America’s Cup: Oracle gewinnt erstes Rennen, Kiwis schon drei

Aufregende High Speed Duelle

Nach dem überzeugenden Start der Neuseeländer hat sich das Oracle Team USA im Kampf um den 34. America’s Cup aus seiner Schockstarre gelöst und konnte zumindest einmal zurückschlagen. Die Bilanz an diesem Tag heißt nach zwei dramatischen Rennen  1:1.

America's Cup Finale

James Spithill (l.) leitet sein Luvmanöver ein und hebt die Hand, um ein Foul anzuzeigen. © Jens Hoyer

Milliardär Larry Ellison hat in den vergangenen Monaten mächtig Prügel bezogen. Der Teamchef seines Oracle Segel-Rennstalls Russell Coutts, dem er 8,5 Millionen Euro im Jahr zahlen soll, hätten den America’s Cup nach ihrem Sieg 2010 zu teuer, zu gefährlich, zu radikal verändert und zumindest sportlich zu langweilig gemacht. Das alles ist vergessen.

Taktische Leckerbissen

Auch die Kritiker sind sich einig. So aufregend war Segeln noch nie. Dieser Eindruck wird am zweiten Renntag in San Francisco noch einmal übertroffen. Denn die beiden Duelle zwischen dem Emirates Team New Zealand und Oracle Team USA zeigen nicht nur High-Speed-Dragster Races auf Einbahnstraßen sondern auch jede Menge taktische Leckerbissen, die schließlich über Sieg und Niederlage entscheiden.

Diese Sicht der Dinge kann auch von den typischen Nebelschwaden nicht verdeckt werden, die zum Start des dritten Rennens die Golden Gate Bridge und einen großen Teil des Rennkurses einhüllen. Bei starkem Wind am oberen Ende der nach dem Todesfall im Mai eingeführten Sicherheit-Skala, zeigt sich der am Vortag nach zwei Niederlagen stark kritisierte australische Oracle Steuermann James Spithill nervenstark.

America's Cup Finale

Oracle schiebt sich in Lee heran und zwing Neuseeland zur Wende. © ACEA / GILLES MARTIN-RAGET

Er beharrt bei beiden Starts des Tages auf der Leeposition, die ihn zuvor zweimal früh in Rückstand geraten ließ. Nun nutzte er sie jeweils nervenstark zu seinem Vorteil und erarbeitete. Im ersten Rennen des Tages schafft es Spithill sogar, mit einem Luvmanöver den Neuseeländern eine Stoppstrafe anzuhängen.

Er bewegt das Steuerrad im Highspeed-Modus von 39 Knoten nur um Zentimeter und schießt dadurch so schnell auf den Gegner Dean Barker zu, dass er nicht rechtzeitig ausweicht. Die Schiedsrichter, die sich bei diesem America’s Cup in einer Video Kabine die Replays ansehen, drücken schnell auf den Knopf, der auf dem neuseeländischen Boot eine blaue Lampe aufleuchten lässt (Die Situation aus Schiri Sicht im Replay). Sie müssen kurz abstoppen, ihr Rückstand erhöht sich von 100 auf 145 Meter, aber dann geht es mit Hochgewschwindigkeit weiter.

Heimspiel Atmosphäre

America's Cup Finale

Brodelndes Wasser unter den AC72 Rümpfen. © ACEA / GILLES MARTIN-RAGET

Auf den Tribünen der Marina Green und Cup-Park, die wegen der NFL Saisoneröffnung der San Francisco 49er nicht ganz die 45.000 Zuschauer erreichen  wie am Vortag, kommt Heimspiel Atmosphäre auf. Oracle passiert das erste Leetor mit einem Vorsprung von 17 Sekunden aber die Neuseeländer greifen nach allen Regeln der klassischen Match Race Kunst an, von denen wenige erwartet hätten, dass sie bei diesen Hochgeschwindigkeitsduellen eine Rolle spielen könnten.

Dabei bestätigt sich der Eindruck des Vortags, dass die Kiwi-Konstruktion bessere Wendemanöver erlaubt. Im Segeln kann zwar ein schnelleres Boot durchaus effektiv am Überholen gehindert werden, aber der Oracle Crew gelingt das nicht. Nach einem geschickten Ausnutzen der vorteilhaften Strömung erst unter Alcatraz und schließlich auf der linken Seite unter Land gelang nach der achten Wende der Durchbruch. Davon erholten sich die Amerikaner nicht mehr. Das dritte Rennen geht mit einem Rückstand von 28 Sekunden verloren.

