America’s Cup: Großer Ärger um Regel-Änderung für die Ruder-Tragflächen

"Sie beuten den Tod aus"

Der italienische Luna Rossa Skipper Max Sirena äußert sich wütend über die Regeländerungen und stellt in Aussicht nicht an den Start zu gehen. Eine Protestverhandlung startet am 8. Juli.

Patrizio Bertelli und Skipper Max Sirena

Patrizio Bertelli und Skipper Max Sirena sind sauer. © Borlenghi/Luna Rossa

Ein Tag vor der offiziellen Eröffnung des 34. America’s Cups mit dem ersten Louis Vuitton Cup Rennen am 7. Juli zwischen Luna Rossa und dem Team New Zealand, ist die Stimmung im Cup Lager auf dem Tiefpunkt angelangt.

Nach dem Team New Zealand haben jetzt auch die Italiener bei der internationalen Jury einen Protest gegen Regatta-Direktor Iain Murray eingereicht, dem sie eine Überschreitung seiner Befugnisse vorwerfen. Murray hatte am 29.6. die 37 Empfehlungen der Sicherheitskommission in das Notice of Race für den America’s Dup übernommen.

Zuvor waren in einem Mediationsprozess mit allen vier Race Teams 35 der 37 Punkte einstimmig abgesegnet worden. Aber zwei Änderungen schmeckten den Italienern und Neuseeländern überhaupt nicht.

60 Tage ohne Probleme

Dabei geht es um bewegliche Tragflächen am Ruder, die bisher verboten waren. Die ursprünglichen Regeln sollten eigentlich das Abheben der gesamten Plattform verhindern. Das Team New Zealand fand aber dennoch eine Möglichkeit, mit leicht anstellbaren Schwertern eine stabile Flugphase zu erreichen. Dean Barker weist darauf hin, dass er 60 Tage ohne Probleme mit dieser Konfiguration gesegelt sei.

AC72 T-Foil

Die Form des T-Foils am Ruder ist der große Streitpunkt, der den AC entscheiden könnte. © Guilain Grenier/Oracle Team USA

Dennoch sah die Kommission Handlungsbedarf, weil die Ruder offenbar eine Rolle bei den beiden Kenterungen gespielt haben. Sie wurden in die Sicherheitsempfehlungen aufgenommen, weil mit ihnen beim kritischen Abfall-Manöver nach der Luvtonne die Hecks ins Wasser gezogen werden können.

Problematisch ist Für Luna Rossa Skipper Max Sirena die Wettbewerbsverzerrung. “Das ist eine rücksichtslose Ausnutzung der Lage”, äußerte er sich wütend in einem Interview mit der italienischen Zeitung Repubblica. “Oracle und Artemis machen etwas Illegales und Schändliches. Sie beuten den Tod von `Bart´ Simpson aus, einem Segler und Freund. Und ich bin es leid, das alles ruhig hinzunehmen.”

Keine Befugnis für die Änderung

Die Gegner seien bisher nicht in der Lage gewesen, das Fliegen ohne verstellbare Ruder zuverlässig zu realisieren, nun ändern sie die Regeln, um aufholen zu können. “Das Schlimmste ist, dass sie die Änderungen mit der verbesserten Sicherheit begründen.” Dabei gehe es ihnen allein um die Leistung.

Es sei klar, man könne nicht beweisen, dass Oracle dahinter stecke. Aber Murray habe nicht die Befugnis für eine solche Regeländerung. Dafür bedürfe es der Einstimmigkeit unter den Teilnehmern, und die gebe es nicht.

Zum Tod von Simpson sagt Sirena: “Das war wirklich ein unglücklicher Unfall. Der Katamaran hat sich überschlagen, alles kann passieren, und es wird wieder passieren.” Ihm könne man nicht vorwerfen, die Sicherheit zu vernachlässigen. Coutts und Cayard hätten ihm ins Gesicht gelacht, als er lange vor den Unfällen auf Windlimits, verbesserte Helme, Sauerstoffflaschen und andere Maßnahmen gedrungen hätte.

Neue Ruder vergrößern Gefahr

Team New Zealand Skipper Dean Barker glaubt sogar, dass die neue Ruder-Regel ein zusätzliches Gefahrenmoment birgt. Die neuen beweglichen Flügel dürften breiter sein und könnten umso eher einen über Bord fallenden Segler schwer verletzen.

