Alster-Glocke: Kultregatta in der Disziplin Staffel-Segeln. Strafe für “blanker Arsch”

Das Segel-Weitsprung Spektakel

Beherzter Sprung von einer J/24 auf den Wechselsteg am HSC. © Pepe Hartmann

Beherzter Sprung von einer J/24 auf den Wechselsteg am HSC. © Pepe Hartmann

Jedes Jahr trifft sich Mitte Oktober auf dem Steg des Hamburger Segel-Clubs eine Heerschar verrückter Segler, um die Saison mit viel Spaß ausklingen zu lassen. Das Segel-Staffel-Spektakel heißt Alsterglocke.

Es fand am Wochenende zum 29. Mal statt und zog 69 Boote mit über 450 Seglern auf die Alster da jedes Boot zwei Mannschaften benötigt und unter anderem 19 J-24 gemeldet hatten. Mit Fans und Zuschauern, drängten sich gut 800 Personen auf der Club-Anlage.

Das Besondere an der Alsterglocke ist das komplette Wechseln der Crews nach jeder der acht zu segelnden Runden. Dies geschieht fliegend, also ohne das Boot zu stoppen. Die Steuerleute versuchen ihr Boot so nahe wie möglich an den langen Steg des HSC zu dirigieren. Je schlechter der Steuermann, umso bessere Weitspringer sollten an Bord sein. Die Crews wechseln mit zum Teil waghalsigen Sprüngen.

Nicht selten werden Steg oder Boot knapp verfehlt. Das passiert immer öfter zum Ende des Rennens, was auch daran liegen mag, dass sich der jeweils pausierende Mannschaftsteil mit alkoholhaltigen Getränken die Wartezeit verkürzt. Dieser Umstand steigert bekanntlich Stimmung und auch Mut.

Aber bis auf eine Handvoll Badender ist auch diesmal wieder alles glimpflich abgelaufen, auch Dank Wettfahrtleiter Lennart Klemp und den fast vierzig Helfern.

Die Zeitstrafen bei der Alsterglocke sind so ungewöhnlich wie die Regatta.

Die Zeitstrafen bei der Alsterglocke sind so ungewöhnlich wie die Regatta.

Nach fast vier Stunden standen die Sieger dieser nach Yardstick berechneten 29. Alsterglocke fest. Es siegte auf einem 505er die Paarung Steve Kwee, VS: Thorsten Spötter / Max-Christoph Gurgel, VS: Karl-Martin Gurgel vor einer X1-Jolle, einem britischen Prototypen, der sogar fast noch eine 10 Minuten Zeitstrafe wegen einer Kollision weggesteckt hätte.

Aufsehen erregte aber besonders das Zurschaustellen des blanken Hinterteils eines J-24 Seglers vor dem Steg. Dieses Vergehen wurde zwar von einigen Zuschauern bejubelt, hatte aber eine 10 Minuten-Strafe zur Folge.

Ergebnisse

Die Regeln

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Ein Kommentar „Alster-Glocke: Kultregatta in der Disziplin Staffel-Segeln. Strafe für “blanker Arsch”“

  1. avatar Holger sagt:

    Glückwunsch an Steve und sein Team !
    Bringt die Alsterglocke mit zur Hanseboot und stellt das teil in eine der 2 Fiven dort

    Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 1

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