Der Widerstand vom Oracle Team USA scheint gebrochen. Doch sie schlagen zurück. Den Auftakt des zweite Tagesrennens gestalten sie fast exakt wie im dritten Rennen. Exzellente Beschleunigung in der Leeposition, Abdrängen des Gegners mit Luvrecht vor der ersten Marke, exzellenter Speed auf dem Vorwindkurs, guter Vorsprung von 150 Metern vor dem Leetor.

Aber plötzlich knallt nach der Halse das Luvschwert ins Wasser. Noch auf dem Boot kann man die Crew per Bordfunk über die Ursache rätseln hören. Den falschen Knopf gedrückt? Jedenfalls stoppt das Boot gefährlich ab. Der Luvrumpf sackt ab, Spritzwasser überall und die Neuseeländer rasen von hinten heran. Der Vorsprung ist aufgebraucht.

Sieg durch Strategie-Änderung

Dean Barker sieht sich nach dem Gegner um. © ACEA / GILLES MARTIN-RAGET

Dean Barker sieht sich nach dem Gegner um. © ACEA / GILLES MARTIN-RAGET

Schon setzen die Kiwis wieder zum Überholen an, aber auf einem geraden Amwind-Kurs kommen sie nicht vorbei. Spithill luvt seinen Gegner klassisch aus, zwingt ihn zur Wende und segelt alleine weiter auf die linke Seite mit der vorteilhaften Strömung.

Im Verlauf dieses Rennens ändert der einheimische Taktiker John Kostecki die Strategie im Vergleich zum Vorrennen. Er wählt den schnellsten Weg durch die Bucht und orientiert sich nicht mehr am Gegner. Das ist gefährlich, weil eine Winddrehung die Entscheidung bringen kann. Aber bei Wendeduellen sind die Amerikaner einfach unterlegen.

Kurz vor dem Ende der Kreuz wird es auch noch einmal spannend. Mit nur einer Bootslänge Vorsprung passiert das Heimteam den vorfahrtsberechtigten Widersacher. Es bleibt eng. Am Luvtor liegt Oracle zwar 16 Sekunden vorne, Neuseeland gibt aber noch einmal richtig Gas, segelt mit einem Schnitt von 39,5 Knoten 1,2 Knoten schneller und holt zehn Sekunden auf. Aber es reicht nicht. Oracle gewinnt mit einem Vorsprung von 8 Sekunden. Ein unglaubliches Rennen.

Ein Tag Pause zum Basteln und Erholen

Das offizielle Ergebnis ist 3:0, da Oracle noch zwei Minus-Punkte nach der Betrug-Strafe mitschleppt und jetzt auf minus eins verkürzt hat. Die große Frage ist aber, ob die Amerikaner ihre Leistungsfähigkeit noch verbessern können.

Zuschauer i der Marina Green. © ACEA / GILLES MARTIN-RAGET

Zuschauer i der Marina Green. © ACEA / GILLES MARTIN-RAGET

James Spithill gab zu bedenken, dass die bisherigen Rennen eher am oberen Ende der Windskala stattgefunden haben, die für diese Jahreszeit prognostiziert werden. Das Schiff ist für weniger Wind optimiert. Ob das aber den besher gezeigten Vorteil der Neuseeländer aufbrauchen kann, wird sich zeigen müssen.

Die Teams haben jetzt einen Tag Zeit, das Gelernte in eine Verbesserung ihres Bootes umzusetzten. Dabei könnte man vermuten, dass Oracle mit seinen größeren Ressourcen zu einer besseren Reaktion in der Lage ist.

Aber bisher sind wenige Prognosen eingetroffen. Auch nach vier Rennen bleibt der 34 America’s Cup extrem spannend. Und das ist die größte Überraschung von allen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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47 Kommentare zu „America’s Cup: Oracle gewinnt erstes Rennen, Kiwis schon drei“

  1. avatar Stefan sagt:

    Unglaublich spannend …
    selbst meine nicht segel begeisterte Freundin konnte sich nicht vom Bildschirm lösen

    Und eins muss ich noch sagen… . alle die davon nix halten sollen doch einfach was anderes schauen das war unglaublich anstregend die letzten Jahr immer wieder dieses kritisieren und schlecht machen .. keiner muss sich damit beschäftigen und auch wurde kein Geld verbrannt was jetzt wo anders fehlt auch würden die werten Herren Millionäre das Geld mit Sicherheit in nichts andres sinnvolles stecken wenn man keine Wasser Flugzeuge gebaut hätte …

    Stefan

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    • avatar Manfred sagt:

      DANKE Stefan!