Dabei moniert er, dass es immer noch keinen Bericht über die den Artemis Unfall gebe, der das Verständnis der Sicherheitsanforderungen verbessern würde. “Vielleicht war es ja doch nur ein Crew-Fehler oder ein strukturelles Problem, dass zur Kenterung führte.”

Der Protest soll am 8. Juli gehört werden, ein Tag nach dem ersten Rennen zwischen Luna Rossa und Team New Zealand. “Es kann sein, dass wir uns weigern werden, an den Start zu gehen. Die Entscheidung trifft aber natürlich Patrizio Bertelli. Aber es geht um das Prinzip. Der America’s Cup ist eigentlich ein großartiges Spiel. Aber auch bei Spielen gibt es Werte, die beachtet werden müssen.”

Mit dem Rücken zur Wand

Das Regelthema hätte wohl keine solche Brisanz, wenn das Oracle Team USA und auch Artemis nicht mit dem Rücken zur Wand stehen würden. So wird vermutet, dass Oracle schon länger beim Training mit illegalen beweglichen Ruderflügeln unterwegs ist, und nur so die gezeigten Highspeed-Flüge absolvieren konnte.

Und Artemis wird ohnehin nicht mehr zugetraut, dass das Team noch ernsthaft in den Wettbewerb eingreifen könnte. Besonders problematisch ist, dass bei der Kenterung der wichtige Rennsegelflügel zerstört wurde. Die bewgelichen Ruder-Flaps könnten das Spiel aber noch einmal öffnen. Besonders die Neuseeländer füchten, ihren Vorsprung zu verlieren.

Wieder einmal scheint eine Entscheidung am grünen Tisch massiv über den Ausgang des America’s Cups zu entscheiden. Eine große Überraschung ist das nicht.

Das jüngste Flug-Video aus San Francisco:

 

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Carsten Kemmling

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25 Kommentare zu „America’s Cup: Großer Ärger um Regel-Änderung für die Ruder-Tragflächen“

  1. avatar Einheizer sagt:

    Larry E. ist und bleibt ein erbärmlicher Looser! Er soll die Kanne lieber freiwillig an die Neuseeländer abtreten, bevor er sich und sein Team in der Segelwelt noch mehr blamiert.

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    • avatar Yuammy sagt:

      Mal wieder ein typisch deutscher Kommentar! Zu blöd um überhaupt mal was für den AC auf die Beine zu stellen, aber andere beschimpfen.

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      • avatar Wilfried sagt:

        Auch wenn der Kommentar von Einheizer etwas überzogen ist was soll dein Kommentar. Nur wer mit macht darf ne Meinung haben?? Nur wer selbst Cup-Sieger war kann mitdiskutieren.

        Fakt ist, ne Regeländerung eine Woche vor Beginn der Wettfahrten ist ein schlechter Scherz.
        Denk doch mal nach. Wem nützt eine Regeländerung wenn bisher wirklich niemand damit gesegelt hat? Es geht hier ja nicht darum Kleinigkeiten zu ändern sondern die gesamte Balance der Boote.

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        • avatar Yuammy sagt:

          Nein, aber der Ton macht die Musik! Der Beitrag ist ja nichts weiteres als dummes Pöbeln.

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          • Der Bericht besteht doch zum größten Teil aus (übersetzten) Kommentaren der aktiven Teams. Diese wurde in den Zusammenhang gebracht und gut recherchiert.

            Vielen Dank dafür und weiter so!

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          • avatar andreas borrink sagt:

            “Zu blöd um …….” ist kein Pöbeln!?

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      • avatar Einheizer sagt:

        Was meinst du mit typisch deutsch? Genetisch, a la Sarrazin oder eher kulturell, schlecht erzogen halt? (obwohl, eigentlich enthält Sarrazins Buch ja auch beide Komponenten).
        Und hältst du mich für allgemein blöd oder beschränkt sich das auf mein Fähigkeit etwas “für den AC auf die Beine zu stellen”?

        Ich habe niemand beschimpft, ich habe LE lediglich als schlechten Verlierer bezeichnet. Und dass vor dem Hintergrund, dass er sich für keine juristische Auseinandersetzung zu schade ist. Das hat mit Sportlichkeit im allgemeinen und dem Segelsport im speziellen nichts zu tun. Ich würde sein Verhalten daher auch als unsportlich bezeichnen.

        Das Wort Yuammy ist übrigens indianischen Ursprungs und bedeutet so viel wie: Der, der im Glashaus sitzt.

