Meinung America’s Cup: Große Krise – Wie es so weit kommen konnte – 20 Mio für die Tonne

"Vulgäre Strandveranstaltung"

Es ist wieder einmal unglaublich, was da gerade beim America’s Cup passiert. Fast scheint es, als hätten die Organisatoren Angst, einen Ruf zu verlieren. Es mag ihnen zu nett, zu freundlich und zu fair zugegangen sein. Beim Cup sollte man schließlich fies, eklig und böse sein. Das ist die Marke, die es zu verkaufen gilt.

Luna Rossa

Das italienische America’s Cup Team ist raus aus dem Spiel. © Luna Rossa

Anders ist es kaum zu erklären, dass das Oracle Team um Larry Ellison und Russell Coutts das schwankende Gebäude eines funktionierenden America’s Cups, an dem sie Jahre lang entgegen vieler Widerstände bauen, mit dem Hintern wieder einreißen.

Sie hatten viel Glück, dass der vergangene AC ein so großer Erfolg wurde. Durch die wenigen Meldungen und nach dem Artemis Desaster hätte es mit den Katamaranen arg nach hinten losgehen können. Aber die ungeplante Foiler-Entwicklung und schließlich der unglaubliche Zweikampf mit den Kiwis, dem einzigen Team auf Augenhöhe, sorgte für das beste Segelduell aller Zeiten.

Darauf ließe sich aufbauen. Zwar hielt Coutts nicht sein Versprechen, den nächsten Cup für die potenziellen Teilnehmer Teams erschwinglich zu machen. Und prompt hatte der 35. Cup seinen ersten Skandal als der Challenger of Record aus Australien aus Kostengründen einen Rückzieher machte. Aber immerhin fünf spannende Herausforderer nahmen das Abenteuer an.

Solider Marschplan für Luna Rossa

Es hätte ein toller Cup werden können. Auch wenn die Franzosen finanziell wohl auf der Strecke geblieben wären. Aber der Rest des Feldes hätte Ellison durchaus Schwierigkeiten bereiten können.

Insbesondere Luna Rossa, die einen soliden Marschplan befolgten. Der chancenlose Schnelleinstieg für 2013 war nichts anderes als die langfristige Vorbereitung für einen Sieg beim nächsten Cup. Dafür stellten die Italiener entsprechend der festgelegten Regeln ihr Team auf. Sie begannen auf der neu gebauten Basis in Sardinien früher als alle Konkurrenten mit dem Training und Design-Tests.

Das Design-Team wuchs schnell auf 31 kluge Köpfe an. Prominentester Vertreter ist der deutsche Flügel Papst Martin Fischer, der für viele der aktuellen Entwicklungen bei den fliegenden Segelbooten verantwortlich ist. Die Strategie war klar: Früh anfangen, viel testen und schließlich ein überlegenes Design aufs Wasser bringen. So werden America’s Cups gewonnen.

Luna Rossa Artemis

Artemis gegen Luna Rossa. Ungleiches Duell in San Francisco. © ACEA/Abner Kingman

20 Millionen Euro für die Tonne

20 Millionen Euro will Patrizio Bertelli schon in sein Team investiert haben. Die Basis war das Protokoll. Es legt die Spielregeln fest. Der Wettkampf hatte zu dem Zeitpunkt begonnen als das Schriftstück verfasst und die Meldung des Herausforderers aktzeptiert war. Luna Rossa hatte das passende Personal versammelt, um am Ende zu gewinnen. Es wurden heftige Bieter-Wettkämpfe geführt um die schlauesten Ingenieure einzustellen.

Wie kann man da auf die Idee kommen, mitten im Wettkampf die Regeln zu ändern? Es ist so, als würde man erst sagen, wir segeln im Starboot, die Teams heuern starkes, schweres Personal, und dann wird plötzlich Opti gesegelt. Ein unglaublicher Vorgang.

