America’s Cup: Italiener entdeckt vermeintliches Spionage-Nest

Agenten Thriller

Spionage ist eigentlich nicht nötig. Viel mehr Bilder als sonst beim America's Cup gehen an die Öffentlichkeit. Hier rasen die Kiwis beim Training mit den Italienern auf Kufen davon. © Chris Cameron/ETNZ

Spionage ist eigentlich nicht nötig. Viel mehr Bilder als sonst beim America’s Cup gehen an die Öffentlichkeit. Hier rasen die Kiwis beim Training mit den Italienern auf Kufen davon. © Chris Cameron/ETNZ

Während beim America’s Cup Luna Rossas Spionage Vorwurf vor der internationalen Jury liegt und in der nächsten Woche verhandelt werden soll, ist ein weiterer Vorfall bekannt geworden, der eher aus einem Spionage-Thriller stammen könnte.

So berichtet der New Zealand Herald, dass ein italienischer Segler ein vermeintliches Spionage Nest in Auckland entdeckte, als er ein Appartement mieten wollte. Bei der unangekündigten Besichtigung habe der Eigentümer zahlreiche weitreichende Kameras in der Wohnung stehen gehabt.

Er wunderte sich über einen Apparat auf einem Dreibein, da es scheinbar aus der Wohnungsperspektive nichts zu sehen gab. Aber als er aus dem Fenster sah, entdeckte er zwischen zwei Türmen die neuseeländische America’s Cup Basis.

Eine andere interessante Wendung der Spionage Verhandlung vor der unabhängigen Jury ist die Tatsache, dass Jean-Antoine Bonnaveau als Zeuge für Luna Rossa aussagen soll. Der französische Perfomance Analyst war 2009 von der schweizer Polizei verhört worden als er auf der Lauer lag, um für BMW Oracle Informationen über den Alinghi Katamaran zusammenzutragen. Ihm konnte aber keine verbotene Handlung nachgewiesen werden.

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Carsten Kemmling

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10 Kommentare zu „America’s Cup: Italiener entdeckt vermeintliches Spionage-Nest“

  1. avatar C sagt:

    der americas cup wird ja zunehmend lächerlich

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    • avatar yuammy sagt:

      …ist doch alles nichts neues … das hat es doch schon immer gegeben.

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  2. avatar Claus sagt:

    Der AC so wie wir ihn jetzt sehen ist lächerlich!

    Hat mit dem Segelsport nix mehr zu tun! Leider immer das Problem wenn Millonarors versuchen sich den Cup zukaufen, weil sie mehrmals mit segeln keinen Erfolg hatten!

    Zurück zu den 12 mR! Dann ist damit endlich mal Schluss!

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    • avatar yuammy sagt:

      …das Spionieren hat es zu 12er-Zeiten genauso gegeben.

      …ich finde sogar das der Umgang mit technischen Details heute viel offener ist als noch zu 12er- oder IACC-Zeiten. Wo gibt es denn heute verhüllte Unterwasserschiffe? Stattdessen werden vom ersten Segeltag an Photos und Videos in HD ins Netz gestellt.

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  3. avatar wooling sagt:

    Armer Larry.

    Dieser Mensch ist so bemitleidenswert. Bekannt sind seine Job-Spionage Versuche gegen SAP und Co. Aber jetzt mal die Kirche im Dorf zu lassen – das hier ist Sport. Lieber Larry, lass doch bitte unseren Sport in Ruhe und mach die längst fällige Therapie. Menschen in deinem Zustand gehören nicht in unseren Sport.

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    • avatar bowman sagt:

      Das war ja wohl SAP, die damals Daten hat klauen lassen, sonst hätten sie nicht gezahlt – http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2012-08/sap-oracle-datenklau

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      • avatar wooling sagt:

        dollig. Klar, nur SAP hat spioniert 🙂 Aber es ist schön, an den Nikolaus zu glauben.
        Larry hat sich nur nicht erwischen lassen.

        Wie auch immer: ich finde, dass die Praxis der Industriespionage nichts im Sport zu tun hat. Das ist schäbig und unsportlich. Die Formel 1 hat es bei McLaren schwer geahndet. Das ist ein gutes Vorbild.

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  4. avatar Wilfried sagt:

    mal auf dem Boden bleiben. Nicht jeder Spanner in der Nähe eines Hafens wird von Ellison bezahlt ;-).
    Aus Häusern heraus Fotos machen ist sowieso keine Spionage und wenn ich da so an die vielen Segler denke die bei Regatten über das Clubgelände schlendern und zufällig Power-Otto und Maßband dabeihaben…..

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    • avatar Manfred sagt:

      Der Kommentar von “wooling” ist extrem unqualifiziert und auch unhöflich. Von keiner Sachkenntnis getrübt würde ich sagen. Sonst wüsste er dass z.B. im Star wie auch anderen Bootsklassen größtmögliche Spionage betrieben wird. Da wird stundenlang mit dem RIB hinter den Besten der Klasse hinterhergefahren und Fotos über Fotos von den Segeln gemacht, dieser kritischen Antriebskomponente. Und ja, “yuammy” hat Recht. In Newport wurden Taucher erwischt , die unter den Vorhang von AUS II schauen wollten. In Sandy Ego ebenfalls. Dagegen ist das jetzt eine ziemlich offene Kiste. Wurde ja auch so vereinbart.

      Wenn nun plötzlich ein Team anfängt zu fliegen, naja, das ruft dann schon die anderen auf den Plan. Die Story hier ist ein bißchen reißerisch aufgemacht. Man muss 200m Abstand halten. Dabei kann man mit so einem wahnsinnig schnellen Schiff natürlich auch ein langsameres RIB in die Bredouille bringen und ihn ganz nah erwischen. GPS Aufzeichnung mit AIS (soweit vorhanden) inklusive.

      Apartments sind nun mal eben frei und fast jeder, der am Wasser wohnt, hat doch (jedenfalls in Cowes und in Blankenese) ein Dreibein am Fenster stehen. Dieses Geplänkel im Vorfeld finde ich lustig und unterhaltend. Es ist eben Amerika´s Cup “Time”. Und wahnsinnig spannend. Vermutlich nachher auf dem Wasser nicht mehr. Da wird es wohl eher einseitige Begegnungen geben. Ein Fehler, ein Steher mit diesen Monstern und Du bist weg vom Fenster. Darum zählt eben die Trainingszeit doppelt und dreifach. Und das wird gegenseitig beobachtet. Und wer sein Schiff versenkt hat, beobachtet eben doppelt. Fenster und RIB. Aber deswegen ist LE doch kein Unmensch!

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  5. avatar Trivia sagt:

    Wenn es sich beim America’s Cup nur um Segeln drehen würde, wäre das doch für die meisten eine ziemlich langweilige Veranstaltung. Nein, der America’s Cup lebt seit mehr als 160 Jahren von Intrigen, juristischen Gefechten, Spionage, dem Milliardärs-Ego der Eigner und allen nur erdenklichen fiesen Tricks. Das macht ihn ja gerade so interessant. Fair ist es niemals zugegangen, auch nicht zu Zwölfer-Zeiten.

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