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    • avatar andreas borrink sagt:

      Ich bin hier zwar noch immer weit und breit der einzige, der hier AC schaut – aber ich muss sagen: Wahnsinn, dass es SO spannende Reennen geben würde hätte ich nach dem monatelangen, langweiligen Geeiere nicht gedacht. Großer Dank und riesiger Respekt an die Crews von ETNZ und ORUSA, die mit den Teilen inzwischen wirklich unglaubliche Manöver machen. Warum haben die Italiener das eigentlich nicht hingekriegt?

      Die allgemeine Presse hat das alles noch gar nicht mitbekommen, weil Segeln trotzdem noch immer ein Randsport ist. Die werden leider immer erst wach, wenn was passiert. Selbst die Süddeutsche, sonst durchaus segelfreundlich, bringt nicht einmal eine Randnotiz – schade.

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  2. avatar Sailor sagt:

    Ich hab ja schon ein bisschen Angst, das Oracle das Ding dreht…

    Aber Hey Kiwis keep going !

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  3. avatar Calvin sagt:

    Ohne Zweifel haben Larry Ellison und Russel Coutts in den vergangenen Jahren viel kaputt gemacht. Aber es macht den Eindruck, dass es Ihnen gelungen ist etwas besonderes Neues zu schaffen.

    Bis Samstag Abend wollte ich den AC eigentlich komplett ignorieren. Dann hat aber doch die Neugierde gesiegt. Und danach die Begeisterung! Das ist Segeln in einer ganz neuen Dimension, mit einer ganz neuen Faszination, mit der der Segelsport über die eigene Szene hinaus Fans gewinnen kann.

    Man darf allerdings nicht die Augen davor verschließen, dass diese Art des Segelns Unfälle provozieren wird, die wir im Segelsport so bisher nicht kannten (siehe Artemis). Auch ist noch nicht klar, wieviel Bruch im Laufe einer Rennserie passieren wird und ob ggf. ein Team plötzlich ohne Boot dasteht.

    Die große Herausforderung wird aber sein, dieses Segeln auch über den aktuellen AC hinaus, am Leben zu erhalten. Die Kosten werden weiterhin die Anzahl der Interessenten im kleinen Rahmen halten. Vielleicht ließe sich das Siegerboot als Einheitsklasse in Serie bauen, so dass Teams mit “schmalem” Budget die Chance hätten ohne große Entwicklungskosten an derartigen Rennen teilzunehmen.

    Das Experiment, Segeln in diese Richtung weiterzuentwickeln, ist eindrucksvoll gelungen. Ob es nachhaltig sein wird oder wir in 10 Jahren wehmütig an diesen Sommer zurückdenken werden, ist die große Frage.

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    • avatar SR-Fan sagt:

      Wir werden sehen, was die Kiwis aus dem Konzept machen 😉

      Also, ich glaube, der Geschwindigkeitsfaktor und die kurze Dauer der Wettfahrten ist neben er perfekten elektronischen Aufarbeitung der Regatten das Erfolgsgeheimnis um die Kundschaft am Fernseher zu halten. Deswegen gehe ich davon aus, dass wenn das Konzept mit Cats weitergeführt wird die Sportgeräte einfach kleiner werden oder man an den großen Kostenschrauben dreht, die die Teams jetzt ja rausfiltern konnten. Nachdem die Geschwindigkeit ja nicht nach Wasserlinie geht, dürfte sie die Bootsgröße auch kaum auf die Schnelligkeit auswirken.

      Auch wenn ich immer noch eher ein Fan von Einrümpfern bleibe, muss ich eingestehen, dass die Rennen nicht so langweilig sind, wie ich das im Vorfeld vermutete.

      VG

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    • avatar stephan sagt:

      Zum Thema Unfälle: ohne den ARTEMIS Unfall kleineren zu wollen, aber wieviele Segler sind schon am Trapezdraht unter dem Segel,einer gekenterten vergleichsweise langsamen Jolle ertrunken und wieviele Kiele sind schon auf Grund von Konstruktionsfehlern abgefallen – teilweise mit weit verheerenderen Folgen? Niemand wollte deshalb Trapezsegeln oder Schwenkiele verbieten (die Nummer mit der verbindlichen Einführung der “Sicherheitshaken” hat es auch nicht wirklich weit gebracht).

      Natürlich wird es auch bei diesen Booten weitere Unfälle geben und klar, bei den dabei auftretenden Beschleunigungen ist das Verletzungsrisiko erheblich. Allerdings gibt es bei diesen Booten eine ganze Reihe Risiko mindernde Faktoren die es bei anderen Booten so nicht gibt. Am wichtigsten ist wohl der Faktor, dass die nie ohne Begeleitung unterwegs sind, wenn jemand über Bord geht ist das nächste Begelitboot nicht weit und im Falle einer Kenterung ebenso. Windbeschränkungen etc. tun ihr Übriges dazu.