Der Prada Boss macht es noch einmal deutlich gegenüber der Zeitung La Repubblica. “Das Verrückte ist doch, dass wir alle aufschrieen, als uns das erste Protokoll bekannt gemacht wurde. Wir fanden es falsch und zu teuer und schlugen 55 Fuß Boote vor. Aber sie blieben dabei und zwangen uns zuzustimmen und in das Projekt zu investieren, das sie jetzt wegwerfen wollen. Das sind keine seriösen Menschen und ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Was mich betrifft, endet der America’s Cup hier. Für immer. Unwiderruflich.”

Freundlichster Cup der Historie

Wie konnte es so weit kommen? Dieser Cup wäre doch fast als eine der freundlichsten Sequenzen in die Historie der Regatta eingegangen. Ellison und Coutts hatten gegen alle Widerstände den Wechsel zur neuen Foiler Klasse durchgedrückt, und sie behielten Recht, dass es funktionieren würde.

An dieser neuen Ära wollten alle mitarbeiten. Und der Verteidiger Oracle sprach mit seinen Herausforderern, ließ sie mit planen und mit entscheiden. Dabei wurde es schnell klar, dass der 35. America’s Cup für die Teilnehmer dann doch teurer werden würde, als versprochen.

Aber gerade Luna Rossa ging auf diesem Demokratie-Weg mit bestem Beispiel voran und wollte nicht alleiniger Challenger of Record sein. Ohne Not gab Bertelli die Macht dieser Position ab und teilte sie mit den Kollegen. Im Nachhinein war es ein Fehler. Denn schließlich wurden die Italiener bei der Entscheidung hin zu einem kleineren Boot überstimmt.

Verschiedene Interessen

Die Fronten hatten sich verschoben. Verschiedene Interessen stellten sich dar. Die Franzosen sahen plötzlich eine Chance, auch mit einem Mini-Budget doch noch ihre Kampagne durchzuziehen. Ainslie ist mit seinen Briten besser aufgestellt, könnte aber auch nicht gegen die reichen Teams bestehen.

Warum Artemis das Downsizing befürwortet ist nicht so richtig klar. Ob der reiche Geldgeber Torbjörn Tornquist nach der politischen Krise auch finanziell unter Druck geraten ist? Oder fühlt sich das Team um Ainslies Freund Iain Percy  besonders seglerisch so gut aufgestellt, dass es glaubt, gerade auf diesem Gebiet gut punkten zu können.

Denn wenn das beschlossene Downsizing durch teilweise vereinheitlichtes Material die Wichtigkeit des Design-Aspekts verringert, dann rücken die Boote speedmäßig zusammen. Daraus ergibt sich eine gestiegene Bedeutung der Segler. Und da hat Artemis mächtig auf dem Markt zugelangt. Das schwedische Team zählt sieben Olympiasieger in seinen Reihen und hat mit 49er Olympiasieger Nathan Outteridge den vielleicht besten Schnellsegler der Welt am Steuer.

Luna Rossa investierte nicht so sehr in Segler

Leider muss man die Interessenlage wohl so skizzieren. Es geht nicht um das Wohl der Veranstaltung, sondern gerade in der jetzigen Phase ganz besonders um die Wahrung der eigenen Interessen. Auch bei Luna Rossa. Mit dem aktuellen Segler-Kader ohne die großen Stars sind sie für 2017 nicht besonders gut aufgestellt für einen vermehrt auf seglerische Leistung zielenden Cup.

Auch den Neuseeländern geht es ums Geld. Die haben wenig davon uns sollten eigentlich nichts gegen ein kleineres Boot habe. Es würde sie auf Anhieb wieder konkurrenzfähiger machen. Zumal mit Peter Burling und Blair Tuke starke Speed-Spezialisten an Bord sind. Aber die Kiwis möchten sich das Geld von der Regierung sichern. Und das soll nur fließen, wenn die Qualifikation wie geplant in Auckland stattfindet. Schwer zu glauben, dass sie diesen Kampf bis zum Ende ausfechten.

Und wo liegt nun das Interesse von Larry Ellison und Russel Coutts? Eigentlich schienen sie den Weg für einen erfolgreichen Cup 2017 einigermaßen im Griff zu haben. Warum bestand plötzlich Handlungsbedarf? Hatten sie wirklich nur Angst vor möglichen großen Fortschritten bei Luna Rossa?