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        • avatar Einheizer sagt:

          … beleidigen meine ich übrigens im Sinne von Schmähkritik. Also wenn in ihr nicht mehr die Auseinandersetzung in der Sache, sondern die Diffamierung der Person im Vordergrund steht. Z.B. wenn man jemanden als dumm oder blöd bezeichnet.

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  2. avatar Stefan sagt:

    Einblicke in die angeblich “beweglichen” Rudertragflächen bei Oracle:

    http://www.sailingscuttlebutt.com/2013/07/03/video-tom-slingsby-provides-tour-of-ac72-rudder/

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  3. avatar andreas borrink sagt:

    zweifellos sind während der Fahrt verstellbare Höhenruder an den Ruderblättern ein immenser Vorteil und auch sehr viel sicherer. Das wissen und wussten alle.

    Die eigentliche Überraschung ist, dass TNZ ohne “Höhenruder” eine sehr stabile Fluglage – wenn man es denn so nennen will – erreicht hat. Da hat keiner mit gerechnet und Oracle hat das bis Heute nicht wirklich zusammen gebracht.

    Wenn dieses – aus heutiger Sicht zweifellos falsche – Limit nun aufgehoben wird, ist der Vorsprung von TNZ und (im Kielwasser) LR schlagartig dahin.

    Sollte das durchkommen, würde ich an deren Stelle sofort alles einpacken und nach Hause fahren: Good Bye AC 2013.

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    • avatar Yuammy sagt:

      Beleidigt einpacken?

      Das wäre das Ende des TNZ. Das würde sicherlich keiner deren Sponsoren akzeptieren. LR fällt das sicherlich leicht, deren Eigentümer hat ja schon angedeutet, dass ihm das letztlich egal ist.

      Letztendlich ist es bei solchen Hightech-Sportarten normal,,das sichtlich kurzfristig mal Regeln ändern. In der Formel1 passiert das mehrmals in der Saison. Wenn da jedesmal die negativ betroffnen Teams beleidigt einpacken würden, dann würde es diesen Sport nicht mehr geben. Das auch dort immer auch die Politik zwischen den Teams eine Rolle spielt ist Alltag. Keine Ahnung warum hier einige immer meinen das der AC anders funktionieren soll.

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      • avatar Uwe sagt:

        “Letztendlich ist es bei solchen Hightech-Sportarten normal,,das sichtlich kurzfristig mal Regeln ändern. ”

        Wo denn bitte ?

        Beim Segeln müssen die in der Ausschreibung stehenden Regeln selbstverständlich eingehalten werden, sofern nicht sämtliche Teilnehmer einer Regeländerung zustimmen.

        Sonst kann es nämlich sogar zu Schadenersatzansprüchen kommen.

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        • avatar Yuammy sagt:

          “Die Formel 1 hat mit einem Notfallplan die ersten Schritte gegen einen drohenden Fahrer-Boykott auf dem Nürburgring eingeleitet. Der Automobil-Weltverband macht durch Regeländerungen den Weg zu erweiterten Testfahrten frei.”

          …die Presse ist aktuell voll davon.

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          • avatar Uwe sagt:

            In dem Fall ändert nicht der Veranstalter eigenmächtig die Regeln, sondern er kommt dem einstimmigen Wunsch der Fahrer entgegen.
            Mit den Vorgängen der AC-Regeländerungen ist dieser Vorgang also nicht zu vergleichen.

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  4. avatar Segler sagt:

    Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob der ausgehende Beitrag richtig recherchiert wurde… Ausweißlich der Regeländerungen ist es doch wohl so, dass auch heute beim Segeln nicht der Anstellwinkel verändert werden darf. Er darf nur bis 4 min vor dem Start anstelle 8:00 morgens bei der Vermessung geändert werden. Ggf. kann Segelreporter das nochmal recherchieren.

    Aber die Änderung kann wohl kaum mit der Sicherheit begründet werden. Warum ist nach der Kennterung von Oracle nichts passiert? Dennen ist nicht das ganze Boot unter dem Arsch wie eine “Taccoshell” zusammengebrochen. Es spricht also viel mehr für ein Problem mit den Foils. Da war die Welr noch in Ordnung. Nun fliegt Oracle mit illegalen “Ruderfahrstühlen” einigermßen stabil aber noch immer nicht so sicher wie ETNZ (vgl. Halse im Video, bei der der Bug stark ansteigt…) und plötzlich muss die Regel geändert werden!?

    Das schreit nach Beschiss!