      Was unser All In Team betrifft, war das größte Risiko der gesamten Kampagne vermutlich der im ZDF gezeigte Transport eines Teammitglieds im Kofferaum des Mietwagens (ohne zu wissen was die Jungs sonst noch so gemacht haben).

      Man sollte Sicherheit immer in einem Kontext einordnen. AC 72 oder 45 segeln ist wohl mit einem höheren Risiko verbunden als die AC Segelei mit den 12ern damals, aber vermutlich deutlich weniger riskant als moderne Hochsegelei bei denen die Boote auch nicht unbedingt langsam sind.

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      • avatar Stefan sagt:

        …bist du schon mal einen modernen 12er gesegelt?

        Die hatten damals auch so ihre Tücken und in vielen Details ein hohes Gefahrenpotenzial. Allein schon die Tatsache das die Genuaschoten aus Stahldraht wahren.

        Diejenigen die mal einen solchen 12er bei viel Wind und Welle gesegelt sind, berichten sehr zurückhaltend und ehrfurchtsvoll davon.

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        • avatar stephan sagt:

          Ok, war zugegebener Maßen eine Aussage aus Bauchgefühl. Um es zu verifizieren hilft eine formale Risikoanalyse. Ich kenne die historischen Daten aus der 12er AC Geschichte nicht wirklich, aber meiner subjektiven Erinnerung nach gab es da nicht wirklich viel an schweren Unfällen.
          Wobei ich gebe zu, Risikoanalyse ist nix fürs Bauchgefühl oder subjektive Erinnerung sondern eine Ingenieurwissenschaft.

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  4. avatar Trung sagt:

    Alle 4 Races waren superspannend. Endlich sind hier Gegner auf Augenhöhe. Hier zeigt sich, dass die Kombination aus Match Race erfahrenen Steuermann und Top Taktiker wichtig ist. Großer Respekt gilt hier insbesondere Spitthill/Kostecki, die mit scheinbar unterlegenen Boot einen Sieg eingefahren haben. Trotzdem wird es für die Gesamtserie sehr schwierig werden (und dann noch die Strafpunkte). Bei den Kiwis stimmt zur Zeit einfach alles, schnelles Boot, super Manöver, gute Starts, taktisch einwandfrei und gesundes Selbstvertrauen. Ich traue den Amis in der Serie noch vielleicht zwei Siege zu, aber ich bin mir zu 99% sicher die Kiwis gewinnen (falls kein unreguläres Ereignis dazwischen kommt, wie z.B.Totalschaden oder Verlegung der Wettkämpfe in die Gerichtssäle). Go Kiwis Go.

    Diese 4 Rennen haben mich nun überzeugt, dass die Zukunft des AC folgendermaßen aussehen könnte:

    1. One Design Basis 72 Kat, das allen interessierten Teams rechtzeitig zur Verfügung steht (ähnlich wie Volvo Ocean Race) um auch Kosten zu reduzieren.

    2. Hohe Sicherheitsbestimmung, sowohl für Rennen als auch im Training.

    3. Modifikationen innerhalb eines Regelments möglich, z.B. Rigg, Schwert und Ruder.

    4. Vorregatten mit Fleet und Matchraces, wenn möglich mit AC72, sonst AC45

    5. Youth AC weiterhin mit AC45

    6. LV Cup mit 10 Teilnehmern oder mehr

    7. Nationenregel (z.B. 50% müssen die Staatsangehörigkeit der Herausforderernation haben)

    So könnte der ganze AC Zirkus von Anfang an spannend werden und nicht erst am Schluss. Was meint ihr?

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    • avatar Manfred sagt:

      Lord Schyler würde sich im Grab umdrehen…

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    • Lieber Präsident,

      auch wenn die Cup-Rennen super spannend sind, so darf man nicht vergessen, was für ein Reinfall der LVT Cup war und wie wenige Teilnehmer sich dazu haben “überreden” lassen.

      Die Übertagung ist Revolutionär und das Format ist gut (kurze Rennen) – Wir wissen aber doch schon lange, dass kurze, gut übertragende Rennen spannend sind. (Siehe Match Race!) Ich gehe auch stark davon, dass jedes andere Americas Cup-Format (Boote, Austragungsort, etc.) so gut wie durch Oracle übertragen werden würde, als Anhaltpunkt sieht man doch, wie gut heutzutage die Regatten der Olympischen Klassen durch SAP übertragen werden.

      Erstmal Team Nzl die Daumen drücken, ich glaube aber nicht, dass die die Rennen des Americas Cup (inkl. LVT und Youth Americas Cup) als positiv zu bewerten sind, auch wenn der Youth Americas Cup und der Americas Cup selber spannend sind.

