America’s Cup: Empfang des Siegerteams in Auckland – Wie Burling gehalten werden soll

Der Cup ist Zuhause

Das siegreiche Team New Zealand ist nach einem Stopp beim Sponsor Emirates in Auckland angekommen und kann sich über eine Finanzspritze der Regierung freuen. Auch damit Alinghi nicht wieder die Besten abgreift.

Grant Dalton bei der traditionellen Begrüßung von einer Maori-Führerin. Ihr Body-Guard passt auf 🙂 © Borlenghi Studio

Am Tag der Siegesparade in Auckland können sich die Mitglieder des Emirates Team New Zealand auch über ein wenig Konstanz bei der Planbarkeit der nahen Zukunft freuen. Die Regierung hat eine Unterstützung in Höhe von umgerechnet 3,2 Millionen Euro bewilligt, um die Helden trotz der Ende Juni ausgelaufenen Verträge bei der Stange zu halten.

So muss sich Grant Dalton zu Beginn der Kampagne gefühlt haben. © Borlenghi Studio

Die Phase nach dem Abschluss eines America’s-Cup-Zyklus ist für die Teams immer kritisch, da sich das Personal-Karussell sofort zu drehen beginnt. Es ist zwar noch nicht klar, wie die nächsten Cup-Regatten aussehen sollen, und ob zum Beispiel Fahrrad-Grinder wieder eine Rolle spielen. Aber zumindest die Schlüsselfiguren besonders auch im Design-Team haben selten so aussichtsreiche Chancen, finanziell lukrative Deals mit potenziellen Cup-Herausforderern abzuschließen.

Der Cup zum Anfassen auf dem Flughafen in Auckland. © Borlenghi Studio

Den Neuseeländern wird die desaströse Cup-Verteidigung 2003 noch gut im Gedächtnis sein. Nach dem Sieg 2000 fiel das Team mangels solider Finanzierung auseinander, und Russell Coutts wechselte mit seinen besten Seglern zum schweizer Alinghi Team. Sie siegten schließlich überlegen gegen die Landsleute.

Der Cup beim Zoll. © Borlenghi Studio

Öffentliche Gelder in gleicher Höhe hielten Neuseeland auch nach der knappen Niederlage in San Francisco 2013 erst einmal in der Spur. Als danach allerdings die Folgefinanzierung große Lücken aufwies, und die Play-Off-Regatten nicht mehr wie vertraglich festgelegt in Auckland stattfinden sollten, strich die Regierung die zugesagte Millionen-Hilfe. Die erneute Herausforderung der Neuseeländer drohte zu scheitern. 

Die Kiwis mit dem Ojekt der Begierde. © Borlenghi Studio

Entwicklungsminister Simon Bridges bestätigt nun:  “Das Geld stellt sicher, dass sich Peter Burling nicht entscheidet, sich anderweitig umzuschauen.” Es solle allerdings nicht für neue Mitglieder verwendet werden, sondern nur für das aktuelle Team.

Glenn Ashby präsentiert die Kanne im Flugzeug. © Borlenghi Studio

 

Das Ministerium weist darauf hin, dass der America’s Cup ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das kleine Land ist. Schon für den 34. Cup seien Investitionsgeschäfte im Wert von umgerechnet gut 300 Millionen Euro getätigt worden.

Die Royal New Zealand Yacht Squadron. Wieder die Heimat des America’s Cups. © ETNZ

Es wird erwartet, dass diesmal weitere Gelder aus der Staatskasse fließen werden, um einen würdigen 36. America’s Cup in Auckland auszurichten, so wie es auch bei den führenden internationalen Rugby-Veranstaltungen im Land passiert. Dabei spielt die Marine-Indurstrie in Neuseeland eine besondere Rolle, da sie Jahreserträge von rund 1 Millarde Euro generiert.

Wie wichtig die Unterstützung des eigenen Landes bei den Cup-Ambitionen sind, mag der Video Clip zeigen, den Alinghi zur Feier des zehnten Jahrestages nach dem Gewinn des 32. America’s Cups veröffentlicht hat. “Wir warten auf die nächsten America’s Cup Regeln”, sagt darin Ernesto Bertarelli und bestätigt damit sein Interesse am nächsten Cup, das er nach vielen Gerüchten auch schon dementiert hat.

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Carsten Kemmling

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