Angst vor dem Ausstieg weiterer Herausforderer

Das ist schwer zu glauben. Finanziell und technisch sollten die Amerikaner immer mithalten können. Und gerade ein starker Gegner macht den Cup besonders attraktiv. Das hat schon die vergangene Auflage bestens bewiesen.

Deshalb mag es eher darum gegangen sein, die verbliebenen Teilnehmer bei der Stange zu halten. Die Franzosen standen wohl kurz vor dem Ausstieg. Und ob Ainslie seine avisierten 100 Millionen Euro zusammenbekommen würde, schien zuletzt auch fraglich.

Da wollten Ellison und Co wohl lieber eine relevante Zahl an Teilnehmern im Feld behalten und vielleicht neue dazu bekommen als auf die Interessen der Italiener einzugehen. Dass es extrem unsportlich ist, zu so einem späten Zeitpunkt die Regeln zu ändern, spielt in diesem Spiel längst keine Rolle mehr.

“Vulgäre Strandveranstaltung”

Ist das nun das Ende des America’s Cups? Bruno Troublé, das französische Cup-Urgestein und der langjährige Louis Vuitton Beauftragte, ist davon überzeugt. Er hält das Oracle Team für hoffnungslose Hüter des Cup Mythos. Sie würden den Stil und die Eleganz der Regatta zerstören, die unter anderem Louis Vuitton 30 Jahre zur Partnerschaft bewogen hätten. “Nun handelt es sich nur noch um eine vulgäre Strand-Veranstaltung die nach Sonnencreme und Pommes riecht. Das ist definitiv nicht DER Cup.”

Aber das war er schon 2013 nicht mehr. Und genau das ist der Erfolg. Noch nie wurden so viele Menschen durch diese Regatta fasziniert. Und in diesem Sinne halte ich auch das angestrebte Downsizing für alles andere als ein Problem. Der Weg ist fies und schwer nachvollziehbar, aber das Ergebnis könnte der Veranstaltung helfen.

Gejammer über fehlende Eleganz

Ich mag dieses Gejammer über zu kleine Boote und fehlende Eleganz nicht mehr hören. Ich sehne mich nach einer professionellen Bühne, auf der die besten Segler der Welt auftreten. Der America’s Cup hat diesen Anspruch. 2013 spielten zwar auch die Technik und die Konstrukteure eine große Rolle, aber weil die Schiffe im Finale ähnlich schnell waren, konnten auch die Segelstars glänzen.

Ich könnte sehr gut auf diesen Bastel-Aspekt verzichten. Zustände wie bei der Formel 1 im vergangenen Jahr als die Silberpfeile unschlagbar waren, sind schwer zu ertragen. Die gleiche Diskussion gab es doch auch beim Volvo Ocean Race. Der Schritt zum One Design war allerdings ein großer Erfolg. Noch nie gab es ein so spannendes Rennen.

Zurzeit ist ein solcher Leistungsvergleich der besten nur noch im Olympischen Segeln vorhanden. Auf professioneller Ebene funktioniert im Segelsport dagegen sonst nichts. Immer mehr basteln sich reiche Eigner ihre eigenen Spielfelder, steuern selber, beschäftigen teure Crews und glauben, selber den Nabel der Segelwelt darzustellen. So läuft es bei den RC44, Farr40,  Maxis oder TP52.

Professionelle Circuits wie die Extreme Sailing Series, oder die World Match Racing Tour sind nicht stabil genug, um tatsächlich den besten Seglern der Welt ein stabiles Auskommen zu bieten. Dieses Potenzial hat nur der America’s Cup.

Kleinere Kats sind die richtige Richtung

Und da sind die Organisatoren eigentlich in der richtigen Richtung unterwegs. Ein Cup mit 48 Fuß Boliden, die am Wind mit 20 Knoten foilen und vor dem Wind sogar doppelt so schnell werden. Sie sind so manövrierfähig, dass jede kleinste Winddrehung ausgenutzt werden kann. Wenn genügend Teams auf Augenhöhe am Start sind, sollte das eine großartige Show werden.

