America’s Cup: Neue Herausforderung kündigt sich an – Alinghi darf schon im Juli segeln

"Manchmal muss man den richtigen Moment abwarten"

Die America’s Cup-Entscheidung hat für das Outing eines fünften Herausforderers gesorgt. Es ist ein alter Bekannter, für den auch schon Jochen Schümann gesegelt ist. Auch Alinghi regt sich.

"All4One". Mit wenig Aufwand überraschend gut gesegelt. © Xaume Olleros/52 Superseries

“All4One” TP52 2012. Mit wenig Aufwand überraschend gut gesegelt. © Xaume Olleros/52 Superseries

Die Entscheidung pro Barcelona hat die Hängepartie beim America’s Cup beendet. Prompt hört man wieder etwas von den Herausforderern. Alinghi Red Bull Racing etwa vermeldet, dass die schweizer Uhrenmarke TUDOR als neuer Partner dabei ist. Außerdem sei der erste AC75 vom Team New Zealand gekauft. Deshalb darf das Bertarelli-Syndikat als bisher einziger Herausforderer im Juli ein 20-tägiges Training absolvieren – ein Goodie für Newcomer im Cup mit der neuen Klasse.

Das würde auch allen anderen Neueinsteigern gewährt, wenn es sie denn gäbe. Bisher konnte man nicht davon ausgehen, dass sich weitere Teams formieren angesichts der immensen Entwicklungskosten und hohen Herausforderer-Qualität. INEOS Britannia (GBR), Alinghi Red Bull Racing (SUI), Luna Rossa Prada Pirelli Team (ITA) und NYYC American Magic (USA) sind jeweils mit großen Budgets ausgestattet. Und Team New Zealand hat nach der erfolgreichen Austragungsort-Versteigerung nun auch seine Kriegskasse ordentlich gefüllt.

Da kommt es überraschend, dass sich ein neues Team outet. Zumindest muss man den Facebook-Post von Stephan Kandler wohl so deuten. Er schreibt: “Der America’s Cup ist mein Kindheitstraum.” Nachdem er mehrere französische Teams hautnah begleitet habe und 2001 schließlich mit seinem legendären Vater Ortwin, dem Mitbegründer von Aerosail, mit Areva Challenge eine Herausforderung startete, führte er bei der 32. Ausgabe ein eigenes Team nach Valencia. “Diese Geschichte hat mich tief geprägt.” Er sei immer noch überzeugt davon, dass Frankreich eines der wenigen Länder ist, das alles hat, um den Cup zu gewinnen.

“Vermächtnis hinterlassen”

“Manchmal muss man den richtigen Moment abwarten, um wieder loszulegen.
Es ist nun ein Jahr her, dass wir eine unglaubliche Gruppe zusammengestellt haben, um mit dem besten französischen Team aller Zeiten an den Start zu gehen. Es vereint die Talente auf dem Höhepunkt ihres Könnens und außergewöhnliche technologische Mittel.”

Hört sich so eine seriöse Meldung für einen America’s Cup an? Nicht wirklich. Andererseits kann man es wohl kaum anders verstehen, als dass Kandler seinen Hut in den Ring wirft. Er führt weiter aus:

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Carsten Kemmling

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