America’s Cup: Luna Rossa von Kiwis schwer geschlagen

"Enttäuschend"

Das Emirates Team New Zealand hat das dritte Duell mit Luna Rossa mit einem vernichtenden Vorsprung von 7:14 Minuten für sich entschieden. Nach einem Rennen ohne Höhepunkte wurden die Italiener erneut mit DNF gewertet, weil der Rückstand über fünf Minuten betrug.

Schon beim Eintauchen in die Startbox war Luna Rossa spät dran und konnte nur knapp vor den Neuseeländern passieren. Danach nahmen sie eigentlich ohne Bedrängnis ihren Platz zur Linie ein, hatten aber große Probleme bei der Beschleunigung (Der Teil fehlt im Replay). So gingen sie schon gute 15 Sekunden nach den Gegnern über die Startlinie.

Luna Rossa Team New Zealand

Luna Rossa und ETNZ im Vorstart. Das einzige enge Manöver. © ACEA / GILLES MARTIN-RAGET

Danach war es erschreckend, wie viel Luna Rossa auf jedem Schenkel verlor. Besonders auf den Am-Wind-Kursen waren es jeweils fast zweieinhalb Minuten. Skipper Max Sirena sagte nach dem Rennen: “Es war enttäuschend, wie schnell die Kiwis sogar bei leichtem Wind waren. Wir hoffen jetzt auf die Tests unserer neuen Schwerter, um den Abstand zu verkürzen und bei den nächsten Rennen wettbewerbsfähig zu sein.”

Finn Weltmeister und Luna Rossa Grinder Giles Scott macht klar, dass es noch zahlreiche Probleme mit dem Boot gebe. “Wir haben noch eine Menge zu arbeiten.” Dabei gab es Probleme beim Wassern des Bootes, als ein Ruder beschädigt wurde. Das Blatt wurde ausgebaut, an Land repariert und von einem Taucher wieder installiert. Grund für den Leistungsabfall der Italiener soll das Ruder aber nicht gewesen sein.

Die Neuseeländer zeigten dagegen, wie sehr sie ihren Katamaran im Griff haben. Bei 16 bis 18 Knoten Wind waren sie gut 15 Prozent schneller und erreichten einen Top Speed von 41,16 Knoten. Sie haben damit schon jetzt die nötige Punktzahl für den Louis Vuitton Cup Finaleinzug gesichert.

Das erste spannende Rennen dürfte somit erst mit dem Auftritt von Artemis gegen Luna Rossa zu sehen sein. Und immer mehr wird die Frage entscheidend, was Oracle Team USA dagegen zu setzen hat. Könnte es tatsächlich eng werden im September?

Die Amerikaner segelten erneut parallel mit ihren beiden AC72 Kats im Renngebiet und dürften einige engere Rennen haben, als die Kiwis. Der Vorteil, den die Herausforderer normalerweise durch den Louis Vuitton Cup haben, ist mit der Schwäche der Gegner nicht mehr existent.

Deshalb weist Dean Barker darauf hin, dass längst noch nicht alles optimal laufe. “Im Großen und Ganzen haben wir heute keine groben Fehler gemacht, aber wir können es auch besser. Wann immer wir eine Wettfahrt bestreiten, wollen wir ans Limit gehen. Was wir nicht wollen, ist die Führung zu übernehmen und diese nach Hause zu schaukeln. Das Leistungsniveau, das wir uns vorstellen, haben wir noch nicht erreicht. Wir haben noch eine Menge Spielraum für Verbesserungen am Boot – und zwar sowohl beim Material als auch bei der Handhabung.”

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Carsten Kemmling

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5 Kommentare zu „America’s Cup: Luna Rossa von Kiwis schwer geschlagen“

  1. avatar MH sagt:

    Was für eine langweilige Sch….!!!!!!!!

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 12 Daumen runter 11

  2. avatar coist sagt:

    Wird Zeit, dass sie auf Oracle treffen. Weder ist das Boot von Luna Rossa der Weiterentwicklung der Kiwis gewachsen noch segeln sie auf deren Niveau. Ständig rasen sie über die Begrenzung raus, sind in der Vorstartphase unterlegen und Artemis wird froh sein, überhaupt um den Kurs zu kommen.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 17 Daumen runter 0

  3. avatar Digger sagt:

    Was freue ich mich auf den Youth Americas Cup! Das wird viel besser.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 7 Daumen runter 8

  4. avatar ac pro sagt:

    Kopf hoch Luna Rossa! Bald kommt Artemis und dann auch die Siege. Ihr steht schon fast im Finale des LVC.

    Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 2

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