Alle wollen eigentlich das Gleiche. Deshalb ist es eigentlich unglaublich, dass es nun trotzdem zu diesem Zerwürfnis gekommen ist. Und der Verlust von Luna Rossa ist ein Desaster. Was für ein stolzes, starkes Team, das da nun vor die Hunde geht.

Wie geht es nun weiter? Offiziell üben drei Herausforderer und Oracle den Schulterschluss.  Sie wenden sich mit einem Statement gegen die Kritik an den Regeländerungen, die in der Ausarbeitung allen vorgelegen hätte und schließlich von der Mehrheit der America’s Cup Teams beschlossen worden sei.

Ausreizen bis zum Ende

Es wird sich zeigen, ob die Kiwis noch einen Weg zum Mitmachen sehen. Ohne ihre Teilnahme und die von Luna Rossa leidet die Attraktivität des Cups enorm. Diese Karte werden sie noch bis zu Ende ausreizen. Und genau darum geht es nur. Alle wollen das Spiel gewinnen, bei dem es um die Wahrung der eigenen Interessen geht.

Das wird wohl so lange so bleiben, bis endlich einmal Regeln festgesetzt sind, die mehrere Cup-Perioden überdauern. Ob es wirklich einmal so weit kommt, ist fraglich. Der America’s Cup hat schließlich einen Ruf zu verteidigen. Fies, eklig und böse muss es zugehen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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8 Kommentare zu „America’s Cup: Große Krise – Wie es so weit kommen konnte – 20 Mio für die Tonne“

  1. avatar Uli sagt:

    One design ist nicht der richtige Weg für den Cup das ist meine Meinung!

    Um sich rein seglerisch gegenseitig zu messen gibt es die Olympischen Klassen und zahlreiche andere One Design Klassen zu genüge. Sollte der Cup zur One Design show werden wird er auf kurz oder lang genau so bedeutungslos werden, wie all die andren One Design Klasse. Bei Cup ging seither immer schon neben starker seglerischen Leistung um Technologie und Ingenieurskunst. Und genau eben das hat den Cup so besonders gemacht. Bis vor kurzem wusste der Verteidiger bis zum Finale nicht mal wie schnell er eigentlich im Verhältnis zu den Herausforderer ist. Aber wenn der Verteidiger jetzt auch all die Vorregatten mit segelt, ist selbst diese Spannung dahin. One Design ist zwar kosten technisch effizient, killed aber auch jede Weiterentwicklung und know how Transfer auf die restliche Segelwelt. Wenn der Cup schon damals One design gewesen wäre würden wir vielleicht immer noch mit Langkielern durch die Gegend fahren…… nur mal so my common sense dazu.

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    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      da hast du etwas falsch verstanden. oder ich habe mich falsch ausgdrückt. eine reine one design regatta als AC halte ich auch für eher schwierig. es geht mir nur um die verschiebung der prioritäten. der weg one design elemente zuzulassen, wie es wohl beabsichtigt ist, mag der richtige sein. man muss am ende einfach genügend teams auf augenhöhe haben, damit es spannend wird. und das funktioniert bei einer neuen klasse nur, wenn man die material etwicklung auf bestimmte bereiche reglementiert.
      ich bin nur dafür, dass die qualität der segler eine wichtige rolle für den sieg spielt. dass die besten der welt ein funktionierende spielfeld bekommen. ich denke, dass man den design-spielraum extrem reglementieren muss, damit nicht automatisch immer das reichste team gewinnt. meinetwegen muss eine solche regatta nicht unbedingt america’s cup heißen. auf die historie kann ich auch verzichten. aber die zugkraft dieses namens muss man wohl ausnutzen.
      2007 hatte man schon sehr ähnliche yachten, weil die formel für die IACC yachten nach 15 jahren annähernd ausgereizt war. da gab es viele teams und spannende rennen. aber 15 jahre mag nun niemand warten.
      eigentlich schien es, dass oracle diese situation genau so erkannt hat. dass sie eine kommerziell funktionierende veranstaltung auf die beine stellen wollten und dafür ein hohes risiko eingehen würden, nicht allein mit dem höheren budget gewinnen zu können. aber so wie sie das ding jetzt gegen die wand gefahren und die italiener vergrault haben, mag man doch wieder sehr an den wahren zielen zweifeln.

