America’s Cup: Designer und Segler verlassen das Team New Zealand

Kiwis in Nöten

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff beim Team New Zealand. Nach dem Design Chef Nick Holroyd ist auch Pitmann Jeremy Lomas gegangen. Nur noch drei Segler vom vergangenen Cup sind an Bord.

Team New Zealand, Kenterung

Near Miss. Team New Zealand kurz vor der Kenterung. © ACEA/Balazs Gardi

Die Sieger der Herzen vom 34. America’s Cup fallen gerade ziemlich auseinander. Am Donnerstag wurde bekannt, dass der Designer Nick Holroyd das Team nach 18 Jahren verlässt. Er hatte die Konstruktion verantwortet, mit der es dem Kiwi Team fast gelungen wäre, Oracle zu schlagen.

Es wird nun vermutet, dass Holroyd zum japanischen Team wechseln könnte, bei dem der geschasste ex Kiwi Skipper Dean Barker Unterschlupf gefunden hat. Die Japaner haben den Milliardär Masayoshi Son als Geldgeber im Boot.

Zuvor hatten schon die beiden Grinder Winston Macfarlane und Derek Saward das klamme Team verlassen. “Aus persönlichen Gründen”, sagt Macfarlane, der nicht näher darauf eingehen will.

Das Team New Zealand bemühte sich mit einer Stellungnahme Ruhe in die Situation zu bekommen. “Wir bleiben in der Spur, um eine wettbewerbsfähige Herausforderung auf die Beine zu stellen und Grant Dalton ist zurzeit in Europa, um sehr aufregende Möglichkeiten für das Team weiter zu verfolgen.”

Aber der Aderlass hört auch am heutigen Tag nicht auf. Nun hat der erfahrene Pitmann Jeremy Lomas gekündigt. Dieser Abgang kommt besonders überraschend, weil Lomas vor kurzem noch mit dem Kernteam eine Trainingseinheit auf den neuen Onedesign AC45 Foilern absolviert hatte.

Damit sind nur noch drei Segler aus dem San Francisco Team dabei. Glenn Ashby als Sailing Director, Taktiker Ray Davies und Vorschiffsmann Richard Meacham. Dazu kommen die 49er Stars Peter Burling, der das Steuer übernimmt und sein Vorschoter Blair Tuke.

Der Abgang der Grinder kann möglicherweise verschmerzt werden, weil die Crew auf den neuen AC48 Cuppern im Vergleich zu den AC72 von elf auf sechs reduziert wurde. Reine Muskelmasse reicht nicht mehr aus. Aber wenn der Design-Chef und der Pitmann gehen, ist der Zustand des Kiwi Teams Besorgnis erregend.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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