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      • avatar Klaus sagt:

        Völlig richtig. Es steht zu hoffen, daß das Königlich Neuseeländische Jacht Geschwader die Kanne zurückholt, zur Freude der wohl überwiegenden Mehrheit der auf dem Wasser befindlichen Teiles der Weltbevölkerung.

        Danach werden diese Ungetüme hoffentlich hinkommen wo sie hingehören. In ein Muesum, als Zeichen für Größenwahn.

        Vorwärts kann auch mal zurück sein. Und da zurück zu den AC Cuppern.

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        • avatar Super-Spät-Segler sagt:

          Kann ich mir nicht vorstellen, daß die alten Cupper zurückkommen.

          Gesundschrumpfen, ja, aber nicht auf 1/4 der Geschwindigkeit!

          Du brauchst Dir nur mal die Gesichter anzuschauen, wenn die beteiligten Segler vom Fahren auf den AC72 berichten. 🙂

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    • avatar andreas borrink sagt:

      Americas Cup und One Design – nö, das passt nun so gar nicht.

      Die technologischen Entwicklungen, Erfolge wie Flops, gehören einfach dazu. Ein Formel 1 Rennen, bei dem alle in den gleichen Kisten sitzen, würde auch keinen begeistern. Und es gäbe auch keine “spin-offs” mehr für den Breitensport, wie z.B. Flügelkiele und jetzt die Foils. Das wäre doch schade, oder !?

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  5. avatar Stumpf sagt:

    Ein herzliches Dankeschöne an Larry Ellison und Russell Couts für diese Revolution des Segelsports!

    Auch wenn man die beiden nicht mag, sie haben sich für die Entwicklung und Umsetzung ihrer Vision höchsten Respekt verdient.

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  6. avatar Jürgen Teriete sagt:

    Endlich einmal: Vernünftige Kommentare! Danke Euch allen! Habe auch überhaupt kein Verständnis für den Tenor der ganzen Kritiker, die sich mit Null Ahnung, dafür umso meinungsstärker auf z.B. Spiegel-Online austoben (Alles viel zu teuer, elitäre Materialschlacht, von Interesse nur für 0,02% Segelfreaks).

    Die derzeit stattfindende Rennserie hat sehr viel mit Segeln und alles mit dem Geist des America‘s Cup zu tun.

    Der Kampf um die Kanne war von Anfang an eine “Materialschlacht”, in der es seit Ende des 19.(!) Jahrhunderts immer darum ging, das Optimum an zur Verfügung stehender Technologie einzusetzen, um das schnellste Schiff zu bauen um dann mit den besten Seglern Match-Races Nation gegen Nation, Boot gegen Boot, schließlich Mann gegen Mann auszutragen.

    Auch ein Sir Thomas Lipton hätte Carbonfasern verwendet und einen Katamaran konstruieren lassen, wenn es denn möglich gewesen wäre, die Kosten spielten nie eine Rolle. Die Tee-, Öl- und Softwarebarone vergangener und aktueller Jahrhunderte haben immer ihr eigenes Geld verpulvert.

    Eindrucksvoll bewiesen wird uns seit zwei Renntagen, daß die Boote beherrschbar sind, für ihren Zweck funktionieren und sogar selten spannende Wendeduelle ermöglichen. Sie segeln wie entfesselt doppelt so schnell wie der wehende Wind, irre.

    Die Diskussionen, was die Verwendung eines feststehenden Flügels noch mit Segeln zu tun, sind ebenfalls total langweilig – mein Hobie Fx-One Pentex Segel und alle modernen Windsurf-Segel stehen bei durchgesetztem Vorliek wie Brett, und schwingen nur noch beim Wechsel des Bugs in einem Rutsch zur anderen Seite durch – da flattert auch schon lange nichts mehr.

    Aber – um jetzt einmal echten Sportsgeist zu zeigen (und es nochmal signifikant spannender zu machen), sollten Dean Barker und TNZ die zwei geschenkten Bleisäckchen-Punkte zurückgeben – dieser Punktabzug steht nämlich beim jetzigen Stand der Serie und des erkennbar extrem knappen Leistungsvermögens beider Teams in überhaupt keinem Verhältnis mehr zur Schwere des geahndeten Vergehens.

    Freue mich sehr auf Dienstagabend, dann geht’s weiter – Dank Servus TV (irre guter Sender, war ja nicht so bekannt, mir jedenfalls) mit Kommentaren im unnachahmlichen Ösi-Dialekt.