    Wer nicht foilen kann soll es lassen. Wenn wir kleinen Regattasegler um die Ronnen oder Skagen segeln müssen wir auch entscheiden ob wir das können und schaffen. Diese Risikoabwägung müssen auch Oracle und Artemis hinbekommen. Scheißegal wieviele Millionen die rund 250 Angestellten von Oracle veschlungen haben. So sind die Regeln.

    Das bessere Team möge gewinnen. Wobei ein Sieg diese Aussage wohl nicht treffen kann nach all den Änderungen. Ich dee allein ans Windlimit. Oracle hat doch so oder so für weniger Wind im Herbst konstuiert…

    Beschiss!!!

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  5. avatar Alex sagt:

    Nach den neuesten Berichten sollte LE mal darüber nachdenken die AC72 nur so zur Show als Rahmenprogramm für den YAC laufen zu lassen.

    Die Kanne segeln dann die Mannschaften des YAC untereinander aus.

    So hätte LE auch mehr Zeit seinem 2. Hobby zu frönen. Vor Gericht streiten!

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  6. avatar balu sagt:

    Mir tut das für das sympatische TNZ und auch für LR leid, denn sie sind und waren von Anfang an für mich die einzigen in diesem Cup, die mit fairen Karten spielen. Das Problem sind für TNZ die Sponsoren. Sie können der Sache nicht einfach den Rücken kehren. Das Team steht auf wackeligen Beinen. Von ihnen wird der Sieg erwartet. Barker selber hat schon gesagt, er sei sich nicht sicher, ob das Team bei einer Niederlage weiter bestehen bliebe. Ohne Zweifel waren sie über die letzten Jahre eines der erfolgreichsten Teams im ganzen Segelsport.

    Für mich ist es dieser Kindergarten nicht mehr wert ihn zu verfolgen. Ich lese lieber über Hochseeklassiker, wo im Zweifel Hilfe und Unterstützung eines Gegners mehr zählen, als das Geld und der Sieg.

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  7. avatar Bo sagt:

    am besten wären folgende AC-regeln :
    max.Länge
    max.Breite
    max.Tiefgang
    max.Segelfläche

    Und dann sollte Segeln im Vordergrund stehen , die beste Mischung aus Boot und Crew wird gewinnen. Wie bei first Ship home 🙂

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  8. avatar 12er Enthusiast sagt:

    Der ganze AC ist inzwischen eine (leider tödliche) Farce geworden. Nur noch 3 Boote und nach 4 oder 5 Jahren grundlegende Regeländerungen 7 Tage vor Beginn mit Booten, die noch nicht einmal nachgewiesen haben, dass sie sicher zu segeln sind – oder ist 1 Toter noch nicht genug???? Überhaupt nicht auszudenken, wenn ein Boot außer Kontrolle gerät bei 35 + kn und in den Gegner reinfährt – dann gibt es wahrscheinlich mehr als nur einen Toten. Mal sehen wie dann die Diskussion witergeht – ob die foils ein wenig größer, dicker, länger sein dürfen oder 5 Minuten vor dem Start oder am Morgen verstellt werden dürfen.
    Wann hat endlich einer von den “großen” Seglern die Traute zu sagen, die Boote sind nicht sicher zu beherrschen? Wahrscheinlich nicht vor dem nächsten Toten….und dann ist die Staatsanwaltschaft mit dabei und das Gejammer groß und der AC auch endgültig auf dem Friedhof…Dank Larry und Russel

    Tolle Reklame für das Segeln – aber medienwirksam.

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    • avatar Stefan sagt:

      …nur 3 Boote nach 4 oder 5 Jahren?

      Die AC72 class rule ist gerade mal 1,5 Jahre alt (Nov.2011).
      http://noticeboard.americascup.com/wp-content/uploads/2011/09/AC72_Class_Rule_v1-1_incl-Amendments-1-8.pdf

      Ich finde es beeindruckend, wie die Entwicklung seit dem vorangegangen ist. Immerhin hat vor zwei Jahren (aufgrund der regeln) keiner ernsthaft daran geglaubt, dass die Teile einmal abheben und fliegen.

      ….grundlegende Regeländerungen? Sehe ich nicht. Es geht lediglich um die Fläche und die Symmetrie der Flügel an den Rudern. Und bis wann vor der Wettfahrt der Sturz des Ruderschaftes noch verstellt werden darf.
      Es hat in all den letzten Monaten immer wieder kleine Änderungen in Bezug auf Details gegeben. Der aktuelle Protest basiert ja nur darauf, dass das TNZ für die neue Regel ihren asymmetrischen Flügel an den Rudern ändern muss, was sie natürlich nicht wollen. Zumal so kurzfristig.

