America’s Cup: Acht neue Herausforderer zum Medeschluss – Vorerst nur einer ist valide

"Keine voreiligen Schlüsse"

Zum heutigen Ablauf der Nachmeldefrist für den 36. America’s Cup haben sich acht weitere Herausforderer angemeldet. Sie sind aber weit von einer Teilnahme entfernt.

Die Royal New Zealand Yacht Squadron und das Emirates Team New Zealand haben bestätigt, dass bis zum Stichtag des Meldeschlusses für den 36. America’s Cup um 17.00 Uhr Ortszeit in Auckland acht weitere Herausforderungen eingegangen sind.

Aber für großartigen Jubel sorgte das im Camp des Verteidigers noch nicht. Nur eine weitere Meldung sei valide und könne sofort akzeptiert werden. Auch INEOS Team UK Sailing Team Manager Jono Macbeth erwartet laut Interview nur einen weiteren Konkurrenten. Die Identität des Syndikats ist allerdings noch nicht bekannt. Zuletzt hatten die Holländer ihren Hut in den Ring geworfen.

Ein großer Teil der Eingaben von den übrigen sieben Yacht-Clubs, die sich gemeldet haben, sind laut Team New Zealand CEO Grant Dalton vermutlich ungültig. Die geforderten Bedingungen sollen nicht eingehalten worden sein. Einige Vereine knüpfen ihren Start an Bedingungen, wie die Ausrichtung einer Vorregatta in ihrem Revier.

So gibt sich Dalton zurückhaltend. Er sei “wirklich ermutigt durch das große Interesse aus der ganzen Welt”, und klopft sich damit ein wenig selber auf die Schulter. Schließlich ist die geringe Teilnehmerzahl bisher das größte Manko beim 36. America’s Cup. Viele Meldungen bedeuten, dass die Neuseeländer und Luna Rossa als Challenger of Record so viel nicht falsch gemacht haben können, als sie das Rad mit dem neuen Monohull-Kraken-Foiler neu erfinden wollten.

Aber er schränkt selber ein: “Wir müssen vorsichtig bleiben und keine voreiligen Schlüsse über die endgültige Anzahl der Teams ziehen. Erst wenn der Annahmevorgang abgeschlossen ist, werden wir wissen, wie viele neben Luna Rossa, American Magic & INEOS Team UK, beim Prada Cup antreten werden”.

Prada Cup

Patrizio Bertelli (r.) präsentiert den Prada Cup beim Yacht Club Monaco, den Pokal für den besten Cup-Herausforderer. © Prada

Die Teilnahme einiger potenzieller Teams hänge an erforderlichen Änderungen des Protokolls. Und die müsse man zusammen mit dem Challenger of Record diskutieren und entscheiden.

Der Prozess der Bewertung der Meldungen beginne ab sofort. Von der Zahl der Teams ist unter anderem der Bau den Basen und der Platzbedarf im neuen America’s Cup Zentrum von Auckland abhängig.  Nach dem aktuellen Plan haben nur fünf Herausforderer Platz im Hafen.

Derweil hat Patrizio Bertelli bei einer großen Feierlichkeit im Yacht Club von Monaco den Prada Cup vorgestellt, der den Louis Vuitton Cup ersetzt. Außerdem wurde als  Austragungsort für die erste America’s Cup World Series Regatta mit den neuen AC75 Calgiari/Sardinien im September benannt.

 

 

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Carsten Kemmling

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