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    • avatar SR-Fan sagt:

      Ich bin bei vielem nicht Deiner Meinung aber zu einem möchte ich Stellung nehmen:

      Gerade das Nationen-Thema sollte in Zukunft wieder stärker in den Vordergrund gerückt werden. Ich empfinde es als eine der größten Schwächen des derzeitigen Cups. Gerade im Verhältnis zum Jugendcup wird deutlich, wieviel stärker die Identifikation und das Interesses ist, wenn man nicht irgendwelchen Konzernen zujubelt, sondern Ländern.

      VG

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      • avatar Jürgen Teriete sagt:

        Finde das National-Thema insgesamt überbewertet – im internationalen Spitzensport gibt es so etwas doch nirgendwo mehr – jedes Formel 1 Team ist ein bunt und global zusammengewürfelter Haufen, die Spitzenfußballclubs gehören den Scheichs, halbseidenen Russen oder gleich VW, selbst bei unserem endlich wieder 2. Liga Club Fortuna 95 Düsseldorf spielt kein einziger aus der Stadt, nur zwei -na ja – aus der Nähe…

        Der alte Haudegen und Patriot Larry Ellison wäre bestimmt der erste gewesen, der einen amerikanischen Steuermann rekrutiert hätte, aber Dennis Conner (der wohnt ja fast um die Ecke) ist auch schon über 70, und bei der Bootsbreite muß man halt noch richtig gut zu Fuß sein (Anno ’88 hat er den Kiwis den Cup ja auch mit einem Katamaran wieder abgenommen, da war ja erst 46).

        Alles in allem kann ich mich schon mit einem Team identifizieren, wenn kein “deutsches” dabei ist, dann halte zu irgendeiner anderen europäischen Truppe, und wenn die, wie geschehen, auch alle draußen sind dann ist mein Favorit immer der vermeintliche Underdog.
        Finde es einfach super, wie in NZL wieder einmal ein ganzes Land Kopf steht, es dort keinen kratzt, daß ein Großteil der Kosten aus Steuergeldern(!) bestritten wird, und Hauptsponsoren die Scheichs und eine Kaffeefirma sind.

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    • avatar Stefan sagt:

      Das Problem an der Kritik am AC ist, das die Kritiker von falschen Grundvoraussetzung ausgehen. Zuviel Geld? Ganz ehrlich, das ist ein Witz. Wenn man sieht, was eine Maxi-Flotte von Fahrtenseglern vor Sardinien an Wert oder Kosten darstellt, dann sind die 300 Mio $, die TNZ und OR schätzungsweise in den letzten 3 Jahren ausgegeben haben, so etwas wie Peanuts. Auch gemessen daran, dass es hier um echten Leistungssport geht und nicht darum das ein paar Opas ihren Bauch in die Sonne halten dürfen.

      Warum es so wenige Herausforderer gab? Das lässt sich auch gut an der Quanti- und Qualität der Kritik (auch hier auf SR) ablesen. Weil die Mehrzahl der Menschen nicht daran geglaubt hat, das ein solches Format funktionieren kann. Und das ist nur zu normal in dieser Welt. So gesehen ist der AC dahin zurück gekehrt, was er die längste Zeit seines Daseins gewesen ist. Der Tummelplatz von Extremisten mit Visionen. Menschen die neue Ideen in den Segelsport bringen, weil sie verrückt (und reich) genug sind daran zu glauben und es auch zu machen. Wer hätte vor 5 Jahren daran geglaubt, das es Rennen mit 70ft Katamaranen gibt, die mit bis zu 50kn und mit einem Delta von 8 Sek ins Ziel segeln?

      Die Schweizer wollten eine F1 aus dem AC machen und haben von einem Truck-Grand-Prix geträumt. Die Amis haben nun letztendlich eine wirkliche F1 daraus gemacht und haben es geschafft trotzdem die filigranen Aspekte des Match Race zu bewahren.

      Egal wer den Cup innen kommenden Wochen gewinnt. Hinter das was wir derzeit in SF sehen, wird kein zukünftiger Ausrichter zurück gehen können. Dazu ist das aktuelle Format zu gut. Und kein Sponsor wird sich zukünftig, wenn er diese aktuellen Bilder sieht, von einem Format überzeugen lassen, das weniger Dynamik hat.

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  7. avatar unqualifiziert sagt:

    ETNZ braucht insgesamt 8 Siege. Oracle braucht 10 Siege, richtig?

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    • avatar Stefan sagt:

      …es sind 9 und 11

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      • avatar unqualifiziert sagt:

        Bei einer best of 14 Serie komme ich auf 8 und 10.
        Wenn ETNZ 8 Siege holt kann OR maximal 9-2=7 Siege holen.
        Wenn OR 10-2=8 mal gewinnt bleiben für ETNZ nur Sieben Punkte übrig.
        Oder wo ist mein Rechenfehler?

