters tief, jumpten weit und manchmal zu kurz … und hörten bei Landung die (Alster)Glocken läuten. 505 Teilnehmer auf 86 Booten wagten wieder den „fliegenden Wechsel“ am Steg des HSC

Seit 32 Jahren fragen sich nun schon die Alster-Segler immer wieder aufs Neue, wie um Himmels Willen das eigentlich klappen soll: An einem mit reichlich bierseligen Typen überfüllten Steg segeln die Boote zentimeterdicht vorbei, ohne jedoch anlegen zu dürfen. Ziel dieses „Manövers“ ist der möglichst vollständige Austausch der jeweiligen Bootscrew durch ein zweites Team, ohne dass die Boote zum Stillstand kommen (vulgo: Fliegender Wechsel).

Was sich wie ein eher einfach vollziehbares Manöver liest, sei in Wirklichkeit „echtes Hochleistungssegeln“ – behaupten jedenfalls die meisten Teilnehmer.

Denn nach jeder Runde kann (muss aber nicht) die am Steg verharrende Crew zwecks Verkürzung der Wartezeit, zur Inspiration für die Entwicklung verbesserter Sprungtechniken und zur mineral- und kalorienreichenreichen Stärkung des vom Segeln zuvor geschundenen Körpers die eine oder andere Hopfenkaltschale zu sich nehmen. Ein Angebot, von dem (so behaupten jedenfalls die langjährigen Teilnehmer der Traditionsregatta) häufig bis sehr häufig Gebrauch gemacht wird.

Segeln? Nebensache!

Sechs Runden mussten am vergangenen Wochenende über die Hamburger Außenalster gedreht werden. Seglerisch bei eher schwachen Winden an sich schon ganz reizvoll – regattatechnisch aber hier zur Nebensache degradiert. Denn die „Entscheidungen“ bei dieser Kultregatta fielen eben nicht beim Start, auf der Kreuz, beim Runden der Lee oder Luvtonne, sondern beim Sprung am Steg.

Unter dem Motto „Alle Jahre wieder“ wurden auch diesmal allerfeinste Weit- und Hochsprungtechniken, taktisch raffiniert ausgeklügelte Bootsübergaben und elegante Hüpfvariationen vom Steg aufs Boot und umgekehrt beobachtet.

Fotograf Pepe Hartmann hat dieselben für SR verlässlich eingefangen.

Ach ja, und Sieger gab es auch noch: Steve Kwee und Max Gurgel mit ihren Vorschotern gewannen auf einem 505er zum dritten Mal in Folge die Alsterglocke.

Ergebnisse 

Pepe Hartmann, Fotograf

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Ein Kommentar „Alsterglocke 2015: Vom Steg aufs Boot, vom Boot auf den Steg – bierselig sportlich“

  1. avatar Johannes Bahnsen sagt:

    Nicht ganz korrekt:
    1.: Wenn das Rennen nicht beim Segeln entschieden würde, wären dann die Gurgel-Brothers und Steve Kwee vorn gewesen?
    2.: Sie gewannen zwar zum 3. Mal, aber nicht in Folge. Im letzten Jahr gewannen die Hahlbrock-Sisters auf der X1 von Chris Winnington.(Fast korrekt hier zu nachzulesen: http://segelreporter.com/regatta/alsterglocke-2014-ziemlich-bier-aber-wenig-ernste-an-und-ablegekur/)

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