America’s Cup: Bermuda offiziell als Austragungsort 2017 benannt

"Perfekte Windbedingungen"

Das America’s Cup Management hat bei einer Pressekonferenz in New York die bereits  durchgesickerte Nachricht bestätigt, dass der 35. Cup in Bermuda ausgesegelt wird. Der für die kommerziellen Belange des Cups zuständige Harvey Schiller bescheinigt dem Inselstaat “nahezu perfekte Segelbedingungen”.

Der Rennkurs auf dem Great Sound sei ein natürliches Amphitheater mit viel Platz zum Segeln und für alle Zuschauer. Das Royal Naval Dockyard werde für die Belange der Cup Teams umgebaut.

America's Cup Bermuda

Das geplante AC Race Village in Bermuda. © America’s Cup

Bermudas Premier Minister Michael Dunkley führt neben dem guten Wind die ganzjährig guten klimatischen Bedingungen als Vorteil an wie auch die optimale Zeitzone, die für gute TV Zeiten in den USA und Europa sorge. Dieses Argument war von vielen Beobachtern als stärkstes gegenüber San Diego betrachtet worden.

Daneben werden steuerliche Vorteile und viel Geld eine Rolle gespielt haben. In wiefern das den Teilnehmern hilft, ist noch nicht klar. Schiller betonte aber, dass viele Vorteile den Teams zugute kommen werden. Gerüchten zufolge sollen zwei weitere Herausforderer möglich sein.

Viele Überholmanöver

James Spithill erklärte, dass der Rennkurs im Gegensatz zu San Francisco kein Einbahnstraßenkurs werde. Der Wind sei sehr variabel und bedeute viele Überholmanöver. “Die Rennen werden sehr spannend werden”.

America's Cup Kurs

AC Kurs in Bermuda. © ACEA

Darüberhinaus wurde in New York auch die zweite Auflage des Youth America’s Cups inklusive Sponsor Red Bull bestätigt. Die 19- bis 23-jährigen Nationalteams segeln auf den inzwischen zu Foilern umgebauten AC45 Katamaranen, die auch bei der  America’s Cup World Series zum Einsatz kommen.

In New York waren sechs Teams vertreten, die um den 35. America’s Cup segeln wollen. Neben dem Verteidiger Oracle Team (USA) stehen auf Seiten der Herausforderer Emirates Team New Zealand (NZL), Artemis Racing (SWE), Ben Ainslie Racing (GBR), Luna Rossa Challenge (ITA) und Team France (FRA).

Schwierigkeiten für Neuseeland

America's Cup Bermuda

America’s Cup Rennen ganz nah bei angenehmen Temperaturen auf Bermuda. © America’s Cup

Franck Cammas vom Team France kündigte an, dass er in den nächsten Wochen einen Sponsor Deal verlautbaren werde. Für Neuseeland wurde bisher gemutmaßt, dass die Wahl von Bermuda die Hoffnungen auf eine ausreichende Sponsor-Finanzierung sehr erschweren werde. So wurde in Neuseeland von einheimischen Kommentatoren schon gefordert, dass die Förderung des Staates ausgesetzt werden solle. Nur der Cup in San Diego und damit eine Präsenz auf dem US Markt habe einen Wert.

2015 beginnt die neue America’s Cup Phase schon mit der World Series auf den fliegenden AC45 Kats. Wenigstens vier Veranstaltungen sollen ausgetragen werden. Im Juni (5. – 7.) geht es an einem noch nicht benannten Ort los. Danach folgt Portsmouth (23. – 26. Juli), Göteborg (28. – 30. August) und Bermuda (16. – 18. August). 2016 sind weitere vier bis sechs Regatten geplant. Dafür sind bisher Portsmouth und Chicago als Standorte bestätigt.

Erst 2017 werden alle Teams mit ihren AC62 Katamaranen segeln und entsprechend der Ergebnisse bei der World Series gesetzt und mit Bonus-Punkten ausgestattet. Auch Oracle nimmt bei dieser Serie teil.

America’s Cup Eventseite

Die Pressekonferenz in voller Länge:

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „America’s Cup: Bermuda offiziell als Austragungsort 2017 benannt“

  1. avatar stefan sagt:

    Welcome to the “Somewhere near America’s Cup” 🙂

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 4

  2. avatar AbuDhabi must win the race! sagt:

    Sieht ja aus wie der Felsen wo Vestas aufgelaufen ist :O

    Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 3

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