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        • avatar eku sagt:

          best of 17

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          • avatar Manfred sagt:

            best of 17 für ETNZ
            best of 19 für OR

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          • avatar unqualifiziert sagt:

            Ich meinte best of 17, hab mich nur verschrieben.
            Wo steht das für OR best ob 19 gilt?

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        • avatar Pete sagt:

          Wie Stefan schon schrieb: 9 und 11.
          1. wenn es zwei Teilnehmer gibt, müsste es zwangsläufig eine ungerade Zahl für ‘best of’ geben, sonst können ja beide gleich oft gewinnen – bei best of 14: wer hat den gewonnen wenn es nach 14 Rennen 7:7 steht?
          (Der Rechenfehler von unqualifiziert: 8+7=15 nicht 14)
          2. Warum schaut eigentlich niemand mal auf der America’s Cup Seite nach, bevor ‘Tatsachen’ festgestellt werden – egal ob da die Racing Rules betrifft (http://noticeboard.americascup.com/governing-documents/rrsac/) oder wer mit wie vielen Punkten gewinnt:
          http://noticeboard.americascup.com/wp-content/uploads/2011/08/AC34-Protocol-including-amend19.pdf
          sagt:

          ‘the winner of each race scores one point, the loser scores no points, and the winner will be decided by the first yacht to score at least nine points after applying any penalties; ‘
          Noch mal auf Deutsch:
          Der Gewinner jedes Rennens erhält einen Punkt, der Verlierer keinen Punkt. Die erste Yacht die 9 Punkte hat nachdem alle Strafen angewendet wurden ist der Gewinner.
          Also kein ‘Best of’ irgendwo, schlichtweg wer zuerst 9 Punkte hat.
          Theoretisch kann es bis zu 19 Rennen geben, wenn Oracle 10 Rennen gewonnen hat, haben sie 8 Punkte, wenn ETNZ dann auch 8 Gewonnen haben sind also 18 Rennen gesegelt und das 19. entscheidet dann.

          Also nochmal ganz klar: ES IST KEIN BEST OF (schon wegen der Oracle Penalty klappt das nicht mit best of). Es ist:
          WER ZUERST _9_ PUNKTE HAT ! (1elf!)

          Aber wie immer, wenn man etwas vor Seglern und Offiziellen geheim halten will schreibt man es am besten ins NOR oder die SI – und stellt diese dann ins Internet

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  8. avatar dubblebubble sagt:

    Finde es schade, daß Team USA wegen Larry Ellison für viele die Bösen sind.

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      Ach, wenn es nur der Larry Ellison wäre… Es gibt da noch die Sache mit den manipulierten Booten und Jimmy S. ist auch nicht gerade ein Symapthieträger.

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    • avatar SR-Fan sagt:

      Das hat er sich ja auch hart über Jahre hinweg erarbeitet, der kleine Egomane!

      VG

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      • avatar Stumpf sagt:

        Coutts, Ainslie, Spithill…

        Je besser, desto unbeliebert – zumindest hier im Forum.

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        • avatar andreas borrink sagt:

          Dafür ist unser Dean doch ein ganz Lieber…….hoffentlich entdeckt er noch rechtzeitig seine niederen Instinkte! Und dass man am Start vielleicht doch auf Innenposition setzen sollte, auch mit dem schnelleren Boot. Dieses Drüberwegpowern aus den ersten beiden Rennen wird so wohl nicht nochmal hinhauen.

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          • avatar dubblebubble sagt:

            Nicht zu vergessen mein persönlicher Held Glenn Ashby, der mit hübscher weissumrandeter Sonnenbrille direkt vor Barker sitzt und tiefenentspannt den Kiwi-Flügel trimmt. Cool.

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          • avatar coist sagt:

            Dafür ist er wohl leider nicht gemacht.
            Vielleicht hauts ja die nächsten Rennen wieder mit nem guten Anwind-Kurs hin, aber ich habe ein wenig Angst, dass Oracle jetzt aufdreht.

            Hoffentlich ist der Cup schnell in Auckland, auch wenn die Rennen einfach nur grandios sind.

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          • avatar Stefan sagt:

            …solange er mit Rettungsweste und Sauerstoffflasche auf der Pressekonferenz erscheint, sehe ich schwarz für die niederen Instinkte 😀

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  9. avatar niels sagt:

    Der 5-leg racecourse….weiß jemand, ob es bei dem kurzen Kurs bleibt, oder werden noch längere rennen mit mehr als einer kreuz gesegelt?…

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  10. avatar enrico sagt:

    Ist mir ehrlich gesagt völlig egal ob Ellison und Spithill symphatisch sind oder nicht. Die Rennen haben es in sich, endlich bekommt Katamaransegeln die Aufmerksamkeit, die es verdient. Die Leistungsfähigkeit der Schiffe und deren crew liegt so dicht bei einander, das wir uns noch auf spannende Races freuen können.