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 9 Daumen runter 12

  2. avatar Sportgeist sagt:

    Stellt Dir mal vor, es ist Regatta und keiner (der ein ernsthafter Gegner für Oracle wäre) geht hin.

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  3. avatar Alex sagt:

    treffender kann man es nicht sagen:

    “… und setzt dabei aufs Spiel, was den Cup in seiner 164-jährigen Geschichte so erfolgreich sein ließ: die Einzigartigkeit.”

    (Quelle Yacht online)

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  4. avatar exl@gmx.de sagt:

    Carsten, Du sagst es doch im Prinzip selber:
    “[..]Professionelle Circuits wie die Extreme Sailing Series, oder die World Match Racing Tour sind nicht stabil genug [..]. Dieses Potenzial hat nur der America’s Cup. [..]”

    Die Frage ist doch, warum die genannten, professionellen Circuits, immerhin durchaus dem Modell der Einheitsklassen folgend, nicht stabil genug sind – und warum der America’s Cup als letzte verbliebene Veranstaltung hier eine Ausnahme bildet.
    Möglicherweise liegt die Antwort eben genau im bisherigen Alleinstellungsmerkmal des Cup, nämlich des elitären, geldverprassenden, überteuerten, egomanischen Konstrukteurswettbewerbs der Milliardäre.

    Ob, oder besser: wie lange der America’s Cup als professioneller Einheitsklassen-Circuit von seinem Namen zehren und dadurch als ‘stabile Basis’ weiterexistieren kann, bleibt abzuwarten.
    Immerhin ist die gesamte Konstruktion, die aus der deed of gift folgt, nicht auf einen kontinuierichen Rennzirkus ausgelegt, sondern muss jeweils zwischen zwei Parteien neu festgelegt werden.
    Dafür gibt es allerdings deutlich sinnvollere Konstruktionen, siehe GC32 oder Extreme Sailing Series.
    Ich sehe an der Stelle keinen wirklichen Mehrwert für noch eine Katamaranserie in der Bootsgrössenkategorie, foiling oder nicht – auch, wenn America’s Cup draufsteht.

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  5. avatar Mirko sagt:

    Ehrlich gesagt finde ich das aktuell Volvo Ocean Race auch nicht spannender als frühere. Zwar liegt das Feld extrem eng beieinander, aber für mich gehörte bei diesem Rennen immer das Abenteur Natur-Technik-Mensch dazu – inkl. Bootsdesign. Jetzt denke ich manchmal, die fahren Dreiecke oder Match Races, aber halt mit 200 Runden.
    Kurz: One-Design ist ein Wettkampf mit einer Dimension weniger und wird nie Königsdisziplin sein.

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  6. avatar Paul sagt:

    Also erstmal kann hier niemand von einem spannenden VolvoOceanRace sprechen. Die Boote sind gleich schnell und sehen sich auf dem AIS, sodass der der zu erst zuckt verliert bzw. doch die Teams, die sich noch zusätzliche ShoreCrew leisten können, einfach besser gepflegtes Material haben.

    Und sollte der America’s Cup zu einer noch mehr verkommenen OneDesign-Geschichte werden, können wir uns bald nur noch an die gute alte Zeit erinnern, in der es Mal einen America’s Cup gab.
    Durch die Einführung von einheitlichen Teilen wird jeglicher Technologietransfer sowie durch die Verringerung der Crewstärke imme weniger Segler eine Chance haben am Cup teilzunehmen.

    Ist dass das Ziel? Ich glaube nicht. Erinnert man sich an die großartigen Zeiten von Alinghi, wo hunderte Segler und Ingenieure an der Weiterentwicklung des Segelsports gearbeitet haben. Sie waren der Motor für neuartige Segel oder modernste Technik.

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  7. avatar Chris vom Südsee sagt:

    Entscheidend ist das richtige Formulieren der Box-Rule. Man siehe die Moth, die Class Rules haben sich über die Jahrzehnte nur unwesentlich verändert (Segelfäche, max. Länge/Breite, einrümpfer, …) und es ist seit Jahren das innovativste Einmannboot der Welt.

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