America’s Cup: Herausforderer American Magic enthüllt neuen Cupper

Der Patriot

American Magic’s “Patriot” nach der Enthüllung in Auckland. Foto: Dylan Clarke

„Patriot“, der zweite vom America’s Cup Team American Magic gebaute AC75, wurde zum ersten Mal aus seinem Hangar am Mannschaftsstützpunkt im Wynyard Quarter von Auckland gerollt.

Der Cupper wird vor seinem Stapellauf jedoch noch einer Vielzahl von Tests durch die Design- und Landteams unterzogen werden. „Dieser gesamte America’s Cup-Zyklus ist insofern einzigartig, als wir erst im Dezember wieder mit einem Boot an den Start gehen werden. Es ist eine völlig neue Klasse, und deshalb gibt es viele Dinge, an denen wir arbeiten müssen, um renntauglich zu sein. Wir wissen, dass wir es mit drei herausragenden Teams zu tun haben, also wird es darum gehen, alles so gut wie möglich zu machen“, sagte Dean Barker, Steuermann von American Magic. „Wir müssen weiter hart arbeiten und so gut wie möglich sind, wenn wir im Januar beim Prada Cup an den Start gehen“, so Barker weiter.

Steuermann Dean Barker freut sich auf den neuen Cupper. Foto: Amory Ross / NYYC American Magic

„Patriot“ folgt damit planmäßig der Außerdienststellung des Vorgängerboots „Defiant“ des US-amerikanische Herausforderers für den 36. America’s Cup. „Defiant“ hat inzwischen zwölf Monaten harter Tests hinter sich, die im September 2019 in Portsmouth, Rhode Island, begannen.

„Defiant war für uns ein absolut perfektes Werkzeug, das wir im Entwicklungsprozess einsetzen konnten”, sagte Terry Hutchinson, Skipper und Executive Director von American Magic. “Mit jedem dieser Programme durchläuft man bestimmte Entwicklungsphasen. Bei diesem Bootstyp, bei dem die Foils und Segel, die Rumpfformen und die Systeme im Inneren des Bootes unglaublich kompliziert sind, war es für uns eine großartige Plattform, um die Stärken und Schwächen unseres Teams kennen zu lernen und zu verstehen.“

Nachdem „Defiant“  im September 2019 als erster AC75 der Welt segelte und foilte, segelte sie Tausende von Seemeilen, während die gewonnen Daten in den laufenden Designprozess des Teams für „Patriot“ einflossen. „Defiant“ war nie als vollständig optimierte Rennyacht entworfen worden, dennoch war geplant, dass sie an zwei europäischen Regatten der America’s Cup World Series in Cagliari, Italien, und Portsmouth, Großbritannien, im Jahr 2020 teilnehmen würde, bevor diese aufgrund von COVID-19 abgesagt wurden.

Links die noch verhüllte “Patriot”, rechts die jetzt außer Dienst gestellte “Defiant”. Foto: Will Ricketson

“Wir konnten zwar keine Regatten gegen ein anderes Boot bestreiten, aber wir haben jetzt viele Runden in Rennsimulationen absolviert und dabei gelernt, was man [in der AC75] kann und was nicht”, sagte Dean Barker, Steuermann der American Magic. Barker merkte auch an, dass die letzten Wochen der „Defiant“ auf dem Wasser in Auckland dank der Arbeit des Landteams ihre wertvollsten gewesen seien.

“Die Sache mit diesen Booten ist, dass sie zu 100 Prozent rennfertig sein müssen, wenn man das Dock verlässt, sonst ist es fast unmöglich zu segeln”, sagte Barker. “Ich glaube, wir hatten sehr viel Glück mit dem Team, und mit der Art und Weise, wie sie das Boot in einem Stück gehalten haben. Es ist uns in den letzten Wochen in Neuseeland gelungen, ein vernünftiges Maß an Zuverlässigkeit aufrechtzuerhalten. Dadurch konnten wir auf dem Wasser viel produktiver sein.“

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