    Was hier neben aller Kritik für den Segelsport getan wurde sollte man auch mal würdigen. Es gab schon schlechtere Kampagnen (1988)

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  11. avatar Eberhard Ritzau sagt:

    War beim vorletzten Cup in Valencia zufaellig am Strand in Hoehe der Startlinie, Das war schon ein irres Erlebnis die Cupper da draussen zu erahnen und im Dunst verschwinden zu sehen. Nach gefuehlten 5 Stunden tauchten sie aus demselbigen wieder auf und trotz Fernglas wars kaum moeglich zu erkennen wer da gerade wen unter Ausschluss der Oeffentlichkeit niedergematcht hat ! Danke Ellison und Coutts , ich freu mich richtig dass es den Kritikeren endlich die Sprache verschlagen hat !

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  12. avatar Wilfried sagt:

    vielleicht kann man auch über das Segeln reden. Ich fand die Schiri-Entscheidung im dritten Rennen schon grenzwertig. Wenn jedes Hochzucken bei 40 Knoten erlaubt wird, wird es irgendwann zum großen Crash kommen. Wieviel Abstand soll denn das Luvboot sicherheitshalber halten damit es noch rechtzeitig reagieren kann? Zumal ja ein 3-Längenkreis bei 40 Knoten sowieso ein schlechter Scherz ist.

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    • avatar enrico sagt:

      Na ja, das Spithill bei einem Luvkampf entsprechend hart reagiert, sollte doch klar sein, Er hat es jedoch in der Hand, wie dicht er an das Luvboot heranfährt Und wenn er bei anschliessendem Abfallen auf Raumkurs einen Vorteil haben will, dann muss er schon dementsprechend aggressiv vorgehen, sonst hängt Ihm das Luvboot nach der Markenrundung direkt am Heck.

      Sind halt profis, in der Formel 1 kommen sich die Fahrzeuge bei entsprechenden Geschwindigkeiten auch sehr nah.

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  13. avatar Jürgen Teriete sagt:

    Lieber Klaus,

    ich verstehe einfach nicht Dein und auch anderwietig oft vernommenes Gezeter wegen des vermeintlichen “Größenwahns” ob der verwendeten Schiffe, von dir als Ungetüme bezeichnet. In der Geschichte des Americas CUP gehören die AC 72 Katamarane absolut ins Mittefeld. Und “sauteuer” waren AC Schiffe immer. Ich bin mir fast 100%ig sicher, das inflationsbereinigt schon mehr Geld für Kampagnen ausgegeben wurde als aktuell.

    Und beipflichten möchte allen Seglern, die das Katamaransegeln an sich als echte Alternative zum Monohulls begriffen haben.

    Natürlich ist ein Mahagoni-Schärenkreuzer oder ein L-Boot eine optische Augenweide. Und eine Kreuz auf solchen Booten gehört sicher zum Feinsten, was man auf dem Wasser erleben kann. Auch habe ich unglaubliche Ritte einer 505 erlebt, ich liebe dieses Schiff. Und seit 2 Jahren fahre ich Hobie FX one. Dieses Ding ist so unglaublich schnell – beim leisesten Hauch geht es los wie Preßluft. Und wenn man sich beherrschen kann, und bei 5 Bft. den Gennacker eingepackt läßt, dann liegt man auch nicht ständig im Bach.

    Klar hat so ein Kat Nachteile: Die Rumpfspitzen – die stehen unten raus: sieht scharf aus, kann aber nichts – nur schief angeguckt, dann ist schon eine Macke drin. Breite 2,50, einfach nur schlecht zu trailern. Kostenpunkt ein Satz Hobie-Segellatten €300, usw.

    Es ist halt wie bei allem, was sich bewegt: Mit einem 120 PS Diesel-Kombi einen Wohnwagen zum Gardasee zu ziehen, ist bestimmt sehr schön und auch im weitesten Sinne Autofahren, aber doch irgendwie anders, als mit einem Zuffenhausener GT3 durch die Alpen zu bügeln.

    Übrigens: Anfang Oktober 2013 ist auf Ibiza die Tornado WM, das werde ich mir schön angucken mit einem San Miguel in der Hand vom Deck einer Jeanneau Chartermöhre mit Rollgroßhandtuch und 6-7 kn Max Speed. Ist auch Segeln und richtig klasse.

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