America’s Cup-Entscheidung: Die ermüdende Hängepartie scheint entschieden

And the winner is...

Wo findet der nächste America’s Cup statt? Erst am Donnerstag soll die Entscheidung offiziell verkündet werden. Aber es gibt schon Leaks, aus denen sich ein Sieger ergibt.

Team New Zealand gibt Gas mit seinem AC75. © AC Media

Aktuell steht der Sail Grand Prix im Mittelpunkt des internationalen Segelport-Interesses. Er schickt sich mehr und mehr an, auf Dauer dem America’s Cup den Rang abzulaufen. Zwar waren das Interesse und die Spannung im vergangenen Jahr zur gleichen Zeit immens und besonders die spektakulären neuen Rennmaschinen trugen dazu bei. Aber es liegt in der Natur dieser Regatta, dass das Momentum jeweils verloren geht, bis die Eckdaten für die nächste Veranstaltung bekannt sind.

Diesmal sorgt insbesondere die Hängepartie zum Austragungsort für Spannungsverluste. Während es normalerweise klar ist, dass die Cup-Regatta auf dem Heimrevier des Gewinners stattfindet, hat das Team New Zealand diesmal beschlossen, die Lücke im Verteidigungs-Haushalt durch die Ausschreibung an den Meistbietenden zu schließen.

Während die gegnerischen Teams immense überwiegend private Geldmittel zur Verfügung haben, können die Neuseeländer – auch wegen der Corona-Krise und des dadurch schwächelnden Hauptsponsor Emirates – auf diesem Gebiet nicht mithalten. Das Geld für Team und Entwicklung muss deshalb zum großen Teil durch die Vergabe der Ausrichter-Rechte generiert werden.

Saudi-Arabien?

Die Verhandlungen verliefen ermüdend. Erst scheiterten die Verhandlungen mit der neuseeländischen Regierung und der Stadt Auckland, dann startete die Suche in Übersee. Zuerst schien Valencia gute Karten zu haben, dann Cork in Irland. Auch Saudi-Arabien wurde immer wieder genannt. Wohl auch um den Preis hochzuhalten. Als die politischen Fürsprecher in Irland Probleme bekamen, wurde die Frist um ein halbes Jahr bis Ende März verlängert.

Nun muss also die Entscheidung fallen. Und so ist es kein Wunder, dass Meldungen über den Zuschlag geleakt werden.

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Carsten Kemmling

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