America’s Cup: Ainslie jagt über den Solent – Pirelli wechselt die Seiten

Fly by

Foiler, INEOS Team UK

Der Test-Foiler vom INEOS Team UK hebt im Solent ab bei 13 Knoten Wind. (klicken für Video)

Man konnte sich nach den ersten Renderings des neuen AC75 nicht vorstellen, dass das Kraken-Design funktionieren könnte. Aber Ben Ainslie fliegt mit einer Cupper-Mini-Version immer schneller über den Solent.

Monohull oder Katamaran, wie sollte der nächste America’s Cupper aussehen? Diese Frage beschäftigte die Profi-Segelwelt besonders, als die neuen Herren der alten Kanne aus Neuseeland und der erste Herausforderer aus Italien die nächsten Regeln für 2021 berieten.

Patrizio Bertelli bestand auf einem Einrumpfer, wohl auch um seinen Widerstand gegen die Formatänderungen von Ellison und Coutts bewusst zurückzudrehen, von denen er sich hintergangen fühlte. Wie wenig logisch aber der radikale Materialwechsel war, bestätigt  das jüngste Video vom fliegenden britischen Testboot. Ein Motorboot-Fahrer freut sich über das Fly By des britischen Segel-Helden.

AC75

Ben Ainslies INEOS Team UK übt mit einer kleineren Version des AC75 Cuppers auf dem Solent. Dabei wird noch einmal deutlich, wie irrelevant die Frage des Rumpfes bei einem Foiler ist, weil dieser sich ohnehin aus dem Wasser hebt.

Nur drei Herausforderer

Nun müssen die Teams teure Technik neu entwickeln, und so ist es kein Wunder, dass sich das immer weniger Syndikate leisten können oder wollen. Nur drei Vereine haben den Neuseeländer eine Herausforderung übergeben. Es wird immer unwahrscheinlicher, dass wirklich vor dem Meldeschluss im November noch jemand seinen Hut in den Ring wirft.

Der Test-Cupper der Briten

Auftriebskörper in Luv und Lee sorgen noch für Stabilität. Die Foils können geschwenkt werden.

Denn das Video von Ainslie zeigt, dass die Teams schon Vollgas geben und viele Daten sammeln. Die Mini-Version des neuen Cuppers scheint schon außerordentlich stabil zu fliegen. In dieser Phase der Entwicklung wird das Schiff überwiegend mit Computer-Power gesegelt. Die erhobenen Daten dienen dazu, den Seglern beizubringen, wie das Schiff bedient werden muss. Später während der Rennen sind keine Computer-Kontrollen erlaubt.

Gar nicht lustig dürften die Neuseeländer den Abgang ihres Co-Sponsors Pirelli finden. Der Reifenhersteller war bei den Kiwis an Bord unterstützt nun aber Luna Rossa. Ein logischer Weg für die italienische Firma, die sich 2017 insbesondere auf den Rudern des Kiwi-Kats verewigte. Aber die notorisch klammen Neuseeländer dürfte der Verlust schmerzen.

Pirelli unterstützte 2017 das Team New Zealand bei seinem Sieg in Bermuda. © Pirelli

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „America’s Cup: Ainslie jagt über den Solent – Pirelli wechselt die Seiten“

  1. avatar Christian1968 sagt:

    Hallo Segelreporter,

    der Artikel an sich ist ja durchaus interessant, aber wie immer finden sich wahnsinnig viele Rechtschreibfehler und Schludrigkeiten und Patrizio Bertelli wird zu Bertarelli.

    Jedes schnöde Textverarbeitungsprogramm hat eine automatische Rechtschreibkorrektur, könnt ihr,die nicht einfach kurz prüfen, bevor ihr die online stellt?
    Ich finde es einfach sehr schade, dass die Artikel sehr oft so schlampig geschrieben werden.

    Ahoi

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 28 Daumen runter 10

  2. avatar Kiter sagt:

    Na dass die Rumpfform des Bootes keine Rolle spielt ist sicher falsch. Die Rumpfform bestimmt mit, wie das Boot in den Foilzustand kommt (ab welcher Windstaerke etc).
    Das merkt man deutlich beim Kitefoilen, wo selbst die Form des Boards (Volumen, Scoop-Rockerlinie, Form des Unterwasserschiffs etc…) diesbezueglich einen grossen Einfluss hat.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 5

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