America’s Cup: Dalton attackiert die Italiener – Vergleich der neuen Konstruktionen

"In die Irre geführt"

Alle drei Herausforderer rasen inzwischen mit ihren AC75 2.0 in den zukünftigen America’s Cup-Gewässern herum und zeigen sich vor den Kameras. Die Neuseeländer schnauben derweil immer noch vor Wut.

Grant Dalton kann es immer noch nicht fassen, dass sich die alten Kumpels aus Italien so giftig zeigen und das Segel-Verbot auf den zuschauerfreundlichen America’s Cup-Kursen verbieten ließen. Die Neuseeländer haben schließlich auch mit dem Argument, den Fans vor Ort ein Sport-Spektakel bieten zu können, Gelder vom Ministerium lockern können.

Der Team-New-Zealand-Chef bekundet in der Lokalpresse, dass er “Himmel und Hölle” in Bewegung setzen werde, um die Entscheidung des Schlichtungskomitees irgendwie noch rückgängig zu machen. So behauptet er, wie nun auch führende Vertreter der Stadt Auckland, dass es schon im Februar eine bindende Vereinbarungen gegeben habe. Die Herausforderer hätten gewusst, dass beim Prada Cup nicht auf den Innenkursen gesegelt werden darf, und Luna Rossa habe zugestimmt. Bei Luna Rossa heißt es dagegen, man sei erst im September über die Situation informiert worden. Die beiden anderen Challenger unterstützen die Italiener in ihrer Sichtweise.

Dalton sagt: “Wenn ich es freundlich ausdrücken will, wurde im Luna Rossa Team möglicherweise die Entscheidung, dass dem Deal zugestimmt wurde, nicht weitergegeben, nachdem es dort einen Management-Wechsel gegeben hat. Wenn ich es unfreundlich ausdrücke, würde ich sagen, dass der Challenger of Record die neuseeländische Öffentlichkeit und das Schiedsgericht in die Irre geführt hat.”

Auch das neue radikale Boot des INEOS-Team UK fliegt inzwischen stabil vor Auckland herum:

Bisher ist nicht klar, wie eine Einigung erzielt werden könnte. Die Entscheidung der Schlichter ist nicht berufungsfähig. Aber Dalton macht den Eindruck, als wolle er dessen ungeachtet noch ordentlich Druck auf die Herausforderer ausüben.

Der neue Luna-Rossa-Cupper in Aktion vor Auckland. © Luna Rossa

Derweil rasen Briten, Amerikaner und Italiener schon eifrig mit ihren Neubauten auf dem America’s-Cup-Revier umher, während sich die Neuseeländer das Geschehen in Ruhe ansehen. Es ist noch nicht bekannt, wann sie den Stapellauf ihrer neuen Yacht planen. Die Kiwis haben zwar bis zum entscheidenden Cup-Match noch mehr Zeit als die Gegner, aber auch sie müssen im Dezember beim ersten Test-Rennen an den Start gehen.

Der britische Cup-Spezialist Matt Sheahan erklärt die Unterschiede der drei neuen Cupper:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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