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      • avatar 12er Enthusiast sagt:

        Stefan,
        vielleicht war ich nicht ganz korrekt in der Zeitangabe, der letzte AC, mit damals nur 2 Booten sollte ja in 2009 (also 4 Jahre ausgesegelt werden) und ist dann 2010 (3 Jahre her gesegelt worden. Das Ergebnis (eine einzige Farce) kennen wir ja. Aber es sind nun mal nur 3 Boote (4, wenn Du Artemis noch mitzählen willst).

        Der Punkt ist, dass die Boote ihre Seetüchtigkeit bisher m.E. nicht unter Beweis gestellt haben, da bisher noch nicht ein einziges echtes Rennen gesegelt worden ist. Dafür hat es 2 kapitale Schäden gegeben (=50%), wenn man den Artemis Strukturschaden bei dem ersten “Schleppversuch” dazuzählt sogar 3. Naja, es war bisher nur ein Toter – kann ja mal vorkommen, oder wie??? Hat mal einer der tollen Designer und Simulierer mal einen crash von 2 Booten bei 35+ kn simuliert????

        Und dann diskutiert man über die Dicke, Länge, Breite und Verstellung der foils….irgendwie sind hier viele im falschen Film. Aber die werden sich natürlich auch über die unglaubliche Spannung der nächsten 5 Wochen freuen, wo es 5 Rennen geben wird zwischen TNZ und Prada (ich gehe davon aus, dass Artemis nicht antreten wird oder kann) und das wird dann die Spannung pur sein mit einem Rennen pro Woche und zusätzlich 2 mal pro Woche der Versuch alleine heile über den Parcour zu kommen. Es wird den Segelsport sicherlich richtig interessant machen. Und nach dann nochmal 3 Wochen im LV “Finale” wird, wenn es vorher kein Kleinholz und keine Toten gegeben hat, 4 tot langweilige Rennen geben die TNZ alle gewinnt , weil PRada keine Chance hat…..und dann nach 2 Monaten kommt der große AC…

        Warum rennt ihr alle Larry Ellison und Russel Coutts hinterher und findet das alles nur so toll?? Da finde ich die Sailrocket 2 mit 65 kn und einem Mann im Cockpit technisch viel interessanter.

        Oder noch besser 12er segeln oder zumindest Drachen….

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        • avatar Stefan sagt:

          …naja, Sailrocket hat ja nun nicht viel mit “Segeln” zutun, denn das Teil kann ja nur einen Kurs zum Wind und fährt dabei eigentlich auch nur geradeaus.

          …ich verstehe nicht, warum hier nur gejammert wird, bevor es auch nur ein Rennen gegeben hat. Wenn es sich dann zeigt, das das Ganze nicht funktioniert. Okay, dann kann man meinetwegen sich in der Kritik überschlagen.

          …besser 12er segeln? Nun, da habe ich allerdings früher schon Crashs miterlebt, die ich lieber vergessen möchte. Da flog das Kleinholz zum Teil 100m weit und nur mit Glück ist dabei niemand zu Schaden gekommen. Auch die letzten Jahre auf der Ostsee haben ja regelmässig Unfälle produziert, bei denen man nur froh sein konnte, das die Yachten in den Situationen so langsam waren.

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          • avatar 12er Enthusiast sagt:

            …eben, eben…manchmal ist langsamer nicht schlechter…und das segeln auf den alten Schiffen doch auch nicht weniger aufregend.

            …sailrocket kann nur einen Kurs… aber die AC Schiffe sind was das Segeln angeht auch extrem eingeschränkt. Eigentlich nur geradeaus, kreuzen ist auch kein “foilen” möglich und zu wenig Wind darf es nicht sein (dann sind es auch nur Verdränger) und zuviel auch nicht, und zu viele Wellen nicht und sowieso muß erst die Caostguard ihr ok geben (und vielleicht das NSA??? wenn die Bedingungen für TNZ oder LR besser wären??).

            Auf jeden Fall ist aus dem AC der Zeit bis 2007 inzwischen wieder eine Farce geworden – 2013 – 3 Monate “Event” mit realistisch 3 Schiffen ist doch nun wirklich ein Witz – wie in Valencia 2010 und in San Diego 1988.- nur da war es jeweils wenigstens nach 2, bzw. 3 Rennen schnell zu Ende und alle haben ihre Sachen wieder eingepackt und gesagt so etwas darf nicht wieder passieren…..

            Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 5 Daumen runter 5

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