America’s Cup: Foilende Cupper am Wochenende in Göteborg – Artemis gekentert

Rasen zwischen den Felsen

 

Die America’s Cup World Series macht Station in Göteborg. An zwei Tagen rasen die sechs Teams mit One Design Katamaranen um die Wette. Auf dem Spiel stehen erste Punkte für den Cup.

Mit Spannung war die erste Veranstaltung der neuen America’s Cup Ära in Portsmouth erwartet worden. Die Segel-Action wurde besonders von begeisterten Zuschauern vor Ort gelobt. Aber die Bedingungen erlaubten nur einen Segeltag.

Hinderlich für die Begeisterung ist auch der inzwischen zahlungspflichtige Zugang zu den Bewegtbildern. In Deutschland ist das Spektakel nur über eine App zu verfolgen, die auf mobilen Geräten abgespielt wird. Der Preis: 7,99 Euro für das Wochenende. Im Web gibt es keinen Zugang mehr.

Artemis

Artemis ist beim Training gekentert. Ganz langsam auf einem Am Wind Kurs. Viel ist nicht passiert. © Sander van der Borch

Der Markt muss zeigen, ob das Angebot spannend genug ist. Für eine schnelle Verbreitung der neuen Faszination gerade in Deutschland ohne teilnehmendes Boot ist das allerdings wenig hilfreich. Aber die Veranstalter halten ihr Produkt offenbar für attraktiv genug, um die gesamte Serie als wirtschaftlich stabile Serie zu etablieren. Sie vertrauen darauf, dass sie Abnehmer für die Fernseh-Rechte finden.

Sportlich sind die Rennen sicher hochkarätiger als je zuvor. Die sechs Teams bewegen sich mit den One Design Kats auf Augenhöhe. Und definitiv sind die besten Segler der Welt am Start.

Artemis will sich rehabilitieren

In Portsmouth konnte sich überraschend Ben Ainslie mit seinem BAR Team durchsetzen, und das Ergebnis ist aller Ehren wert, auch wenn wegen eines Sturm-Ausfall-Tages nur zwei Rennen an einem einzigen Tag gesegelt wurden.

In Göteborg wird nun erwartet, dass sich das Heimteam rehabilitiert nach einigen Handling-Problemen in England. Sicher ist, dass es sich kein Team leisten kann im Gegensatz zu früher, diese Regatta als reine Show-Veranstaltung abzutun.

Die Rennen zeigen, wie gut die Mannschaften aufgestellt sind. Die Möglichkeiten an der Design-Front sind bekanntlich nach der Veränderung des Regelwerks und dem Downsizing zu einem AC48 Flügelkatamaran deutlich beschränkt.

Die Limits werden ausgelotet werden. Das zeigt schon die schwedischen Gastbeber vom Artemis Team. Nathan Outteridge kenterte mit dem Foiling Kat im Training als beim Anluven von einem Vorwindkurs das Lee-Backstag nicht gelöst war.

Stand nach dem ersten Event

1. Land Rover BAR – 19p
2. Emirates Team New Zealand – 18p
3. ORACLE TEAM USA – 16p
4. Groupama Team France – 13p
5. Softbank Team Japan – 13p
6. Artemis Racing – 11p

Verpatzte Trainingshalse vom Japan Team. Pinne aus der Hand gerutscht:

Practice Day Wipe OutThis is what happens when your tiller extension pops out mid-gybe on an AC45F! Fun in Gothenburg…second practice day starts in a couple hours! America’s Cup #LVACWSGothenburg

Posted by Dean Barker on Freitag, 28. August 2015

 

Portsmouth aus der Sicht des BAR Teams:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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Ein Kommentar „America’s Cup: Foilende Cupper am Wochenende in Göteborg – Artemis gekentert“

  1. avatar OG sagt:

    @Carsten:
    Wenn es Dean Barker war, der die Halse verpatzt hat, dann war es aber das SoftBank Team Japan, nicht ETNZ. just sayin’ 😉

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 1

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